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Artikel veröffentlicht am 05.02.2021 um 11:15 Uhr
Die Hallenkreismeisterschaft 2000: ASV Vach auf dem Weg zum ganz großen Wurf
Wir blicken wieder einmal zurück in die Historie. Diesmal in die der Hallenkreismeisterschaft aus dem Jahr 2000. Der ASV Vach diktierte das Geschehen auf dem Hallenparkett in Fürth und Nürnberg. Die Titelverteidigung war aber nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum ganz großen Wurf.
Von Marco Galuska
Der ASV Vach holte im Winter 1999/2000 alle Titel von der Stadtmeisterschaft bis zur Bayerischen.
Repro: fussballn.de
Favoriten machen das Rennen in Fürth

Der Zuspruch für den Hallenfußball war enorm, als die Wende zum neuen Jahrtausend eingeläutet wurde. In Fürth ging erstmals der "Stadtsparkassen-Cup" mit 16 Mannschaften über die Bühne. Die Favoriten ließen in den vier Vorrundengruppen nichts anbrennen und qualifizierten sich für das Endturnier, das am 2. Weihnachtsfeiertag 1999 wieder in der prall gefüllten Soldnerhalle stattfand. Dort bezwang der ASV Vach die SG Quelle Fürth (die zuvor noch die Amateure der SpVgg Greuther Fürth im Halbfinale geschlagen hatte) mit 6:2 und wurde damit Fürther Stadtmeister.

Fürther Stadtmeisterschaft 1999/2000: Der ASV Vach ließ sich, wie hier gegen den SV Poppenreuth, in der Soldnerhalle nicht stoppen.
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Formel "8 aus 20" in der Zwischenrunde

Zugleich durften die ersten Drei aus Fürth in die Zwischenrunde, die am ersten Januar-Wochenende in Nürnberg in der Halle am Berliner Platz mit insgesamt 20 Mannschaften über die Bühne gehen sollte. Dabei trumpften neben Vach auch der ASV Zirndorf und die SG 1883 mit voller Punktzahl auf, während der Türkische FK Nürnberg und der TSV Altenfurt sich aufgrund der besseren Torbilanz vor dem SC Concordia Nürnberg qualifizieren konnten. Acht Mannschaften schafften aus den vier Zwischenrunden-Gruppen die Qualifikation zum Kreisfinale.

Kampf um das Finalticket in der Zwischenrunde: Die SG Quelle Fürth um Norbert Röttinger setzte sich gegen den TSV Johannis 83 um Claus Reischl und Keeper Ralph Dürst durch.
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Titelverteidiger Vach als Topfavorit

Für das Finalturnier der Hallenkreismeisterschaft 2000 war somit ein hochklassiges Starterfeld gefunden. Topfavorit war freilich der ASV Vach; nicht nur weil es der einzige Landesligist war, sondern eben auch der Sieger der Jahre 1996, 98 und 99. Den besten Eindruck in den Gruppenspielen vor rund 600 Zuschauern am Berliner Platz hinterließ zunächst aber der ASV Zirndorf, obwohl ihnen ihr überragender Hallenspieler Thomas Fastl schon in der Zwischenrunde mit Bänderriss ausgefallen war. Die Truppe von Claus Ostermeier besiegte die enttäuschenden Kleeblatt-Amateure (4:2) und auch Underdog Post SV (5:1) klar. Das 0:0 gegen den Türkischen FK reichte beiden fürs Halbfinale, Zirndorf zum Gruppensieg.

In der anderen Gruppe trat Vach als Minimalist auf. Mit einem 1:0 gegen Altenfurt und einem 1:1 gegen die Quelle ging es gegen die SG 1883 dann ums Halbfinale. Lange hielt der Kreisligist gut dagegen, ehe der ASV am Ende doch noch ein 5:1 erzielte und als Gruppensieger weiterkam. Dahinter packte auch die Quelle auf dem letzten Drücker die Vorschlussrunde durch einen 4:2-Sieg über Altenfurt.

Kantersieg und Taktik

Im Halbfinale wurden dann die bis dato so starken Zirndorfer ausgebremst. Ein früher Treffer von Alin Marita bedeutete das Aus gegen die SG Quelle. Das zweite Halbfinale war dann eine Demonstration der Vacher Stärke. Beim 6:0 gegen den Türkischen FK Nürnberg traf der zum besten Spieler des Turniers gewählte Dennis Haan dreifach.

Im Endspiel regierte aber wieder die Taktik. Die von Günter Röttinger gecoachte Quelle hatte mit Michael Maurer den zum besten Torwart gewählten Schlussmann zwischen den Pfosten und verstand es zudem, dass Vachs Keeper und Trainer in Personalunion, Uwe Neunsinger, kaum zum Abschluss kam. Letztlich war es dann Michael Nißler, der mit einem abgefälschten Treffer aus der Distanz Maurer zum einzigen Treffer des Endspiels überwinden konnte.

Bezirksmeister und Bayerns Hallenkönig

Auch Hallen-Bezirksmeister in Mittelfranken 2000 wurde der ASV Vach.
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Der ASV Vach war somit zum dritten Mal in Folge Hallenkreismeister in Nürnberg/Fürth. Geschichtsträchtig wurde für die Mannhofer die Hallensaison 1999/2000 aber erst im weiteren Verlauf. Denn die Vacher sollten nicht nur die Bezirksmeisterschaft in Schwabach ziemlich souverän für sich entscheiden, sondern am 30. Januar 2000 in Manching Bayerischer Meister werden. Mit einem 8:0-Triumph im Halbfinale gegen den VfR Johannisthal und einen 4:1-Sieg im Endspiel gegen den FC Kempten wurde Vach zu Bayerns Hallenkönig.

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Hallen-Kreismeisterschaft 2000

Gruppe I

1. ASV Zirndorf 9:3/7
2. Türkischer FK 6:4/5
3. Post SV Nürnberg 6:11/3
4. SpVgg Greuther Fürth Am. 4:7/1.

Gruppe II

1. ASV Vach 7:2/7
2. SG Quelle Fürth 7:6/4
3. TSV Altenfurt 5:6/3
4. SG 1883 Nürnberg-Fürth 5:10/3.


Halbfinale

ASV Zirndorf - SG Quelle Fürth 0:1 (0:0)
Tor: 0:1 Marita (1.)

ASV Vach - Türkischer FK 6:0 (3:0)
Tore: 1:0 Müller (2.), 2:0 Beslic (7.), 3:0, 4:0 Haan (8., 10.), 5.0 Bayer (14.), 6:0 Haan (16.)

Finale

ASV Vach - SG Quelle Fürth 1:0 (0:0)

Vach: Neunsinger, Schilling, Haan, Kraus, Schuh, Schraml, Albrecht, Bayer, Müller, Nißler, Beslic

Quelle: Maurer, Barthel, Eichler, Berrissou, Sözer, Neusinger, N. Röttinger, Marita, Afsah

Tor: 1:0 Nißler (12.)

Schiedsrichter

Bayerl (SC Worzeldorf)
Bürkel (SV Weiherhof)
Köberlein (TSV Röthenbach/St. Wolfgang)

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