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Artikel veröffentlicht am 23.03.2020 um 18:15 Uhr
Corona-Krise hält Welt in Atem: Wann wird's mal wieder richtig Fußball?
Vieles relativiert sich. In nur wenigen Tagen, aber an jedem Tag wird doch ein wenig mehr deutlich, dass die Welt ein großes Problem hat. Eine Pandemie beherrscht in fast 200 Ländern des Planeten das Tagesgeschehen. Und auch der Volkssport Nummer 1, König Fußball, liegt vorerst auf Eis und muss - ganz ungewohnt - zurückstehen. Eine Rolle, mit der dieser noch zurechtkommen muss.
Von MG
anpfiff.info
So schnell ändern sich also die Themen: Vor gut einem Monat redete Fußball-Deutschland über den Abschied von Jürgen Klinsmann aus Berlin. Der frühere Bundestrainer war überraschend in die Hauptstadt gekommen, noch überraschender war dann sein Abschied – vor allem für die Hertha, die sich dem Spott der Fußballnation ausgesetzt sah, vor allem aber war der frühere DFB-Kapitän nach seinem Abgang in der Fußballgesellschaft im Prinzip nicht mehr tragbar. Klinsmann ist seit Mitte März nun kein Thema mehr. Auch nicht die überraschende Siegesserie des 1. FC Köln, die Abstiegsnöte des früheren Meisters Werder Bremen, das Schwächeln der Roten Bullen aus Leipzig oder die Formstärke des FC Bayern München, trotz Verletzung von Wunderstürmer Robert Lewandowski.

Aufruf zur Solidarität 

Natürlich sind die Bundesligisten nicht gänzlich vom Radar verschwunden. Erst in den vergangenen Tagen starteten die Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich einen bemerkenswerten Spendenaufruf. Er ist in diesen Tagen aber auch nicht die Eilmeldung, sondern eher eine Notiz am Rande. Aber immerhin hebt sich diese positive Nachricht ab von den zahlreichen Nackenschlägen, welche die Ernsthaftigkeit der Situation ein ums andere Mal unterstreichen. Es ist eine Botschaft der geforderten Solidarität, auf die es in Deutschland, in Europa, ja in der ganzen Welt, ankommt.

Wir müssen die Kurve flach halten - flatten the curve! Diese Botschaft, die vor einigen Wochen nur in Kreise von Experten der Medizin und Forschung bereits eine Vorgabe war, wurde mittlerweile zum täglichen Mantra. Pressekonferenzen, die mit Hochspannung verfolgt werden, kommen nicht mehr aus den Profivereinen, sondern höchsten noch von Verbänden, aber vor allem von Wissenschaftlern, wie die des Robert-Koch-Instituts. Es geht um Zahlen, es geht um Krankheiten, Menschenleben - nicht um Punkte, Tabellenränge oder Meistertitel. Es geht um die gelebte Solidarität der Bevölkerung, die sich an die Vorgaben zu halten hat, welche die führenden Politiker (nicht die Trainer) in Bund und Länder in ihren Pressekonferenzen verdeutlicht haben.

„Nur nach Hause gehen wir nicht“

Dem Ohrwurm aus der Ostkurve des Berliner Olympiastadions des Kult-Berliners Frank Zander „Nur nach Hause gehen wir nicht“ wird entschieden widersprochen: Bleibt zu Hause! Stay at home! Der Aufruf ist klar. Der Aufruf ist ungewohnt, für viele noch gewöhnungsbedürftig. Doch die ersten Anzeichen deuten darauf hin, dass die Maßnahmen zur Eindämmung einer noch nie dagewesenen Pandemie gelingen können. Wenngleich Wissenschaftler, Politiker und in zweiter Reihe Sportfunktionäre das „von Tag zu Tag“-Schauen im Stile der Trainer, die „von Spiel zu Spiel“ denken wollen, vorschreiben. Ein vorschneller Blick in die Glaskugel verbietet sich.

Home Office statt Arbeitsplatz im Büro mit Kollegen, Webinar statt direkte Präsenz in Konferenzen sind angesagt. Aber nicht nur die Arbeitswelt muss sich umstellen, auch das Freizeitverhalten wird zwangsläufig angepasst. Der Gang zum Fußballplatz kann derzeit nur als individueller Spaziergang vollzogen werden. Die Sicherheit geht vor.

Nur gut, dass mittlerweile vieles – in Beruf und Freizeit – online zu lösen ist. Beispielsweise sind auch die traditionellen Spielbanken längst nicht mehr die alleinige Möglichkeit zum Glücksspiel. Über das Internet können Sie problemlos und ganz ohne Abendgarderobe Zutritt zu ausgezeichneten deutschen Online Casinos erlangen. Online Casinos haben sich über die Jahre verbreitet und sind eben – entgegen der klassischen Standorte der Spielbanken – recht einfach von überall per Internetzugang verfügbar.

Auch das Mutterland des Fußballs muss warten

Verändert hat sich auch im Sport so einiges im Laufe der Jahre. Die exorbitanten Gehälter der Stars aus den internationalen Topligen stehen im Zuge der Coronakrise und den noch nicht abschätzbaren wirtschaftlichen Folgen so sehr wie nie zuvor auf dem Prüfstand. Ähnlich wie das Bild des universalen Teammanagers früherer Jahre in England, das – um zurück auf Klinsmanns Aus in Berlin zu kommen – der Ex-Hertha-Coach für sich beanspruchen wollte, entspricht längst nicht mehr dem Standard, der heute in der Premier League gilt.

Apropos Premier League. Zwei Siege, so wurde schon vor Wochen ausgerechnet, fehlen dem Liverpool F.C. noch zum Gewinn der Meisterschaft nach 30 Jahren. Dass dies eine reine Formsache ist, muss mittlerweile aus anderen Gründen angezweifelt werden. Bis Ende April hat man auf der Insel den Spielbetrieb in der Premier League vorerst ausgesetzt. Wann zum nächsten Mal wieder der Ball rollen wird und Fans die Möglichkeit haben, Live Wetten auf ihre Lieblingsmannschaft zu platzieren, ist derzeit noch nicht abzusehen. Und es ist auch nicht die dringlichste der aktuellen Fragen.

Die Gesundheit der Menschen ist das oberste Gut. Gerade in Ländern, in denen Corona erhebliche Todesopfer gefordert hat, wird dies auf bittere Art und Weise verdeutlicht. In Deutschland wird das öffentliche Leben, die Wirtschaft auf ein Minimum heruntergefahren, damit die Pandemie einigermaßen in Griff zu bekommen ist. Bald dürften sich erste Erfolge der Strategie ablesen lassen. Die Hoffnung auf eine Bewältigung der Krise ist ungebrochen. Bekanntlich stirbt diese auch zuletzt. Man darf nur hoffen, dass vorher möglichst wenige Opfer hinzukommen werden. Und dann stellt sich auch wieder die Frage, abseits von Terminplänen und Geisterspielen, frei nach Rudi Carell: "Wann wird's mal wieder richtig Fußball?"

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