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Artikel veröffentlicht am 05.11.2019 um 08:30 Uhr
750. Spiel als Trainer: ASV Fürth beschenkte Jubilar Fischer reichlich
Dank seiner fünf Treffer beim 8:1-Sieg seines ASV Fürth war Daniele Ballatore in aller Munde. Dennoch war an diesem Tag genau genommen ein anderer der Mann des Tages: Reinhold Fischer bestritt seine insgesamt 750. Partie als Coach bei den Herren und hatte somit gleich doppelten Grund zur Freude. Bei fussballn.de blickt der Trainerfuchs auf seine bisherige Laufbahn zurück und ordnet die Lage seiner Mannschaft ein.
Von Michael Watzinger
ASV Fürth-Coach Reinhold Fischer durfte sich am Sonntag über einen 8:1-Kantersieg seiner Mannschaft freuen und feierte somit ein besonderes Jubiläum.
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Alles Begann mit einer Roten Laterne

Blickt man auf die Trainer-Laufbahn von Reinhold Fischer zurück, so muss man den Blick weit schweifen lassen: In der Saison 1986/87 startete der Erfolgstrainer sein Engagement an der Seitenlinie beim SC Obermichelbach. Das Zustandekommen dieser Zusammenarbeit war damals mehr einem Freundschaftsdienst geschuldet, wie Fischer verrät: "Ich habe damals im Flachs zu einem alten Freund gesagt, dass er sich melden soll, wenn sie mal einen Trainer brauchen. Tatsächlich kam er dann auf mich zu - und ich stand in der Bringschuld. Ich bin schließlich jemand, der zu seinem Wort steht!" Die erste Spielzeit unter dem Trainer-Novizen war dann nicht gerade von Erfolg gekrönt, am Ende stand nach einer schwierigen Saison der letzte Tabellenplatz geschrieben. Seine Mannen nahmen dies aber nicht allzu schwer, sondern schenkten ihrem Coach am Saisonende sinnbildlich eine Rote Laterne - "die habe ich dann bei mir in den Garten gestellt", erzählt Fischer die Anekdote mit einem Lachen.

Zeit für Geschenke: Nach seiner ersten Spielzeit als Trainer erhielt Reinhold Fischer beim Tabellenletzten SC Obermichelbach eine Rote Laterne - von fussballn.de gab es für sein stolzes Jubiläum einen neuen Schal. 
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Fischer als Coach - eine Erfolgsstory

Was dann folgte, kann nicht anders als mit dem Begriff "Erfolgsgeschichte" beschrieben werden. In der Folge stieg Fischer in seinen gut sechs Jahren mit dem SCO zweimal auf, ehe es ihn zum SV Großhabersdorf zog. Anschließend folgten zehn Spielzeiten beim ASV Fürth, wo der Aufstieg von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga gelingen sollte, bevor er jenes Kunststück auch während seiner Amtszeit beim TSV Cadolzburg (2009-2012) wiederholte. Nach seiner Zeit beim Landesligisten ASV Vach (2012-2014), folgte ein kurzes Intermezzo beim TSV Neustadt Aisch, wo Fischer während einem gefühlten Himmelfahrtskommando ein beachtlicher Klassenerhalt in der Landesliga gelingen sollte. Anschließend verbrachte der Trainerfuchs zwei Jahre in Gutenstetten, wo am Ende erneut der Durchmarsch von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga stand. Seit dieser Saison ist er nun wieder beim ASV Fürth an der Seitenlinie zu finden, wo in diesem Jahr der Klassenerhalt Priorität besitzt und nach drei Siegen in Folge langsam Form annimmt. 

Viele Aufstiege - und ein besonderes Highlight

Beim SC Obermichelbach begann für Reinhold Fischer die Trainer-Laufbahn in der Saison 1986/87.
privat

Angesprochen auf seine bleibendsten Momente, fällt Fischer eine Einordnung schwer: "Jeder Aufstieg ist mit vielen positiven Gedanken verbunden und etwas Besonderes! Was ich aber sicher sagen kann, ist dass der Klassenerhalt in Neustadt wohl mein größter Erfolg als Trainer war. Ich kam damals zu einer Mannschaft, die im Sommer und Winter insgesamt 45 Abgänge verkraften musste und hatte letztlich keine landesligataugliche Truppe mehr. Dass wir mit viel Engagement, Ehrgeiz und Teamgeist am Ende nicht nur den Klassenerhalt feiern konnten, sondern zum Schluss gar den sechsten Rang für uns beanspruchen konnten, war schon eine riesige Sache! Wir hatten uns am Ende gar so viel Respekt erarbeitet, dass die Zweitvertretung der Würzburger Kickers mit dem einen oder anderen Profi gegen uns antrat - das zeugt schon von großem Respekt und hat mich sehr stolz gemacht!"

Nun also wieder der ASV Fürth

Gegen Tuspo Nürnberg (in rot) feierte der ASV Fürth nach anfänglichen Schwierigkeiten einen tollen 8:1-Kantersieg und beschenkte somit Trainer Reinhold Fischer zu dessen Jubiläum.
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Auch seine aktuelle Truppe, der ASV Fürth, scheint sich in den letzten Wochen nach schwierigem Start immer besser zu finden und erarbeitet sich den Respekt der Konkurrenz zurück. So feierte das Team von der Magazinstraße zuletzt drei Siege am Stück - die ersten beiden davon gegen den Post SV und Vatanspor, zweier Aufstiegsaspiranten. Der 8:1-Kantersieg war dann für den ASV und natürlich auch für Fischer die Kirsche auf der Torte und rundete sein Jubiläumsspiel hervorragend ab: "Wir haben in den Spielen davor schon den einen oder anderen Punkt recht leichtfertig liegen lassen. Umso schöner ist es jetzt natürlich, dass sich die Mannschaft langsam für ihr großes Engagement belohnt und wir unsere Ausgangslage deutlich verbessern konnten. Es geht auf jeden Fall voran! Am Sonntag habe ich meinen Spielern vor Anpfiff von meinem Jubiläum erzählt. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit haben sie sich dann immer besser frei gespielt und mir am Ende natürlich eine große Freude bereitet."
Acht Treffer gab es beim ASV Fürth bei Fischers Jubiläum zu bejubeln.
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Weiter Weg zum Klassenerhalt

Von einem entscheidenden Schritt hin zum Klassenerhalt will der erfahrene Trainerfuchs hingegen noch nichts wissen: "So weit sind wir noch lange nicht! Ich habe bereits vor der Saison gesagt, dass es unser Ziel sein muss, bis zur Winterpause in Schlagdistanz zu sein. Das sieht aktuell ganz ordentlich aus, aber wir müssen schon noch weitermachen und Punkte einfahren. Dann können wir uns im Winter gut vorbereiten und im neuen Jahr Vollgas in Richtung Klassenerhalt geben. Wir dürfen jetzt aber nicht den Fehler machen zu glauben, dass es einfach so weiter geht - jeder Gegner in dieser Liga verdient Respekt und wir müssen weiter in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen, um Zählbares mitzunehmen!" Trainer Fischer weiß offensichtlich, wie er mit seinen Jungs umzugehen hat - seit der Übergabe der Roten Laterne ist schließlich auch schon einige Zeit vergangen.

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Die anstehenden Partien



Tabelle Kreisliga Nürnberg

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45:29
35
5
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43:30
29
7
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41:27
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9
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26:29
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10
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35:40
20
12
16
29:30
19
13
16
24:44
19
15
17
30:53
13
17
17
30:69
6
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Formbarometer Kreisliga Nürnberg

Pl.
Team
Tore
Pkt
1
SpVgg Mögeldorf
15:3
12
 
14:3
12
3
11:3
10
4
15:7
9
 
7:5
9
 
DJK Falke
8:12
7
9
9:11
6
 
11:11
4
15
3:9
1
17
Tuspo Nürnberg
3:18
0
Punkte aus den letzten 4 Spielen. Rechtes Kästchen = letztes Spiel, 2. Kästchen v.r. = vorletztes Spiel usw. Farben: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel.

Teamvergleich

 
vs
Tabellenplatz
15
 
11
gewonnene Spiele
5
 
7
Zu-Null-Spiele
1
 
3
Spiele ohne Treffer
5
 
4
Formbarometer*
4
 
12
erzielte Tore
32
 
30
versch. Torschützen
9
 
7
Direkte Duelle **
0
0
3
Team-Vergleich
2
:
6
* Punkte aus den letzten vier Spielen, ** nur Pflichtspiele berücksichtigt.

Trainerstationen R. Fischer

19/20
KL
 
14/15
LL
 
13/14
LL
 
12/13
LL
12/13
BL
 
11/12
KL
10/11
KK
09/10
BL
 
08/09
BL
 
07/08
KL
06/07
KK
05/06
KK
 
04/05
KK
 
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KK
 
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KK
 


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