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Artikel veröffentlicht am 28.06.2020 um 08:00 Uhr
31.10.2017: Mit Finalgon zur Vorentscheidung
Es war eine Art Gipfeltreffen auf der Wacker-Alm am 31.10.2017 in der Kreisliga Nürnberg. Vor guter Kulisse bestand der Tabellenführer SVG Steinachgrund den Härtetest letztlich mit Bravour im Duell der Aufsteiger beim SV Wacker Nürnberg. 
Von Marco Galuska

Zum Abschluss der Hinrunde 2017/18, in der beide Aufsteiger keine Anpassungsschwierigkeiten im Oberhaus zeigten, war am Feiertag alles angerichtet für ein echtes Spitzenspiel auf der Wacker-Alm. Knapp 300 Zuschauer zog das Duell des Tabellendritten gegen den Ligaprimus aus dem Steinachgrund an.

Ein Doppelschlag, der Wirkung zeigte

Von Beginn an enttäuschten beide Teams die hohen Erwartungen nicht und boten ein schnelles und intensives Match. Nach zwölf Minuten kam Gövert nach feinem Pass von Floßmann den berühmten Schritt zu spät. Drei Zeigerumdrehungen später eine erste Schrecksekunde für die Hausherren: Nach einem Freistoß und missglücktem Klärungsversuch köpfte Schubert den Ball unvermittelt an die Querlatte. Nach 22 Minuten schloss der starke Leist ein Solo mit einem platzierten Flachschuss ab, aber Stampka reagierte prächtig. Wacker versteckte sich keineswegs, nur im Abschluss haperte es immer wieder. Babuczki verzog (33.) und Gövert setzte die bis dato beste Möglichkeit des SVW über den Kasten (38.).

Simon Adlung hatte es hier gleich gegen drei Wackeranern zu tun - ein Durchkommen war im ersten Durchgang nur selten möglich.
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Zwar vergab auch Marco Jakl nach tollem Gallo-Zuspiel die Gäste-Führung im Gegenzug, aber wirklich darüber ärgern musste man sich beim Anhang aus dem Steinachgrund nicht. Denn wenige Sekunden später folgte die Führung. Adlung hatte von rechts geflankt, der Abwehrversuch von Holysz per Kopf irritierte letztlich Stampka dermaßen, dass ihm der Ball durch die Hände rutschte und Wellhöfer dahinter mühelos einnicken konnte (38.). Wacker war kurz unsortiert und Stetten schlug gnadenlos zu: Letztlich spielte der überragende Gallo Mittelstürmer Schubert frei, der zum 0:2-Pausenstand traf und beim Pausentee die Zuschauer "vom Stile einer Spitzenmannschaft" sprechen ließ.

Stetten lässt die Muskeln spielen

Fabian Schubert war nach seinem Tor zum 2:0 kaum einzufangen, es war vielleicht der entscheidende Genickschlag für die Gastgeber
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Dem SV Wacker war klar anzumerken, dass man sich mit dem 0:2 noch nicht geschlagen geben wollte. Die Gastgeber versuchten mehr, doch dies hätte schon früh in die Hose gehen können, wenn nicht Schubert (50.) und Marco Jakl (61.) die guten Möglichkeiten zum 0:3 ausgelassen hätten.

Mit der Wärmesalbe kam die Entscheidung

So musste sich die Fischer-Elf in der 72. Minute bei ihrem Keeper Kraft bedanken, der mit zwei tollen Paraden den fälligen Anschluss gegen Trebes verhinderte. Weil Schubert nach einem starken Konter und Vorarbeit von Wellhöfer (73.), wie auch Wellhöfer nach Vorlage des überragenden Gallo (76.) vergaben, haderte Gäste-Coach Fischer damit, dass seine Jungs einfach den Sack nicht zumachten und brachte den angeschlagenen Dorsch ins Spiel. Ein Glücksgriff. Denn dieser hatte gerade erst den Oberschenkel mit Finalgon auf Temperatur gebracht, da setzte er zum Solo an, flankte überragend von der Grundlinie auf Gallo, der mit Übersicht auf Schubert ablegte - 0:3 (77.).

Der Fingerzeig: Tobias Dorsch leitete mit seiner Vorlage die Entscheidung im Spitzenspiel ein.
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Dem SV Wacker muss man anrechnen, dass man sich zu keiner Zeit hängen ließ. Doch bezeichnend für die Abschlussschwäche an diesem Tag war in Minute 84 der Fehlschuss, den der eingewechselte Rico Danninger aus kurzer Distanz in den Fangzaun abgab. Weil auch Kraft gegen Robl zur Stelle war (87.) und am Ende Gallo seinen Kapitän Florian Jakl zum 0:4 mustergültig bediente, fiel das Ergebnis letztlich doch noch happig aus.

Auch der weitere Saisonverlauf sollte sich entsprechend gestalten. Der SVG Steinachgrund sicherte sich in souveräner Manier die Meisterschaft und den Durchmarsch in die Bezirksliga. Für den SV Wacker reichte gerade noch ein Punkt, um die Klasse - zumindest noch für ein Spieljahr - zu halten.

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Spielstenogramm

SV Wacker Nürnberg: Stampka 3,0, Holysz 2,5, Babuczki 3,0, Fryda 3,0, Robl 3,0, Slotta M. 3,5, McCargo 3,5, Floßmann 3,0, Czub 3,5, Gövert 3,0, Bach 3,0 / Ghinda, Zimmer, Danninger R. 3,5 (63.), Wörner (74.), Trebes 3,0 (61.)
SV Gutenstetten-Steinachgrund: Kraft 1,6, Masanetz 2,5, Jakl F. 2,0, Leist Waleri 2,0, Körber 2,0, Brütting 2,1, Jakl M. 2,3, Adlung 2,6, Gallo 1,3, Wellhöfer Jonas. 2,3, Schubert Fa. 2,3 / Schöller, Reichenauer, Gröger 2,8 (74.), Reichel (81.), Dorsch (76.)
Tore: 0:1 Wellhöfer Jonas. (38., Adlung), 0:2 Schubert Fa. (39., Gallo), 0:3 Schubert Fa. (77., Gallo), 0:4 Jakl F. (89., Gallo)
Gelbe Karten: - / Wellhöfer Jonas. - sonstiges Vergehen (38.), Gallo - Foulspiel (51.), Körber - Foulspiel (66.)
Zuschauer: 280 | Schiedsrichter: Sven Bode (DJK Nürnberg-Eibach) 1,7


Tabelle Kreisliga Nürnberg

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
30
84:48
66
2
30
69:30
59
4
30
47:46
47
8
30
60:57
40
9
30
44:49
40
10
30
60:58
40
11
30
47:63
40
12
30
52:64
39
13
30
61:64
39
15
30
55:81
28
16
30
44:67
21
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

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