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Artikel veröffentlicht am 22.10.2019 um 13:00 Uhr
Positive Ansätze und langer Atem: Eintracht Falkenheim will den Bock umstoßen
Die SG Eintracht Falkenheim kam im ersten Saisondrittel unter der Leitung von Neu-Coach Wolfgang Lutz noch nicht wie erhofft zum Zug und steht nach zwei Siegen aus zehn Partien derzeit auf dem Abstiegsrelegationsrang, dem man bereits in den letzten Jahren (teilweise) von der Schippe springen konnte. Nicht nur deswegen ist der aktuelle Chefanweiser zuversichtlich gestimmt, dass man sich gemeinsam nach oben arbeitet.
Von Fabian Strauch
Wolfgang Lutz (rechts) und sein Co-Trainer Klaus Schlicker deuten positive Ansätze, vermissen aber noch die Konstanz bei der SG Eintracht Falkenheim.
Sandra Schneider
Erstes Saisondrittel hinter den eigenen Erwartungen

Zehn Spiele, zwei Siege und drei Remis - so liest sich die bisherige Bilanz der SG Eintracht Falkenheim, die mit Relegationsplatz zwölf nach einem holprigen ersten Saisondrittel "ehrlich zugegeben weit hinter den Vorstellungen" liegt. Diese ehrliche Selbstreflexion gibt mit Wolfgang Lutz ein echter Trainerfuchs zu Protokoll, der auf langjährige Erfahrung im Geschäft zurückgreifen kann und vor der Spielzeit als neue langfristige Lösung auf der Trainerbank der noch jungen Fusion installiert wurde.

Hohe Trainingsbeteiligung als Grundlage für einen langen Atem


Befragt nach dem sportlichen Status quo gibt der 58-Jährige nähere Einblicke in seine ersten drei Monate an der Germersheimer Straße: "Uns war von vornherein klar, dass die Umsetzung unserer neuen Idee einen langen Atem braucht. Durch die stets hohe Trainingsbeteiligung sind die Einheiten sehr vielversprechend und machen richtig Spaß, was durch die hervorragenden Rahmenbedingungen auch qualitativ von meiner Seite ein hohes Entwicklungsangebot zulässt", ist der Coach begeistert davon, dass jedes Training auf einem gepflegten Rasenplatz stattfinden kann. Auch wenn seine neuen Schützlinge in dem ersten Vierteljahr schon "vieles aus dem Training im Spiel umsetzen, aber noch nicht alles gelingt", bescheinigt Lutz seinem Team "ordentliche Leistungen" im ersten Zwischenzeugnis.

Wolfgang Lutz (m.) vermisst gerade offensiv einen echten Brecher mit Durchschlagskraft in vorderster Front.
Sandra Schneider

Selbstreflexion als Ursachenforschung für fehlende Belohnung

Doch weil "die Tabelle bekanntlich nicht lügt", hat die derzeitige Tabellenkonstellation auf dem viel zitierten Schleudersitz durchaus seine Gründe, wie Lutz durchaus selbstkritisch verrät: "Ich muss zugeben, dass ich die Entwicklungszeit ein wenig unterschätzt habe und es doch ein wenig länger braucht, um den nächsten Schritt zu gehen." Gerade zwei seiner drei Neuzugänge vermitteln immer mehr den Eindruck, zu wichtigen Stützen werden zu können: "Serkan Özkan hat sich in der Vorbereitung leider schwer verletzt und fällt vorerst aus. Mehmet Ugur versprüht dafür nach seiner langen Pause immer mehr ein zuversichtliches Niveau und auch Ashunchung Eteng Oben hat in seinen ersten drei Einsätzen angedeutet, uns weiterhelfen zu können." Zum Jahreswechsel will Lutz dann den eingeschlagenen Weg der Kaderverjüngung weitergehen und "die ersten vielversprechenden Jungs aus der A-Jugend nach oben ziehen". Zudem wird noch ein echter Mittelstürmer mit der nötigen Durchschlagskraft gesucht, der die bis dato schwächste Offensive (14 Saisontore, davon neun nach Standards) der Liga beleben soll. Auch die organisatorischen Weichen, die mit neuem Funktionsteam für beide Herrenteams vor der aktuellen Saison gestellt wurden, führen in die richtige Richtung: "Was auch richtig gut greift und sich als sehr harmonisch darstellt, ist die Zusammenarbeit mit Vorstandsmitglied und Abteilungsleiter Felix Steinbach, meinem Co-Trainer Klaus Schlicker sowie dem Trainerteam der 2. Mannschaft. Das führt dazu, dass wir teilweise gemeinsam trainieren und so alle Spieler ein Stückchen vom großen Kuchen abbekommen."

Im Heimspiel gegen den SC Worzeldorf zeigten Felix Steinbach und seine SG Eintracht Falkenheim (in schwarz) eine ansprechende Leistung und belohnten sich beim 3:3-Remis mit einem Teilerfolg.
Sandra Schneider

Sigena-Gastspiel beim Schlusslicht verlegt - Kein Gedanke an verfrühtes Ende

Eben jener Aufwand soll sich nun auch in Zählbarem niederschlagen, wozu sich sein "toller Haufen mit vielen anständigen Jungs oder - wenn man noch den aktuellen Altersdurchschnitt betrachtet - vielmehr Erwachsenen" für den hohen Aufwand selbst belohnen soll. Dabei müssen Lutz und sein Team noch eine Woche länger warten, denn das Gastspiel am Sigena gegen den KSD Croatia wird aufgrund einer Doppelbelegung des Platzes erst im kommenden Jahr folgen. Unabhängig davon soll die bislang "fehlende Konstanz und Galligkeit für die entscheidenden zehn Prozent mehr" gelingen, wie Lutz betont, denn "es wäre fatal, wenn wir mit unseren ordentlichen Leistungen auf Dauer keine Punkte mehr holen." Zur Not darf es dann auch mal ein "dreckiger Sieg" sein, weil es freilich auch "der gemeinsame Anspruch ist, unten rauszukommen."

Auch wenn die bisherigen Ergebnisse, wie einleitend beschrieben, das wahre Leistungsniveau der SGEF nicht in vollem Umfang widerspiegeln, so herrscht "trotz der nach negativen Ergebnissen durchaus vorhandenen Traurigkeit noch lange kein Weltuntergangsstimmung." Mit diesen Worten vorausgeschickt, nimmt man dem Trainer-Urgestein auch vollkommen ab, dass er "bislang nie daran gedacht hat, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen." Genau das wäre mit dem Wissen des benötigten langen Atem wohl auch ein völlig falsches Signal.

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Vorschau Kreisklasse 5

Samstag, 26.10.2019
-
SpVgg Nürnberg
 1:4
Sonntag, 27.10.2019
Worzeldorf
-
 4:1
Sparta Noris
-
 2:3


Tabelle Kreisklasse 5

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
10
24:17
21
4
10
30:20
18
5
10
23:15
18
6
10
30:28
17
7
10
19:19
14
8
10
18:31
12
10
10
22:25
10
11
9
16:18
9
13
10
23:39
6
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Spiele-Bilanz Eintr. Falkenh.

Spiele
16
Siege gesamt
5
Heim-Siege
4
Auswärts-Siege
1
Unentschieden
3
Niederlagen gesamt
8
Heim-Niederlagen
3
Auswärts-Niederlagen
5
:0
Zu-Null-Spiele
2
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
5

Bilanz TSV Falkenheim

Saison
Pl. 
Liga
2021/22
8. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2019/21
8. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2018/19
11. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2017/18
12. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
2016/17
10. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2015/16
9. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2014/15
7. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2013/14
5. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2012/13
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10. 
Kreisklasse 4 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2010/11
10. 
Kreisklasse 4 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2009/10
9. 
Kreisklasse 4 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2008/09
5. 
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2007/08
7. 
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2006/07
7. 
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2005/06
11. 
Kreisklasse Mitte Nürnberg/Fürth
2004/05
2. 
A-Klasse Ost Nürnberg/Fürth
2003/04
7. 
A-Klasse Ost Nürnberg/Fürth
 
2002/03
4. 
A-Klasse Ost Nürnberg/Fürth
 
2001/02
12. 
A-Klasse Ost Nürnberg/Fürth
 
2000/01
14. 
A-Klasse Ost Nürnberg/Fürth
 
1999/00
7. 
A-Klasse Ost Nürnberg/Fürth
 
1998/99
12. 
A-Klasse Ost Nürnberg/Fürth
 
1997/98
12. 
C-Klasse (AK) Nürnberg/Fürth Ost
 

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2021/22
ab 12/2021
2021/22
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2021/22
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