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Artikel veröffentlicht am 12.09.2020 um 09:00 Uhr
Bezirksliga Süd: Spannung und Vorfreude vor dem Start
Die Bezirksligen stehen in den Startlöchern. Bezirksspielleiter Thomas Jäger lädt am kommenden Montagabend zum Online-Meeting, um seine Vereine auf den Re-Start vorzubereiten. Am folgenden Wochenende soll es dann erstmals seit über einem halben Jahr wieder um Punkte gehen. Wir blicken im Süden mit den drei Vertretern aus dem Fürther Landkreis zurück auf die bald endende Vorbereitung.
Von Marco Galuska
Der ASV Zirndorf mischt noch mitten im Titelkampf mit.
fussballn.de / Schlirf
Dort, wo das vorerst letzte Match ausgetragen wurde, wird die Liga auch wieder aufgenommen: Bei der TSG 08 Roth, die am kommenden Samstag den FV Dittenheim erwartet. Mit 37 Punkten ist Dittenheim aktuell Dritter, aber punktgleich mit dem TSV 1860 Weißenburg und ASV Zirndorf, den beiden Teams davor, und nur einen Zähler vor dem Vierten aus Wendelstein. Und zumindest auch der ESV Ansbach-Eyb hat vernünftige Chancen auf den großen Wurf.

Zirndorf mit guter Vorbereitung, aber zu vielen Gegentreffern


Die 3:6-Niederlage gegen Hersbruck wollen die Zirndorfer im Test-Rückspiel am Samstag wettmachen.
fussballn.de / Schlirf

Dies gilt für eines der drei Teams aus dem Fürther Landkreis, obwohl die Ambitionen im Sommer 2019 nicht derart gelagert waren: Der ASV Zirndorf hat seine Erwartungen bis Ende 2019 absolut übertroffen, steht punktgleich mit dem TSV 1860 Weißenburg, wo das Gipfeltreffen am 26. September nachgeholt wird, oben. Auch wenn der Winter-Neuzugang Daniel Krapfenbauer zum SC Eltersdorf weitergezogen ist, sieht sich trainer Martin Hermann mit seinem Team sehr gut aufgestellt: "Mit Christian Niedermeier und Steven Lange sind zwei Langzeitverletzte wieder dabei und mit Kevin Riemel haben wir noch eine Option mehr hinzubekommen, da sehe ich uns schon gut aufgestellt." Die Vorbereitung verlief überwiegend positiv, auch wenn es die Ergebnisse allein so nicht direkt dokumentieren: "Beim 4:5 Feucht haben wir ein überragendes Spiel gemacht, gegen Vach hätten wir nicht 0:1 verlieren müssen, gegen Wolfstein zuletzt war das ein sehr ordentliches 2:0 bei einer wirklich tollen Fußballatmosphäre", berichtet Hermann, den vor allem die vielen Gegentore beim 3:6 gegen Hersbruck wurmte: "Die Defensive war eigentlich unser Prunkstück, da haben wir jetzt zu viel kassiert. Das müssen wir besser machen", sagt der Coach und bittet sein Team zur Wiedergutmachung, wenn am heutigen Samstag (15 Uhr) sozusagen das Test-Rückspiel in Hersbruck zum Abschluss der Vorbereitung steigt. Inwiefern der Plan mit Liga und Ligapokal in diesem Jahr noch aufgeht, da will Hermann nicht zu optimistisch sein: "Das muss man erst einmal sehen, wie das alles mit Corona und dem Wetter klappt. Der Ligapokal wird da eher ein Bonus sein, den man hinten anhängen kann, auch wenn unsere Gruppe wirklich interessant wäre."

Raitersaich mit Hiobsbotschaft in einer durchwachsenen Vorbereitung

Rico Röder (2.v.r.) wird das Raitersaicher Trikot in diesem Jahr wohl nicht mehr tragen. Seine Verletzung am Knie macht eine Operation nötig.
SVR

Die Zirndorfer Ligapokalgruppe ist mit dem STV Deutenbach, FC Wendelstein und SV Raitersaich in der Tat attraktiv. Letztgenannter Aufsteiger hatte mit einem Quartett vom ASV Vach, vor allem aber mit den als Spielertrainer verpflichteten Röder-Brüdern für Aufsehen gesorgt. Die schwere Verletzung von Rico Röder überschattete nun die Testspiele. Der als spielender Coach geholte Taktgeber im Mittelfeld wird für längere Zeit nicht auf dem Platz stehen können. Und dennoch hat man am Zuckermandelweg mit Sammy Röder, Christopher Uwadia und Torwart Sven Gerstner einige Qualität aus der Landesliga bekommen. Obendrein rückten Keeper Nico Kießling und Lucas Ott aus der Jugend auf, Youngster Noah Zimmermann kam sogar schon in der Vorrunde zum Einsatz. "Mit der Verletzung von Rico muss man sagen, dass unsere Vorbereitung wirklich nicht gut gelaufen ist", sagt der 2. Vorstand Bernhard Kießling. Freilich war nicht alles schlecht, so wie die Siege gegen den ASV Fürth (4:1) und SpVgg Diepersdorf (4:2) zeigten, aber das wetterbedingt abgebrochene Spiel gegen die SpVgg Nürnberg, die mit drei Elfmetern behaftete 3:6-Niederlage gegen den TV 48 Erlangen und vor allem das 2:3 in Burggrafenhof samt der Röder-Verletzung waren so nicht vorgesehen. Freilich, einen Grund zur Panik hat man beim SVR deswegen nicht. Mit 27 Punkten aus erst 16 Partien geht Raitersaich mit einer komfortablen Ausgangsposition ins weitere Rennen. Den Ligapokal würde man trotz des durch die Nachholspiele einigermaßen vollen Spielplans gerne spielen: "Das wären ja fast alles Derbys für uns. Ich denke, wenn der Start nun wie geplant auch stattfindet, könnte das schon noch klappen", hofft Kießling.

Deutenbacher Umbruch: Ergebnisse passen, Spielrhythmus noch nicht

Leon Stöß ist einer der acht Neuzugänge beim STV Deutenbach, die für den Umbruch am Weihersberg stehen.
fussballn.de

Ziemlich viel geändert hat sich beim STV Deutenbach, der einen Umbruch vorbereitet hat und insgesamt acht Neuzugänge präsentieren kann. Zu den bereits vermeldeten sieben neuen Kickern kam nun auch noch Offensivmann Dominik Schäfer aus der Jugend des FSV Erlangen-Bruck zu seinen fußballerischen Wurzeln zurück. "Die neuen Spieler sind super integriert, da gab es keine Probleme. Auch die Ergebnisse in der Vorbereitung waren gut, aber davon sollten wir uns nicht blenden lassen. Die Jungs arbeiten gut mit, aber wir sind noch nicht bei dem Spielrhythmus, zu dem wir nach der langen Pause wieder hinwollen. Man merkt, dass die Automatismen noch fehlen", sagt Trainer Arno Zeilmann. Verloren hat Deutenbach zwar nur den Test beim ASV Vach mit 1:4, was der Coach aber ebenso wenig überbewerten will ("Da haben wir eigentlich gut dagegengehalten.") wie die Siege gegen Neuendettelsau (2:0), Burggrafenhof (4:3), Schnaittach (5:2), Möhrendorf (3:2) und ein Remis gegen Oesdorf (1:1) - allesamt gegen Teams unterhalb der Bezirksliga. Noch wichtiger wie die reinen Ergebnisse ist für die tabellarisch recht komfortabel platzierten Deutenbacher die Tatsache, dass nun endlich Klarheit über den weiteren Verlauf herrscht: "Die Situation war ja für alle über Wochen unbefriedigend. Da machen sich freilich gerade die älteren Spieler so ihre Gedanken. Die Hauptsache ist, dass wir wieder spielen dürfen - und es dabei auch um etwas geht", so Zeilmann, der wie die Nachbarn aus dem Landkreis gerne den Ligapokal spielen würde, aber den von Thomas Jäger vorgegebenen Weg absolut nachvollziehen kann: "Es macht Sinn, dass man den Ligapokal erst einmal nach hinten verlegt - und notfalls auch den Modus noch anpasst.

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Vorschau Bezirksliga Süd

Samstag, 19.09.2020
Hilpoltstein
-
 0:2
Sonntag, 20.09.2020
Raitersaich
-
 0:1
Samstag, 26.09.2020
Sonntag, 27.09.2020
Deutenbach
-
Hilpoltstein
 1:5
-
Raitersaich
 1:1


Tabelle Bezirksliga Süd

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
18
36:13
37
3
18
47:25
37
4
19
50:28
36
5
17
39:24
33
6
18
33:21
31
7
16
36:35
27
8
18
26:20
26
9
18
24:28
25
10
18
25:36
24
11
18
24:35
21
13
18
26:42
16
14
17
16:39
15
15
17
19:33
13
16
18
16:62
3
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

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