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Artikel veröffentlicht am 11.09.2020 um 06:00 Uhr
Rückkehr der Leistungsträger: Dreifaches Comeback für BaKi II
Sie waren absolute Leistungsträger, als der FC Bayern Kickers vor wenigen Jahren ans Tor zur Landesliga anklopfte, nun sorgt das Trio um Alexander Kammerzell, Christoph Krappmann und Alexander Sekita für das Korsett, das die 2. Mannschaft der Kleinreuther in der Kreisklasse halten soll.
Von Marco Galuska
Christoph Krappmann ist nach langer Verletzungspause wieder zurück und will zunächst mit der 2. Mannschaft den Klassenerhalt realisieren.
fussballn.de / Schlirf
Bis zur 90. Minute stand der FC Bayern Kickers in der Saison 2015/16 am letzten Spieltag in der Relegation zur Landesliga, dann raubten späte Treffer auf anderen Sportplätzen den Kleinreuthern die Chance auf einen weiteren Aufstieg. Ein Trio, das damals zu den Leistungsträgern gehörte, wurde in den vergangenen Jahren aus verschiedenen Gründen schmerzlich vermisst. Nun aber steht es wieder zur Verfügung und soll entscheidend mithelfen, dass die 2. Mannschaft weiterhin in der Kreisklasse bleibt, in der der BaKi-Unterbau seitdem Aufstieg 2008 ununterbrochen vertreten ist.

Die sportliche Verantwortung für BaKi II übernahm nach dem Abschied von Edin Kacar (zum FC Eschenau) ein Dreigestirn. Michael Watzinger wird auf dem Trainerposten flankiert vom eigentlichen Kapitän Baris Kiymaz, der sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hat und vorerst ausfallen wird, und eben Alexander Sekita, der nach seiner Rückkehr aus der Bayernliga vom TSV Kornburg wegen Verletzung lange ausgefallen war.

Alexander Sekita coacht mittlerweile mit Michael Watzinger und Baris Kiymaz (von rechts nach links) nicht nur noch von draußen, sondern steht nach langer Verletzungspause auch selbst wieder auf dem Platz.
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Aber nicht nur im Trainer-Team ist Sekita mittlerweile aktiv, auch die mit Sehnsucht erwartete Rückkehr auf dem Platz hat zuletzt gut geklappt. Im Spiel gegen Sparta Noris gelang ihm nach seiner Einwechslung auch prompt ein Tor: "Zunächst einmal bin ich einfach dankbar, wieder auf dem Platz stehen zu können. Ich habe den Fußball schon sehr vermisst. Auch wenn ich von meinen 100 Prozent noch weit entfernt bin, denke ich, dass ich der Mannschaft bei unserem gemeinsamen Ziel helfen kann. Ob es dann gesundheitlich und beruflich auch wieder für die 1. Mannschaft reicht, wird die Zeit zeigen", so der 28-Jährige.

Während Sekita als Allrounder eingesetzt werden kann, ist Christoph Krappmann als absoluter Kopf der Defensive gesetzt. Der großgewachsene Innenverteidiger plagte sich über mehrere Jahre immer wieder mit körperlichen Beschwerden. Aktuell befindet sich Krappmann in beachtlicher Form und könnte ein entscheidender Faktor beim erklärten Ziel des Klassenerhalts bei "der Zweiten" sein.

"Es tut einfach gut, nach so langer Zeit wieder gesund auf dem Feld zu stehen und auch wieder voll mittrainieren zu können. Auch wenn man mit einem Auge ab und zu zur 1. Mannschaft rüber schielt, haben wir auch in der 2. Mannschaft eine gute Truppe mit super Typen beisammen! Wir sind inzwischen als Team gut zusammengewachsen, es macht großen Spaß und es ist ordentlich Zug drin. Die Neuzugänge bringen sich klasse ein und ich hoffe natürlich, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt, zusammen erreichen können", freut sich der Abwehrrecke darüber wieder Teil der Gruppe zu sein.  

Christoph Krappmann führte die 2. Mannschaft in der Vorbereitung als Kapitän.
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Das Trio der Rückkehrer komplettiert neben Sekita und Krappmann auch Alexander "Sascha" Kammerzell, der als Spätaussiedler vor mehreren Jahren aus der Ukraine, wo er Profi war, nach Nürnberg kam. In der Bezirksliga wurde der Edeltechniker und Standardspezialist mit dem feinen Fuß zum wesentlichen Faktor bei BaKi. Beruflich und privat hatte es ihn dann aber nach Würzburg gezogen, der Kontakt an die Neusorgstraße ist dabei aber nie abgerissen, der Pass "und das Herz", wie Kammerzell betont, blieb in Kleinreuth. Der mittlerweile 39-Jährige kehrt nun nach Nürnberg zurück und wird somit auch regelmäßig zur Verfügung stehen.

"Natürlich sind wir wahnsinnig froh, mit den drei Jungs sowohl sportlich als auch menschlich wichtige Stützen für die Mannschaft zurückbekommen zu haben. Genauso wichtig ist allerdings, dass die gesamte Truppe inzwischen gut zusammengewachsen ist, sich als Einheit präsentiert und mit großem Engagement bei der Sache ist", zieht Trainer Michael Watzinger ein zufriedenes Zwischenfazit.   

Alexander Kammerzell war früher Profi in der Ukraine und führte später in der Bezirksliga bei BaKi Regie. 
Mathias Hofmann

Welchen Wert die drei Spieler als Gerüst der Kreisklassen-Truppe haben wird, zeigte sich in der Vorbereitung. Und dies nicht allein daran, dass alle drei sich schon in die Torschützenliste eintragen konnten. Im Test zuletzt gegen eine starke 2. Mannschaft der SpVgg Mögeldorf (1:4) war jene Achse schmerzlich vermisst.

"Die verdiente Niederlage gegen ein gutes Mögeldorf II werden wir genauso wenig überbewerten, wie unsere guten Testspiel-Resultate zuvor. Für uns ging es in erster Linie darum, den Spielern unsere Ideen nahezubringen, Neuzugänge zu integrieren und ganz allgemein die Vorfreude auf den Re-Start zu fördern. Natürlich wissen wir, dass uns bei der Ausgangslage keine einfache Aufgabe bevorsteht, wir haben allerdings in der bislang kurzen gemeinsamen Zeit schon einige Schritte vorwärts gemacht und wollen dort weiter anknüpfen. Hinzu kommt, dass unser Kader verglichen zu Saisonbeginn deutlich breiter geworden ist - wir werden aber auch jeden brauchen, um unser gemeinsames großes Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen", ordnet Watzinger die derzeitige Situation ein.

Sollte am Ende dann tatsächlich jener Klassenerhalt gelingen, hätte auch das "Comeback-Trio" ein weiteres Erfolgskapitel bei BaKi geschrieben.

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Tabelle Kreisklasse 4

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
13
42:25
31
4
13
27:22
23
5
12
18:18
21
6
13
29:28
19
9
13
18:28
14
10
12
23:23
14
11
12
25:34
13
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