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Artikel veröffentlicht am 10.06.2020 um 11:30 Uhr
Webinare der Bayernligisten: Ein weiterer Aufsteiger als Zuckerl
Der Bayerische Fußballverband hat in einem Webinar mit allen Bayernligisten einen Vorschlag unterbreitet, wie die laufende Saison der Bayernliga fortgesetzt werden könnte. Neben den Terminplanungen und dem Toto-Pokal wurde auch ein Liga-Pokal-Modell vorgestellt über den der Sieger in die Regionalliga aufsteigt. Los gehen soll es bereits Anfang September.
Von Redaktion
Spiele mit sportlichem Wert hatte der BFV seinen Vereinen versprochen und zumindest in der Bayernliga hat der Verband schon Wort gehalten. Im Webinar mit allen Bayernligisten wurde ein weiterer Platz in der Regionalliga in Aussicht gestellt, der über einen Liga-Pokal ausgespielt werden soll. Dies bestätigten mehrere Teilnehmer unabhängig voneinander übereinstimmend. Vorgestellt wurde das Modell von Verbandsspielleiter Josef Janker, BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher sowie den beiden Bayernliga-Spielleiter Patrick Garbe (Nord) und Andreas Mayländer (Süd).

Verbandsspielleiter Josef Janker
anpfiff.info

Liga in zwei Blöcken ab Mitte September


Vorausgesetzt die rechtlichen Rahmenbedingungen vom Freistaat lassen es zu, wird die Fortsetzung der Saison ab Mitte September (Wochenende 12./13.9.2020) beginnen und zwar in zwei Blöcken. Fünf Spiele plus die Nachholspiele vor der Winterpause, die restlichen Spiele im April und Mai 2021. Saisonende soll der 15. Mai 2021 sein.

Vor dem eigentlichen Rundenbeginn sollen noch zwei Toto-Pokalrunden am 01. und 05. September stattfinden. In der ersten Runde werden zehn Mannschaften aus 20 Teams aus der unteren Tabellenregion der beiden Bayernligen in KO-Spielen ermittelt. In der zweiten Runde am 05. September spielen die zehn Sieger aus der ersten Runde plus die verbleibenden 12 Mannschaften elf Mannschaften aus, die im BFV-Toto-Pokal auf Landesebene starten dürfen. Im Oktober 2020 soll dann der reguläre Toto-Pokal auf Verbandsebene stattfinden, in dem die elf ausgespielten Qualifikanten aus der Bayernliga, die elf Qualifikanten aus der Landesliga sowie die 22 Kreissieger aufeinandertreffen. Im November kommen dann die fünf Drittligisten dazu. Ebenso wie in der Liga soll der Toto-Pokal dann im April/Mai 2021 beendet werden.

Jürgen Faltenbacher
anpfiff.info

Ein zusätzlicher Aufsteiger über einen Ligapokal

Das besondere Zuckerl für die Bayernligisten dürfte vor allem der Ligapokal-Wetbewerb sein, in dem ein weiterer Aufsteiger zur Regionalliga ausgespielt wird. In regionalen Gruppen (zumeist Vierer-Gruppen) mit Hin- und Rückspiel sollen in den spielfreien Zeiten im November und März zwei Finalisten herausgespielt werden, die um einen freien Platz in der Regionalliga spielen. Zusätzlich erhalten die vier Bestplatzierten des Ligapokals einen Startplatz in der 1. BFV-Pokal-Hauptrunde.

"Die LAG empfiehlt hierfür staffelinterne Ligapokale mit Vor-, Zwischen- und Finalrunde, die während der spielfreien Zeiten des Ligaspielbetriebs ausgetragen werden und an deren Ende die jeweiligen Sieger (Bayernliga Nord und Süd) in einem Finalspiel um einen direkten Aufstiegsplatz in die Regionalliga Bayern spielen. Zudem ist eine Verzahnung mit der Saison 2021/22 im Toto-Pokal-Wettbewerb auf Verbandsebene angedacht", heißt es in einer mittlerweile vorliegenden Pressemeldung des Verbandes.

Auch Verbandsspielleiter Josef Janker freut sich über die Lösung: "Der Ligapokal wäre aus meiner Sicht ein sehr attraktives Zusatzangebot, der durch den Regionalliga-Aufstiegsplatz und die direkte Verknüpfung mit dem Toto-Pokal-Wettbewerb ohne Frage einen hohen sportlichen Wert besitzt. Das sehen auch die Vereine der Bayernliga so. Die Resonanz auf den in der LAG erarbeiteten Vorschlag war sehr positiv – kein einziger Klub hat sich gegen die Durchführung eines Ligapokals ausgesprochen“. Mittlerweile hat sich auch der Verband geäußert, was in dem Fall passieren würde, wenn ein Absteiger den Ligapokal gewinnt: Dann würde der Absteiger den Klassenerhalt in der Bayernliga feiern.

Unmittelbar am Lösungsvorschlag in der LAG mitgearbeitet haben German Thiele, Abteilungsleiter beim Süd-Bayernligisten TSV Schwabmünchen, und Fritz Will, 1. Vorsitzender beim Nord-Vertreter FC Viktoria Kahl. „Dass die Saison 2020/21 aufgrund zeitlicher Gründe und fehlender Spieltermine nicht stattfinden kann, ist vollkommen klar – gerade mit Blick auf einen möglicherweise späteren Start als den 1. September oder eine weitere Unterbrechung. Das war die Basis unserer Arbeit in der LAG“, sagt Will. Thiele ergänzt: „Unser Ziel in der LAG war es, den Teams trotzdem einen möglichst attraktiven Rahmenterminkalender anzubieten. Nach intensiven Diskussionen haben wir uns in der Gruppe darauf geeinigt, die Durchführung eines Ligapokals vorzuschlagen, der für die Vereine einen reizvollen Ausgleich zur ausfallenden Spielzeit 2020/21 darstellt. Aus meiner Sicht ist das eine sehr gute Lösung, die nun auch bei den Bayernligisten auf einen breiten Konsens gestoßen ist.“

In einer Arbeitsgruppe mit Vereinsvertretern soll das Modell und auch die Planung für die Fortsetzung finalisiert werden. Der Zuspruch der Bayernligisten war den Verbands-Verantwortlichen jedenfalls schon sicher. Überhaupt verlief das Webinar ruhig und sachlich.

Hinweis: Der Artikel wurde um 14.15 Uhr ergänzt um die Information, dass mit einem Gewinn des Ligapokals eine Spielklasse gewonnen wird. Demnach würde - zumindest theoretisch - ein tabellarischer Absteiger den Klassenerhalt in der Bayernliga mit dem Gewinn des Ligapokals schaffen können.

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