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Artikel veröffentlicht am 06.05.2021 um 10:30 Uhr
Laubendorfs Co-Trainer Daniel Apel: "Das Potential für die Kreisliga haben wir!"
Die Sportfreunde Laubendorf haben einige Anläufe in Richtung Kreisliga unternommen, standen mehrfach in der Relegation und aktuell auch wieder auf einem solchen Rang, der mit dem bevorstehenden Saisonabbruch entweder bedeutungslos ist oder vielleicht doch den Aufstieg bringen wird. Wir haben uns mit Co-Trainer Daniel Apel über die Lage bei den Laubis unterhalten.
Von Marco Galuska
In Laubendorf ist einiges gewachsen - das Ziel ist die Kreisliga.
Manfred Durlak
Die letzten Spiele liegen schon über ein halbes Jahr zurück. Welche Erinnerung hat man überhaupt noch an das Geschehen auf dem Sportplatz?

Daniel Apel:
Zunächst einmal hätte ja keiner gedacht, dass wir über sechs Monate komplett ohne Fußball auskommen müssen. In Erinnerung sind mir unserer SFL-Live-Aktionen mit den Testspiel-Übertragung auf YouTube geblieben. Ein Highlight war sicher der 4:1-Sieg gegen Hellas im Ligapokal und natürlich der 3:1-Derbysieg gegen Langenzenn. Das hat uns alles ein gutes Gefühl gegeben, wir haben auch entsprechendes Feedback bekommen und sind damals mit einem guten Gefühl in die vorgezogene Pause gegangen.

Welche Trainingsformen gab es seitdem mit dem Team?

Apel:
Bernd Jäger und mir war es wichtig, dass wir die Jungs bei Laune halten. Es gab eine Lauf-Challenge, bei der auch wir Trainer mitgemacht haben. Insgesamt wurden dabei 3500 Kilometer abgespult. Außerdem gab es individuelle Trainingspläne, auch das wurde richtig gut angenommen. Wir haben natürlich schon gehofft, dass es früher losgeht, deshalb war uns auch wichtig, dass wir den Kontakt halten.

Co-Trainer Daniel Apel (links) und Coach Bernd Jäger konnten die Kontakt in der spielfreien Zeit zum Team so gut wie möglich halten.
SFL

Sowohl in der Liga wie auch im Ligapokal war die Perspektive auf den Aufstieg für Euch gut. Hätte es 2021 auf dem Rasen mit der Kreisliga geklappt?

Apel:
Es ist immer schwierig, in die Zukunft zu blicken. Grundsätzlich muss da schon viel zusammenpassen für einen Aufstieg. Wir haben nach dem Re-Start kein einziges Spiel verloren, das sagt sicher einiges aus. Ich würde es daher so sagen: Die Truppe hat das Potential für die Kreisliga. 

Kritiker der verlängerten Saison halten entgegen, dass das dritte Transferfenster im vergangenen Sommer vieles verzerrt habe, was 2019 begonnen wurde. Auch ihr konntet Euch dabei gut verstärken. Ist der Einwand berechtigt?

Apel:
Auch das ist schwer zu sagen. Wir befinden uns in einer absoluten Ausnahmesituation. Es gibt genügend Für und Wider, da könnte man sich den Mund fusselig reden und sollte nicht alles auf die Goldwaage legen. Es wird immer Gewinner und Verlierer geben. Letztlich muss ich sagen, dass ich die Entscheidung nicht treffen wollte.

Fünf Mal landeten die SF Laubendorf in den letzten sieben Spieljahren auf den zweiten oder dritten Platz. Man mag sich vorstellen, dass die Relegation in Laubendorf kein zufriedenstellendes Ziel mehr ist oder wollte man speziell diesen Fluch besiegen?

Apel:
Von einem Fluch würde ich nicht sprechen. Jede Saison hat ihren eigenen Charakter. Es gab verschiedene Gründe, warum das letztlich bisher nicht geklappt hat. Da waren teilweise Wahnsinns-Fights dabei, aber da will ich nicht mehr nachtrauern. Wir hatten ja 2018 einen größeren Umbruch. Es hat sich danach vieles geändert, einige Führungsspieler haben aufgehört, wir konnten zunächst den Abstieg abwenden und nun wollen wir definitiv in die Kreisliga.

Mit der Kreisliga könnte es noch am Grünen Tisch klappen. War das bislang bei euch ein Thema, dass ja möglicherweise alle Releganten aufsteigen dürfen?

Apel:
Der Spielball liegt aktuell beim BFV. Solange es keine offizielle Mitteilung oder Abstimmung gibt, müssen wir abwarten. Für mich steht nur fest, dass es keinen Unterschied zwischen dem Zweiten und Dritten geben darf. Also wenn nur ein Relegant hoch dürfte, wäre das ein Unding.

Welche Rolle würden die Laubis in der kommenden Kreisklassen- bzw. Kreisliga-Saison spielen?

Apel:
Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung der Spieler. Da waren wir auf einem guten Weg, dennoch ist das Potential der Truppe noch lange nicht ausgeschöpft. Wir haben keine Abgänge, die Mannschaft wird zusammenbleiben. In der Kreisliga würde ich uns eine gute Rolle zutrauen. In der Kreisklasse wäre ganz klar das Ziel Aufstieg, da müssen wir nicht um den heißen Brei herumreden.

War das der vorzeitige Aufstiegsjubel in Laubendorf? Bei der Abwicklung der Saison 2019/21 wird sich zeigen, ob Rang drei zum Aufstieg in die Kreisliga reicht.
Manfred Durlak

Du bist seit 2015 bei den SF Laubendorf, seit 2017 als Co-Trainer aktiv. Wie hast Du die Entwicklung im Verein in den letzten Jahren erlebt?

Apel:
Der Verein entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter - auch sichtbar, wie beispielsweise mit den neuen Flutlichtern, der Anzeigetafel oder jetzt aktuell dem Projekt mit der Calisthenics-Anlage - früher hätte man dazu Klettergerüst gesagt. Also was da im Verein ehrenamtlich geleistet wird, ist wirklich großartig. Diese Arbeit sieht man dann auch darin, dass wir aus der Jugend immer wieder Spieler nachbekommen. Es ist eine tolle, familiäre Atmosphäre - eine Basis für Erfolg.

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38
3
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51:30
38
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48:46
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2019/21
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Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2018/19
8. 
Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2017/18
2. 
Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2016/17
2. 
Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2015/16
4. 
Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2014/15
3. 
Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2013/14
2. 
Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2012/13
3. 
Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2011/12
7. 
Kreisklasse 1 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2010/11
7. 
Kreisklasse 1 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2009/10
10. 
Kreisklasse 1 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2007/08
3. 
Kreisklasse 1 Nürnberg/Frankenhöhe
 

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