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Artikel veröffentlicht am 27.04.2020 um 19:00 Uhr
Keine Planungssicherheit: ASV Vach würde heute nicht mehr mit Ja stimmen!
Vor einer Woche noch hatte sich der ASV Vach zur Zustimmung für den Verbandsvorschlag einer Saisonfortsetzung durchgerungen. Mittlerweile offenbaren sich die Probleme, welche die aktuell ungewisse Situation mit sich bringt, so dass man in Mannhof derzeit nicht einmal genau weiß, welcher Trainer beim Wiederbeginn die Einheiten mit welchen Spieler leiten sollte.
Von Marco Galuska
Unbefriedigend ist die Lage beim ASV Vach, der sein Abstimmungsverhalten längst überdacht hat.
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Die Entscheidung war keine leichte, das war beim ASV Vach im Zuge der Webinare des BFV hinsichtlich der kurz darauf folgenden Abstimmung schon klar. Letztlich hatte man sich doch gegen das erste Bauchgefühl, das da Abbruch lautete, entschieden und ist dem klaren Wunsch des Verbandes gefolgt. "Für uns war ausschlaggebend, dass uns eine weitere Wechselfrist zugesagt wurde. Und generell ist es natürlich auch gut, wenn man eine Saison sauber beenden kann. Gerne würden wir es sportlich regulär beenden, da denke ich auch an unsere Situation von vor zwei Jahren, als wir um den Aufstieg gespielt haben", erklärt Abteilungsleiter Jürgen Walthier die Beweggründe für eine Entscheidung, die ohne eine genauere Ausgestaltung der Saisonverlängerung schwer gefallen ist.

Jürgen Walthier (links) kann aktuell nicht sicher sagen, ob Norbert Nein bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch als Trainer fungiert. Das hängt mit etwaigen Spielertransfers zusammen.
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Der langjährige Funktionär hätte sich, wie so viele im BFV-Land, schon damals zumindest eine echte Alternative gewünscht: "Ich bin mir ganz sicher, dass wir ein anderes Ergebnis bekommen hätten", sagt Walthier heute mit einer neuen Perspektive, die sich bei Abstimmungen in anderen Landesverbänden gezeigt hat. Bayern preschte mit voller Überzeugung vor mit der aus Sicht des BFV mit Abstand besten Lösung. "Wir wollen für schnelle Klarheit sorgen", hatte BFV-Präsident Rainer Koch mit auf dem Weg gegeben und deklarierte den aufgezeigten Weg insoweit alternativlos, dass man nur dafür oder dagegen (dann aber mit der Hürde außerordentlicher Verbandstag samt Haftungsfreistellung) stimmen konnte. Dass das BFV-Präsidium die Grundsatzentscheidung in einem derart kontrovers diskutierten Thema zunächst einstimmig empfohlen und letztlich auch beschlossen hatte, regt bei dem einen oder anderen eher zum Nachdenken denn zur Bewunderung ob so großer Einigkeit an.

Die versprochene Klarheit lässt noch auf sich warten


Nachgedacht hat man in Vach auch nach der Stimmabgabe intensiv und kommt in der Abwägung der Sachlage mittlerweile zu einer anderen Sicht der Dinge. "Von Planungssicherheit kann leider keine Rede sein. Mit einem Abbruch hätten wir zumindest in den meisten Bereichen eine Planungssicherheit gehabt. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir jetzt nicht einmal genau, welche Mannschaft unter welchem Trainer dann bei einem Wiederbeginn, wann immer der auch sein wird, spielen würde. Die ganze Problematik mit Spielern und Trainern ist auf die Vereine abgewälzt. Da soll jetzt jeder selbst schauen, wie er weiterkommt."

Dabei hatte man in Vach in Zeiten vor Corona eigentlich die Hausaufgaben für die kommende Saison schon zum Großteil gemacht. Nicht nur der Nachfolger von Coach Norbert Nein stand mit Alex Rambau seit dem Winter fest. Auch an die zehn Neuzugänge würden für das kommende Spieljahr kommen, entsprechend viele Spieler auch gehen. Wann und wie der große Umbruch nun vonstatten geht, weiß aktuell so recht aber keiner.

Antonios Araviakis hatte bisher nur einen Pflichtspieleinsatz für den ASV Vach und befindet sich aktuell wieder in der USA.
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Klar war schon vor vielen Wochen, dass nach dem eigentlich geplanten Saisonende sich eine Reihe von Spielern aus Vach verabschieden würden. Zudem ergab sich im Zuge von Corona, dass die Amerikaner Araviakis und Heretyk nun bereits wieder in der USA sind. Mit Yann Ngassa ist ein dritter Winterneuzugang zum Studium nach Würzburg gezogen. Mike Meyer hat es im Winter erneut am Kreuzband erwischt. Weil die Röder-Brüder als Spielertrainer in Raitersaich ab 1.7. anheuern, würde auch das Spielrecht auf dem Papier kaum helfen, sofern es nicht eine - an sich ungewöhnlich genug - dritte Wechselperiode gibt.

Ohne Wechselperiode keine Mannschaft


Diese zusätzliche Wechselperiode nach der Corona-Pause dürfte anderen Klubs wiederum wenig schmecken und sorgte auch schon in den Webinaren für Fragezeichen. Trotz der Bedeutung der Wechselfrage wurde diese vor der Abstimmung nicht genauer definiert. So wurde im Medien-Webinar noch klar verneint (BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher: "Wir sind bei den Vereinen im Wort, dass wir innerhalb Bayerns für Lösungen sorgen, dass wir das Spielrecht nur dann erteilen, wenn die eine Saison beendet ist, und das neue Spielrecht dann, wenn die neue Saison beginnt."), während wiederum nur wenige Stunden später den Landesligisten per Webinar eine Wechselperiode zugesichert wurde, was für die Vacher Situation elementar erscheint, wie Walthier nach wie vor festhält: "Wenn es kein Transferfenster mehr gibt, werden wir wohl kaum eine Mannschaft aus dem bisherigen Kader stellen können. Arbeitsrechtlich ist das sowieso problematisch, da haben wir uns mit den Spielern auseinanderzusetzen. Und letztlich kann man auch keinen zum Spielen zwingen."

Nein oder Rambau?

Alexander Rambau soll den ASV Vach zur kommenden Saison übernehmen. Möglicherweise übernimmt er auch schon nach der Corona-Pause, je nachdem welche Mannschaft dann zur Verfügung stehen würde.
fussballn.de / Strauch

Je nachdem mit welchem Kader - dem noch vorhandenen aus der bisherigen Saison oder den bereits zusammengestellten für das kommende Spieljahr - die Wiederaufnahme der Saison erfolgt, entsprechend würde auch die Trainerpersonalie einhergehen. Entweder würde Norbert Nein weitermachen oder Alex Rambau beginnen. "Es macht ja nur Sinn, wenn ein Trainer eine Mannschaft trainiert, die er auch zusammengestellt hat. Insofern hätte ein Saisonende zumindest darüber Klarheit gebracht, was Spieler und Trainer anbelangt - unabhängig davon, wann wir wieder anfangen können", findet nicht nur Walthier, der in seiner Einschätzung auch weitergeht und "keinen Wettkampffußball in 2020 erwartet. Da würde ja schon ein Fall genügen und alles muss gestoppt werden."

Faires sportliches Ende nach langer Pause anzuzweifeln


Dass dann für einen Großteil der Mannschaften mitunter 15 Monate Pause vom letzten Ligaspiel zum nächsten vergehen würden, lässt auch in Vach daran zweifeln, dass das Ende einer Saison 2019/21 noch, wie erhofft, sportlich fair verlaufen würde. "Ich glaube, nicht nur uns hätte es geholfen, wenn im Vorfeld sich die Länder abgestimmt hätten. So läuft das jetzt überall anders und wird zusätzlich Probleme schaffen", sagt Walthier. Er persönlich hätte sich die nötige Flexibilität für die kommende Saison gewünscht. "Beispielsweise mit einer verkürzten Runde 2020/21. Wenn man das vorher abstimmt, lässt sich auch besser planen." Aktuell hängt man dagegen komplett in der Luft. Das wollte man mit der Stimmabgabe eigentlich verhindern.

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