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Artikel veröffentlicht am 16.04.2020 um 06:00 Uhr
Markus Krensel - Nahaufnahme: "Am meisten habe ich von Uwe Neunsinger gelernt"
MAGAZIN Als Nürnberger unternahm Markus Krensel nun schon des Öfteren einen fußballerischen Ausflug in den Pegnitzgrund. Einst als Spieler des SK Lauf, oder Trainer der SpVgg Diepersdorf. Hohe Stücke hält er von seinem ehemaligen Fußballfachmann beim ASV Vach. Mittlerweile coacht er den TSV Rückersdorf.
Von Uwe Kellner

Wenige Meter neben der DJK Sparta Noris gibt es in Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg mit ihren weit mehr als 500.000 Einwohnern mehrere weitere Sportvereine. Dennoch entschied sich Markus Krensel für die Spartaner als seine sportliche Heimat. In diesem Verein südlich der Altstadt durchlief er alle Jugendmannschaften von der E- bis zur A-Jugend. Der Offensivspieler machte schnell auf sich aufmerksam und weckte bereits als 18-Jähriger das Interesse der DJK Eintracht Süd Nürnberg. Der Weg war nicht viel weiter und sein neuer Verein machte Markus Krensel sofort für die Herrenmannschaft frei. Unter Trainer Norbert Bösendörfer und mit zahlreichen ambitionierten Fußballern im Team gelang auf Anhieb der Aufstieg in die Bezirksliga. Er blieb noch eine Saison dort, ehe es den Torjäger zum SK Lauf verschlug. In der Bezirksoberliga unter Trainer Andreas Buß vwechselte Markus Krensel das erste Mal in seiner Laufbahn außerhalb Nürnbergs in den Spielkreis Pegnitzgrund.

Markus Krensel (vorne links) in der Jugend der DJK Sparta Noris Nürnberg.
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Fürth und Club-Amateure

"Als ich jünger war, hab ich immer meine 15 oder 16 Tore gemacht", erinnert sich Markus Krensel. Prompt folgte ein Probetraining bei der SpVgg Greuther Fürth. Trainer Norbert Hütter, als die Fürther Amateure noch in der Bezirksoberliga aufliefen, nahm Markus Krensel in sein Team auf. Nach einer Saison wechselte der Fußballer erneut.

Es folgte der Schritt zum ASV Vach in die Landesliga. Trainer der Mannhofer war zu jener Zeit Uwe Neunsinger. Die Zeit mit ihm hat Markus Krensel bis heute nicht vergessen. "Er hat ein unheimliches Fußballfachwissen durch seine zahlreichen Weiterbildungen. Damals hatte er sich gerade neues Wissen bei Ajax Amsterdam angeeignet", erzählt Markus Krensel. Rückblickend war Uwe Neunsinger sein prägendster Trainer. "Es war teils hart, hat die Mannschaft aber vorangebracht. Der Uwe war sieben Tage die Woche am Sportplatz, hat beide Mannschaften in Vach trainiert und ist absolut fußballverrückt. Ich bin gut mit ihm klargekommen." Heute, da Markus Krensel selbst Trainer ist, hat er einige Trainingsinhalte seines ehemaligen Coachs übernommen, wie zum Beispiel das Aufwärmprogramm. "Klar muss man das immer ein wenig anpassen, aber die Grundidee führe ich weiter."

Markus Krensel wagte nach seiner Vacher Zeit den nächsten Schritt und wechselte zu den Amateuren des 1. FC Nürnberg, die ebenfalls in der Landesliga kickten. Sein Trainer beim Club war Wolfgang Sandhowe, der gleichzeitig Co-Trainer von Profi-Coach Hermann Gerland war. "Da gab es das körperlich härteste Training, das ich je mitgemacht hatte. Typisch Gerland eben. Man fühlte sich schon fast wie ein Leichtathlet, aber auch das war eine lehrreiche Zeit, aus der ich viel mitgenommen habe", so Markus Krensel. Interessant wurde es, wenn Spieler aus dem Profi-Kader wie Manfred Schwabl oder Frank Baumann bei den Amateuren mitkickten. Außerdem spielte er damals beispielsweise mit dem späteren Heidenheimer Trainer Frank Schmidt oder Fußballlehrer Holger Seitz zusammen, der aktuell die Bayern-Amateure trainiert.

Markus Krensel (li.) im Trikot der SpVgg Greuther Fürth gegen den ASV Zirndorf und seinen Ex-Trainer Norbert Bösendöfer.
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In die Trainerschiene

Später wechselte Markus Krensel zum ESV Flügelrad Nürnberg in alte Gefilde. Nach einem Jahr als Spieler bekam er dort die Gelegenheit als Spielertrainer in der Kreisliga auf die Trainerschiene zu wechseln. Er nahm das Angebot an. Als ehemaliger Landesliga-Spieler rückte er auf die Position des zentralen Mittelfeldspielers zurück, um die Fäden im Spiel seiner Mannschaft zu ziehen. "Das funktionierte gut, obwohl ich davor eher der Außenbahnspieler war. Je älter ich dann wurde, desto weiter hat es mich auf dem Feld nach hinten gezogen", lacht der heute 45-Jährige. Danach nahm er weitere Trainerstationen an, unter anderem bei seinem ehemaligen Verein DJK Eintracht Süd Nürnberg.

Während der Saison 2012/13, als Nachfolger des frühzeitig zurückgetretenen Trainers Frank Ulbricht, kehrte Markus Krensel in den Pegnitzgrund zurück. Er wurde Coach der SpVgg Diepersdorf. "Ich kannte keinen, mich kannte keiner", erinnert sich der Nürnberger. Mittlerweile hatte er den Schritt vom Spielertrainer zum reinen Linientrainer gewagt. "Klar juckte es trotzdem noch, auf dem Spielfeld mitzuhelfen, aber wenn man diesen Schritt vom Spielertrainer zum normalen Trainer geht, sollte man konsequent sein. Man trainiert ja in der Regel nicht mehr richtig mit, ist nicht mehr so fit. Da macht es dann keinen Sinn mehr", findet Markus Krensel. "Für mich ist es so, dass es einfacher als Trainer von außen ist. Du siehst mehr, kannst schneller und ganz anders auf deine Mannschaft in Training und Spiel einwirken und hast einen größeren Einfluss auf deine Jungs." Mit den Diepersdorfern erreichte der Trainer in der Saison 2013/14 nach einer schlechten Vorrunde trotzdem die Teilnahme an der Relegation zur Bezirksliga, die jedoch verloren ging. Es folgte die Trennung.

Im Folgejahr übernahm Markus Krensel das Traineramt des Post-SV Nürnberg, der gerade aus der Bezirksliga abgestiegen war. Diesen Rückschritt mussten Verein, Trainer und Mannschaft erst einmal wieder auffangen. Das gelang mit Bravour. Am Ende der Saison stand Markus Krensel zum zweiten Mal in Folge mit einer Mannschaft in der Relegation zur Bezirksliga. Auf dem Sportgelände des ASV Forth bezwang der Post-SV den TSV Röttenbach mit 1:0. Aufreger war im Sommer 2015, dass der TSV Röttenbach wenige Tage zuvor bereits ein hartes Relegationsspiel gegen den TSV Brand erst in der Verlängerung gewann und dementsprechend mit schweren Beinen ins Spiel ging. "Es war ein Nachteil für sie, das muss man definitiv sagen, aber im Nachhinein war es uns egal", so Markus Krensel.

Markus Krensel (re.) stieg mit dem Post-SV Nürnberg über die Relegation in die Bezirksliga auf.
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Trainer des TSV Rückersdorf


Mittlerweile ist Markus Krensel seit Herbst 2019 zurück im Pegnitzgrund und übernahm während der vergangenen Vorrunde das Traineramt des TSV Rückersdorf als Nachfolger der scheidenden Spielertrainer Christian Kohlenbach und Oliver Eichenmüller. Zuvor hatte er zwei Jahre lang pausiert. "Am Anfang fehlte der Fußball, dann wurde die Zeit mit Frau und Kindern aber immer leichter. Trotzdem war es schön, als der Anruf aus Rückersdorf kam und ich war gespannt, ob es bei mir sofort wieder juckt, oder nicht", erzählt Markus Krensel. Sein alter Mannschaftskollege aus der Zeit beim SK Lauf, Marco Winter, hatte sich an ihn zurückerinnert und kontaktiert. Markus Krensel schaute in Rückersdorf vorbei, übernahm den Trainerjob und war sofort wieder angefixt.

Nach den Abgängen wichtiger Spieler während der abgelaufenen Vorrunde konnte der neue Trainer mit dem Aufsteiger in den letzten Spielen vor der Winterpause nichts mehr reißen. Zur Rückrunde sollte sich das ändern. Die Spieler durchliefen eine anstrengende sechswöchige Vorbereitung. "Alle haben gut mitgezogen, wir waren bereit." Dann jedoch wurde die Saison aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt. Zum aktuellen Zeitpunkt stünde der TSV Rückersdorf auf einem Abstiegsplatz. "Ich bin ganz ehrlich, der Klassenerhalt würde für uns aufgrund der Abgänge schwer werden, wenn die Saison fortgesetzt wird. Würde sie annulliert, wären wir zur neuen Runde weiterhin Kreisligist und könnten mit dem einen oder anderen Neuzugang sicherlich eine bessere Saison spielen." Wie es weitergeht, kann bisher noch niemand vorhersagen. Egal wie: Markus Krensel hat so oder so für die neue Runde bereits verlängert. "Das war eine Sache von 30 Sekunden. In Rückersdorf passt alles und man kann gut mit allen zusammenarbeiten!"

Alle warten, ob und wie es nach der Corona-Krise weitergeht. Markus Krensel hat beim TSV Rückersdorf bereits um eine weitere Saison verlängert.
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Steckbrief Markus Krensel

Markus Krensel
Alter
46
Geburtsort
Nürnberg
Wohnort
Nürnberg
Familie
ledig, 2 Kinder
Nation
Deutschland
Größe
181 cm
Gewicht
86 kg
Beruf
Vertriebsdisponent
Hobbies
Fußball, Reisen
Starker Fuß
Linksfuß
Lieb.-Position
zentrales Mittelfeld ("10er")
Erfolge
Aufstieg in die Bezirksliga mit dem Post SV Nürnberg 2015.
Spielerstationen:
DJK Sparta Noris Nürnberg, DJK Eintracht Süd Nürnberg, SK Lauf, SpVgg Greuther Fürth Amateure, ASV Vach, 1. FC Nürnberg Amateure, FSV Flügelrad

Trainerstationen:

ESV Flügelrad, DJK Eintracht Süd Nürnberg, DJK Langwasser, Trafowerk Nürnberg, SpVgg Diepersdorf, Post SV Nürnberg, TSV Rückersdorf
Markus Krensel
Alter
46
Geburtsort
Nürnberg
Wohnort
Nürnberg
Familie
ledig, 2 Kinder
Nation
Deutschland
Größe
181 cm
Gewicht
86 kg
Beruf
Vertriebsdisponent
Hobbies
Fußball, Reisen
Starker Fuß
Linksfuß
Lieb.-Position
zentrales Mittelfeld ("10er")
Erfolge
Aufstieg in die Bezirksliga mit dem Post SV Nürnberg 2015.
Spielerstationen:
DJK Sparta Noris Nürnberg, DJK Eintracht Süd Nürnberg, SK Lauf, SpVgg Greuther Fürth Amateure, ASV Vach, 1. FC Nürnberg Amateure, FSV Flügelrad

Trainerstationen:

ESV Flügelrad, DJK Eintracht Süd Nürnberg, DJK Langwasser, Trafowerk Nürnberg, SpVgg Diepersdorf, Post SV Nürnberg, TSV Rückersdorf


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