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Artikel veröffentlicht am 02.03.2021 um 11:45 Uhr
Bezirksligisten stimmen ab: Kommt eine alternative Spielform zur neuen Saison?
Die Pandemie und Amateurfußball unter einem Hut zu bekommen, es bleibt ein Drahtseilakt - auch für die kommende Saison: Deshalb bittet Mittelfrankens Bezirksspielleiter Thomas Jäger seine Bezirksligisten an die virtuelle Wahlurne, um noch in dieser Woche über ein alternatives Modell für die kommende Saison abzustimmen, mit dem etwas mehr Luft im engen Zeitplan gewonnen werden könnte.
Von Marco Galuska
Bezirksspielleiter Thomas Jäger
Sebastian Baumann
Bereits im vergangenen September wurde mit den Vereinen der beiden mittelfränkischen Bezirksligen über den Rahmenterminplan für die Saison 2021/22 gesprochen. Fehlende Feiertage und eine anzunehmende größere Ligagröße würden zu mehr Wochenspieltagen führen. Zu jenem schon bekannten terminlichen Problem kommt noch ein schwerwiegendes hinzu, wie Jäger erklärt: "Zu dem Zeitpunkt im September 2020 ist auch noch die Mehrheit von einer 'normalen' Saison 2021/22 ausgegangen. Durch das derzeitige Pandemiegeschehen ist aber davon auszugehen, dass es auch die kommende Saison beeinflussen wird."

Mit vier Vertretern der Bezirksliga-Vereine (je zwei aus Nord und Süd) hat Jäger dann im November drei Varianten mit jeweils einigen Optionen ausgearbeitet. Diese wurden den Vereinsvertretern am 10. Dezember 2020 in einem Meeting vorgestellt. Die Vereine hatten dann bis Februar Zeit, um die Thematik intern zu besprechen. In vier Online-Meetings wurden Anfang Februar die Alternativen mit den Bezirksligisten noch einmal intensiv besprochen. Dabei wurde dann bereits "eine Variante verworfen und an den Optionen gefeilt", wie Jäger berichtet. Übrig geblieben sind grundsätzlich zwei Varianten für alternative Spielformen, welche den Bezirksligisten seit vergangenem Freitag vorliegen.

Vereine dürften Varianten mitbestimmen

Der Grundgedanke in beiden Varianten sieht eine Runde vor, in der bis zur Winterpause 2021/22 - in zwei oder auch vier Bezirksligen - ermittelt wurde, welche Mannschaften sich für eine Auf- bzw. Abstiegsrunde im folgenden Frühjahr qualifizieren.
Beim klassischen Spielplan (in rot) lassen sich Wochenspieltage in 2021 wohl nicht vermeiden. Daher wird nun über alternative Spielformen in den Bezirksligen in Mittelfranken abgestimmt. 
Grafik: BFV Mittelfranken

Wie der genaue Qualifikationmodus aussieht, ob in den Auf- und Abstiegsrunden Punkte aus dem Herbst voll, anteilig oder gar nicht übernommen werden, wie dann die Auf- und Abstiegsrunden gestaltet werden, und ob man die alternative Spielform nur für ein Jahr versucht oder dieser mindestens zwei Jahre eine Chance gibt, das alles dürften die Vereine mitbestimmen - sofern überhaupt eine entsprechende Bereitschaft für diese Neuerungen vorhanden ist.

Noch bis zum morgigen Tag sollen die 32 Bezirksligisten aus Mittelfranken per Mail an den Bezirksspielleiter mitteilen, ob sie generell für oder gegen die Anwendung einer alternativen Spielform stimmen. Damit das Pilotprojekt für die kommende Saison in Angriff genommen wird, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Sollten also mindestens 22 Vereine für eine alternative Spielform stimmen, so folgt in der für Donnerstagabend (04.03.2021, ab 19:00 Uhr) anberaumten Online-Sitzung per Mehrheitsbeschluss die Bestimmung, wie die einzelnen Parameter im neuen Modell aussehen sollen.

Wie geht's mit der Saison 2019/21 weiter?

Aber nicht nur das kommende Spieljahr treibt Funktionäre aus Verband und Vereinen um. Vor allem geht es auch um die Perspektive hinsichtlich der aktuellen Saison. Jäger hofft darauf, dass er bis zum Online-Meeting am Donnerstagabend "zumindest eine grobe Flugrichtung" den Vereinen liefern kann, wie es mit dem weiteren Verlauf der Saison 2019/21 aussieht. Bekanntlich beraten Bund und Länder am morgigen Mittwoch, spätestens am Donnerstag dürfte auch für Bayern mehr Klarheit herrschen, wie die Perspektive für den Sport in den kommenden Wochen aussieht. "Wir warten alle auf die Signale der Politik. Sollte dabei morgen aber der Sport wieder nicht auftauchen, wird es schwierig", sagt Jäger mit Blick auf das zum 30. Juni 2021 definierte Saisonende. Verbandsintern dürfte auf Basis der politischen Vorgaben im Laufe der kommenden Woche der Kompass gerichtet werden.

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