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Artikel veröffentlicht am 04.09.2020 um 06:00 Uhr
Re-Start im Kreis mit Ligaspiele: Das Ende vor dem Anfang für den Ligapokal?
"Aufgrund der Ereignisse" meldete sich Thomas Raßbach schon ein paar Tage früher aus seinem Sommerurlaub zurück. Der Kreisvorsitzende Nürnberg/Frankenhöhe appelliert an seine Vereine, ihre Meinung bei der Umfrage zu vertreten und hofft auf den Re-Start zum 19. September. Durch die Verzögerung würde zumindest auf Kreisebene dann direkt mit der Liga fortgesetzt, der Ligapokal müsste zumindest geschoben werden.
Von Marco Galuska
Thomas Raßbach würde im Kreis den Re-Start mit der Liga beginnen.
fussballn.de / Strauch
Als Kreisvorsitzender des BLSV-Sportkreis Ansbach sowie des BFV-Kreises Nürnberg/Frankenhöhe wurde an Thomas Raßbach zu den aktuellen Themen von mehreren Seiten einige Sichtweisen zur Wiederaufnahme des Sports herangetragen. Und ein bisschen steht der Lehrberger derzeit zwischen den Stühlen, wenn man die aktuellen Aussagen von BLSV und BFV hinsichtlich der Politik der Staatsregierung liest.

BFV lässt sich nicht mehr hinhalten

Zum einen machte der BFV am Mittwoch der breiten Öffentlichkeit seinen Standpunkt deutlich. Die Zeit von "Abwarten und Tee trinken" ist für BFV-Präsident Rainer Koch vorbei. Er fordert ein "klares Signal" seitens der Politik und behält sich in Abstimmung mit seinen Vereinen notfalls auch den Gang vor Gericht vor, um eine Gleichbehandlung einzufordern. Das Ziel bleibe weiterhin die Wiederaufnahme des Spielbetriebs zum 19.9. - mit Zuschauern und einem gewissen Vorlauf, damit die Vereine sich darauf einstellen können.

BLSV spricht von verhandelter Freigabe für Mitte September

Auf fussballn.de äußerte sich der BLSV-Vorsitzende Jörg Ammon am Mittwochabend per Kommentar wie folgt: "Der Bayerische Landes-Sportverband hat die weitere Freigabe des Sports mit der Staatsregierung für Mitte September 2020 verhandelt, nachdem Anfang letzter Woche klipp und klar signalisiert wurde, dass es zu keinen Lockerungen am 01.09.2020 kommen wird. Dabei umfassen die weiteren Stufen den Wiedereinstieg in den Wettspielbetrieb von Kontaktsportarten, die Zulassung von Zuschauern analog zu anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Kunst und Kultur und den Sportbetrieb über die Grenzen des Freistaats Bayern. Ferner arbeiten wir an der Öffnung der - meist - kommunalen Sporthallen. Wir arbeiten vielleicht im Hintergrund, halten uns dabei aber nicht zurück."

Ammons Aussage lässt vermuten, dass auch ohne die berühmte Brechstange die lang ersehnte Freigabe bald kommen würde - sofern sich das Infektionsgeschehen nach dem Schulstart im Rahmen hält, wie er am Donnerstag erklärte. Seitens des BFV hält man dagegen, dass die Aussage von Innenminister Joachim Herrmann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, wonach am 14.9. das Thema behandelt werden würde, erst erfolgte, nachdem vom BFV-Präsidium am Dienstagabend der Beschluss einer möglichen Klage gefasst und auch an das Ministerium herangetragen worden war.

Thomas Raßbach appelliert grundsätzlich an die Fußballvereine, dass man sich komplett an der Umfrage des BFV beteiligen möge: "Dabei spielt es dem Grunde nach keine Rolle welche der Varianten ihr auswählt. Aber es ist wichtig, eben überhaupt eine Meinung zu haben." Der Lehrberger verweist mit einer persönlichen Notiz darauf, dass "die Rechtsprechung derzeit in vielen Fällen der Auffassung ist, dass die Verhältnismäßigkeit bei vielen COVID19-Maßnahmen nicht mehr gerechtfertigt ist. Dies trifft meiner Meinung nach jedenfalls und unbedingt auch auf den bayerischen Amateurfußball zu." Insofern befürwortet Raßbach das Handeln des BFV, um notfalls eine entsprechende Anpassung vor Gericht zu erwirken.

Fragezeichen hinter Ligapokal


Für den Re-Start beabsichtigt Raßbach in seinem Spielkreis, dass man - anders als bei den Plänen, die auf den 1.9. ausgelegt waren - mit der Fortsetzung in der jeweiligen Liga starten würde. Inwiefern der Ligapokal angepasst, gekürzt oder gar ganz gestrichen werden muss, wird von der Entwicklung der kommenden Tage abhängen. Eine Formulierung, an die man in 2020 kennt.

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