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Artikel veröffentlicht am 14.09.2020 um 21:14 Uhr
Spielleitertagung im Bezirk: Kommt die Ligenrevolution 2021/22?
Kurz vor dem Re-Start nach der Corona-Pause hat Thomas Jäger zur Spielleiter-Sitzung geladen - diesmal als Online-Veranstaltung. Dabei ging der Bezirksspielleiter auf die Hygienevorschriften und die Besonderheiten durch COVID-19 ein. In der Saison 2021/2022 könnte es zu einer Revolution in der Liga kommen: Eine Arbeitsgruppe macht sich Gedanken um alternative Spielformen.
Von Sebastian Baumann

Bezirksvorsitzender Dieter Habermann ging sofort nach Beginn der Sitzung auf die kommenden Spiele ein und berichtete, dass ab dem 15. September die Online-Seminare vom BFV angeboten werden, die die Vereine auch besuchen sollten. “Bitte achtet darauf, dass es keine Zuschauertrauben gibt und keiner eng beieinander steht. Es ist wichtig, dass wir gut auftreten und zeigen können, dass unsere Vereine das hinbekommen. Geht 'rum um den Sportplatz und macht die Zuschauer darauf aufmerksam, wenn sie zusammenstehen oder keine Maske aufhaben. Es wird keine Polizeikontrolle geben, aber sicherlich auch den ein oder anderen Nachbar, der bei der Polizei anruft, wenn die Hygienevorschriften nicht eingehalten werden.” Sollte ein Verein die Kabinen nicht zur Verfügung stellen, dann kann er auch beim Gegner und Schiedsrichter anrufen, dass das Hygienekonzept noch nicht umgesetzt werden kann, merkt der Bezirksvorsitzende an und appelliert an die Vereine. “Sollte einer oder mehrere Vereine das Hygienekonzept nicht umsetzen, dann nimmt uns das die Staatsregierung wieder weg, dass wir spielen können.”

Dieter Habermann
anpfiff.info

Ausblick auf die restlichen Spiele

Viel Rückblick konnte Bezirksspielleiter Thomas Jäger freilich nicht bieten, schließlich war seit der Hallenrunde bis auf einen Nachholspieltag Pause im Bezirk. Der komplette Spielplan ist mittlerweile komplett eingebucht, neben dem Ligaspielbetrieb auch der Ligapokal. Die Spiele im Ligapokal müssen wie im Toto-Pokal abgerechnet werden. Es gibt keine Sozialabgabe, keine Meldegebühr und keinerlei Verbandsabgaben. Der Einsatz von den Spielern ist im §34 der Spielordnung geregelt und gilt auch für den Ligapokal, der wie ein Meisterschaftsspiel gilt. Fünf Auswechslungen sind möglich, allerdings nur in drei Wechselfenstern inklusive der Halbzeitpause. “Die Eintrittspreise des Ligapokals entsprechen denen in der Bezirksliga.”

Der Ligapokal soll weiterhin mit Vor- und Gruppenrunde statt. Mit einer knappen Mehrheit von 60:40 stimmten die Vereine für das Modell mit den beiden Gruppenphasen. Sollten in einer Gruppe nicht alle Spiele gespielt werden, greift die Quotienten-Regelung. Der Ligapokal wird bis zum 06.12.2020 gespielt. Eventuell besteht die Möglichkeit am ersten März-Wochenende ein Nachholspiel im Ligapokal zu bestreiten. Das Ligapokalfinale wird auf dem neutralen Platz des SC 04 Schwabach gespielt am 01. Mai 2021 um 15 Uhr.

Hygienevorschriften von der Staatsregierung sind bindend

Zum Thema Hygiene erlässt der BFV keinerlei Vorgaben. Es gelten immer die Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung. Diese Vorgaben sind für euch bindend”, sagt Thomas Jäger. “Der BFV kontrolliert die Vorgaben nicht, weil wir gar nicht das Personal dazu haben, die Kontrolle erfolgt durch das Ordnungsamt und die Polizei und vielleicht das Gesundheitsamt. Bitte kümmert euch drum, dass ihr die Vorgaben einhaltet.” Das Musterhygienekonzept des Verbandes ist aktuell zur Prüfung und Überarbeitung durch die Bayerische Staatsregierung und soll am 15. September abgesegnet sein. Alle Sonderregelungen für den Spielbetrieb in Zeiten von COVID-19 sind im §94 der Spielordnung geregelt.

Thomas Jäger
anpfiff.info

Kein Anspruch auf eine Umkleidekabine und Dusche

Sollte ein Verein aufgrund fehlender Umsetzung der Hygienemaßnahmen keine Kabine und Dusche zur Verfügung stellen können, müssen sich die Heimvereine spätestens drei Tage vor dem Spielbeginn beim Gastverein melden. “Es besteht kein Anrecht auf eine Umkleidekabine oder eine Dusche”, stellt Thomas Jäger klar, der natürlich hofft, dass die Vereine das Musterkonzept bestmöglich umsetzen können. “Im Moment ist es mit den Kabinen und Duschen vielleicht noch nicht so kritisch, aber im November schon.”

Sperren nur noch Zeitstrafen

Alle Sperren bis zu drei Spielen sind Corona-bedingt gestrichen worden. Bis zum Ende der Saison 2019/2021 sind Sperren nur noch Zeitstrafen, das bedeutet der Spieler bekommt mindestens eine Woche Sperre und wird nicht nach Spieltagen gesperrt. Bei Wochentagsspielen sollte deswegen das Bezirkssportgericht informiert werden, damit der Spieler nicht entgegen dem Ansinnen des Urteils für mehr Spiele gesperrt wird.

Hallenmeisterschaft

Für den 30.01.21 ist die Bayerische Meisterschaft in der Halle geplant, die Bezirksmeisterschaft soll am 16. oder 23.01.2021 stattfinden. Allerdings stellt Thomas Jäger klar, dass überhaupt noch geklärt werden muss, ob überhaupt gespielt werden kann. “Solange wir nicht wissen, ob wir in eine Halle dürfen oder können, müssen wir erst einmal abwarten, wie die Regularien sind”, berichtet Thomas Jäger.

60 Prozent der Vereine sind für eine alternative Spielform im Bezirk 2021/2022.
fussballn.de

Saison 2021/22 mit neuen Spielformen?

Der Bezirksspielleiter ging zusätzlich auf die kommende Saison ein. “Wir müssen davon ausgehen, dass wir mit deutlich größeren Ligen spielen durch die erhöhte Anzahl an Aufsteigern und auch der großen Wahrscheinlichkeit, dass es Absteiger aus der Landesliga geben wird”, erklärt Thomas Jäger, der davon ausgeht, dass es 17er- oder 18er-Ligen geben wird und es dadurch zu vielen Wochentagsspielen kommen könnte. Deswegen stellte der Funktionäre die Möglichkeit alternativer Spielformen in den Raum, wie beispielsweise Play-Offs oder Play-Downs. “Das Ziel sollte sein, die Spieltage auf unter 30 zu bekommen.” In der Kurzumfrage stimmten knapp 60 Prozent der Teilnehmer für die Möglichkeit alternativen Spielformen, die nun in einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Thomas Jäger erarbeitet werden sollen. Die Vorschläge sollen den Bezirksligisten in der Wintertagung vorgestellt werden. “Allerdings muss eine alternative Spielform natürlich noch vom Verbandsspielausschuss abgesegnet werden”, schränkt Jäger ein. Zusätzlich machte der Bezirksspielleiter weitere Kurzumfragen (siehe Galerie) bei den Teilnehmern.

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