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Artikel veröffentlicht am 30.12.2020 um 15:30 Uhr
Re-Start-Analyse KK2: Ein Trio ohne Makel, der einstige Riese am Abgrund
TEAMVERGLEICH Etwas mehr als zwei Monate rollte der Ball in der Kreisklasse 2 nach dem Re-Start. Doch wer waren die Gewinner und Verlierer der Liga? Wir haben die Punktausbeute der Mannschaften unter die Lupe genommen und Veränderungen im Tabellenbild aufgespürt.
Von Marco Galuska
Das ewige Derby zwischen Lehrberg und Flachslanden ging mit 2:0 an die Gelb-Schwarzen.
TSV Flachslanden
In Klammern die aktuelle Platzierung, Veränderung in der Tabelle, Spiele und Punkte nach Re-Start

SV Schalkhausen (1. Platz, unverändert / 3 Spiele, 9 Punkte)

Während der erste Verfolger arge Problem hatte, zeigte sich der Spitzenreiter auch weiter in Topform. Der 3:1-Sieg beim Dritten in Flachslanden und das 4:0 gegen Obernzenn unterstreichen, dass der Primus in der langen Pause nichts eingebüßt hat. Auch die Pflicht bei Fichte Ansbach gelang letztlich (2:1), so dass das Polster mit acht Zählern schon recht komfortabel erscheint.

TSV Marktbergel (2. Platz, unverändert / 3 Spiele, 4 Punkte)

Die beste Nachricht für Marktbergel: Rang zwei konnte behauptet werden. Die ganze Wahrheit bei der Betrachtung des Re-Starts ist das aber nicht. Denn mit vier Zählern aus drei Partien weist man keineswegs eine aufstiegswürdige Bilanz auf. Erschwerend kommt hinzu, dass gegen Kellerkind Bad Windsheim nur ein 0:0 herauskam und der einzige Sieg (3:0) gegen die 2020 punktlose SG Gallmersgarten gelang. Das 0:3 gegen Lehrberg gab obendrein zu denken. Mit Mihail Kromidas (zuletzt Leutershausen) wurde nun ein neuer Trainer verpflichtet.

TSV Flachslanden (3. Platz, unverändert / 4 Spiele, 6 Punkte)

Wäre nur dieses eine Spiel gegen Sachsen nicht gewesen - der TSV Flachslanden hätte recht zufrieden auf den Re-Start blicken können. Die 1:3-Niederlage gegen Schalkhausen musste man einkalkulieren, warf die Henninger-Elf auch nicht aus der Bahn. Denn in Wernsbach (3:0) und auch im Derby in Lehrberg (2:0) wurde gewonnen. Dann aber war der 1. FC Sachsen zu Gast und nahm mit einem 4:0 alle drei Punkte mit, die noch richtig schmerzen könnten in der Schlussbilanz.

1. FC Sachsen (4. Platz, +2 / 2 Spiele, 6 Punkte)

Nur zweimal durfte Sachsen ran, aber beide Partien konnten die Jungs um Yannic Böhmländer gewinnen. Nach dem 2:1-Heimerfolg über Rothenburg gab es ein überraschend deutliches 4:0 in Flachslanden, was Sachsen nun sogar zum heimlichen Tabellendritten macht. Gewinnt man das Nachholspiel gegen Wernsbach und kann die Form ins kommende Jahr retten, scheint eine Kreisliga-Rückkehr nicht ausgeschlossen.

SG Obernzenn/Unteraltenbernheim (5. Platz, -1 / 3 Spiele, 3 Punkte)

Den Re-Start hatte man sich bei der SG freilich anders vorgestellt. Gegen den formstarke TSV Elpersdorf gab es eine 1:2-Niederlage, beim Primus in Schalkhausen eine Lehrstunde (0:4), zumindest der Abschluss war mit dem 1:0 gegen Wernsbach versöhnlich, so dass unterm Strich noch der 5. Rang bleibt.

SC Wernsbach-Weihenzell (6. Platz, -1 / 3 Spiele, 3 Punkte)

Durchwachsen liest sich auch die Bilanz eben jenes SC Wernsbach-Weihenzell. Mit drei Punkten aus drei Partien versäumte man, die gute Ausgangsposition für einen Angriff nach oben zu nutzen. Gegen Flachslanden (0:3) und in Obernzenn (0:1) gab es entscheidende Rückschläge gegen Mitkonkurrenten. Der 2:1-Sieg über Rothenburg war eher ein Trostpflaster.

Der SC Wernsbach-Weihenzell erlebte einen durchwachsenen Re-Start mit drei Punkten. Gegen den TSV Flachslanden gab es gleich eine 0:3-Niederlage.
TSV Flachslanden

TSV Lehrberg (7. Platz, unverändert / 4 Spiele, 4 Punkte)

Holprig fand der TSV Lehrberg in den Re-Start. Nach einem 2:2 bei der Fichte in Ansbach folgte eine 3:5-Niederlage beim einstigen Schlusslicht Oberndorf und eine prestigeträchtige 0:2-Pleite im Nachhol-Derby gegen Flachslanden. Deutlich aufgehübscht wurde die Bilanz jedoch noch durch einen 3:0-Sieg beim Tabellenzweiten Marktbergel. Nichtsdestotrotz scheint der Zug zur Relegation im kommenden Jahr an Lehrberg vorbeizufahren.

TSV Rothenburg (8. Platz, unverändert / 4 Spiele, 6 Punkte)

In vier Partien durften die Rothenburger sich beim Re-Start beweisen. Mit sechs erzielten Punkten muss man nicht unzufrieden sein, zumal auch gleich ein Sieg gegen die erstarkten Uffenheimer gelang (2:0). Beim deutlich verbesserten Sachsen (1:2) und in Wernsbach (1:2) gab es nichts Zählbares, abgerundet wurde das Jahr durch den 2:1-Pflichtsieg über Gallmersgarten. Letztlich kann der TSV recht entspannt auf die restliche Saison blicken.

TSV Elpersdorf (9. Platz, unverändert / 3 Spiele, 9 Punkte)

Dass auch die Elpersdorfer sich aller Sorgen nach unten entledigen konnten, dafür reichten schon drei Partien beim Re-Start. Der Auftaktsieg in Obernzenn (2:1) wurde vergoldet, weil man auch gegen Fichte Ansbach (3:0) und in Oberndorf (1:0) sich auf der Höhe zeigte. Der 9. Rang ist gegenüber den Keller damit sehr solide abgesichert - mit eben jenen neun Punkte, die in nur drei Spielen eingefahren wurden.

1. FV Uffenheim II (10. Platz, +1 / 3 Spiele, 6 Punkte)

Gewissermaßen den Spitzenrang im Abstiegskampf holte sich die 2. Mannschaft der Uffenheimer durch beachtliche sechs Zähler in nur drei Partien. Die Truppe von Dirk Müller erlebte zwar zunächst einen Fehlstart durch das 0:2 in Rothenburg, reagierte aber mit zwei Siegen gegen die Kellerkinder Gallmersgarten (1:0) und Bad Windsheim (2:0). Gesichert ist die Klasse damit freilich noch nicht, aber eine gute Ausgangsposition für 2021 zumindest geschaffen.

TSV Fichte Ansbach (11. Platz, -1 / 3 Spiele, 1 Punkt)

Nach einem rapiden Sturz von einem guten Saisonstart bis auf Rang 11 hat sich der TSV Fichte Ansbach bislang vor dem Fall unter dem Strich erfolgreich wehren können. Dazu reichte beim Re-Start ein 2:2-Remis gegen Lehrberg. Die Niederlagen gegen das deutlich verbesserte Elpersdorf (0:3) und Schalkhausen (1:2) sollten keinerlei Panik auslösen, wenngleich das Abstiegsgespenst freilich weiter präsent ist.

FC Oberndorf (12. Platz, + 2 / 3 Spiele, 6 Punkte)

Ein klares Signal sendet der FC Oberndorf beim Re-Start. Mit sechs Punkten aus drei Partien ging es vom Tabellenende schon mal auf den Relegationsplatz. Dabei zeigte sich der FCO in Torlaune, traf je fünffach gegen Bad Windsheim (5:1) und in Lehrberg (5:3). Nur gegen Elpersdorf klappte es dann nicht wie gewünscht (0:1), dennoch ist der Abstiegskampf durch den Oberndorfer Aufschwung neu entfacht.

FSV Bad Windsheim (13. Platz, -1 / 3 Spiele, 1 Punkt)

Geht es für den FSV Bad Windsheim wirklich in die A-Klasse? Zumindest sieht es nicht sonderlich rosig für den früheren Landesligisten aus. Zwar gelang gegen Marktbergel ein torloses Remis, jedoch sorgten die Niederlagen gegen Oberndorf (1:5) und in Uffenheim (0:2) für arge Ernüchterung. Trainer Marvin Cross musste nach knapp drei Jahren gehen.

SG Gallmersgarten/Gebsattel (14. Platz, -2 / 3 Spiele, 0 Punkte)

Immerhin ließ sich die SG Gallmersgarten nicht abschießen bei ihren drei Partien des Re-Starts, recht viel mehr Positives lässt sich beim neuen Schlusslicht der Liga aber dann nicht finden. Hatte das Jahr 2019 noch mit zwei Siegen so hoffnungsvoll geendet, so darf man bei der SG nun wohl erst einmal drei Kreuze machen, dass bald 2021 kommt. Da wird aber eine deutliche Steigerung benötigt, wenn noch ein Kreisklassen-Jahr folgen soll.

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Tabelle Kreisklasse 2

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
17
53:11
42
2
17
46:21
34
4
16
48:27
31
7
17
46:39
27
8
17
35:23
26
9
17
34:33
26
10
17
20:52
17
11
17
31:48
14
12
17
27:58
13
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit


Formbarometer Kreisklasse 2

Pl.
Team
Tore
Pkt
 
8:2
10
4
Marktbergel
11:3
7
 
11:11
6
 
3:10
6
10
8:9
4
 
Wernsbach-Weih.
2:7
3
Punkte aus den letzten 4 Spielen. Rechtes Kästchen = letztes Spiel, 2. Kästchen v.r. = vorletztes Spiel usw. Farben: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel.

Nach Winterpause Kreisklasse 2


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