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Artikel veröffentlicht am 08.05.2019 um 15:45 Uhr
Vach mit großer Moral in Würzburg: Erstes Endspiel ist gemeistert, zwei folgen!
Nach der Energieleistung in Würzburg, wo der ASV Vach nach einem 0:3-Rückstand noch ein 3:3-Remis holen konnte, wird der Fokus immer klarer für den Aufsteiger im Saisonfinale. Das Mindestziel der Relegation ist geschafft, doch in den beiden noch ausstehenden Partien gegen Bayern Hof und beim ATSV Erlangen könnte die Nein-Elf sogar auf direktem Wege noch das zweite Bayernliga-Jahr buchen.
Von Marco Galuska
Im Rückspiel holte der ASV Vach noch ein 0:3 beim Würzburger FV auf.
Robert Krapfenbauer
"Ich bin heute noch krank von dem Spiel", sagt Trainer Norbert Nein rückblickend auf das Spektakel, das der ASV Vach am vergangenen Samstag beim Würzburger FV fabriziert hatte. "Wir haben eine ganz schlechte erste Halbzeit gespielt gegen eine starke Würzburger Mannschaft. Das war teilweise überragend, wie die aufgetreten sind. Da hat man schon vor dem Spiel gesehen, wie professionell die das angehen, welch klares System dort verfolgt wird", lobt Nein die Vorstellung der finanziell arg angeschlagenen Unterfranken.

Die "Magenschmerzen" des Vacher Trainers sollten dann auch nicht unbegründet sein. Mit Ansage erzielte Würzburgs Torjäger Dan die Führung: "Das hat mich schon geärgert, dass wir nicht kapiert haben, was zu tun ist. Wir haben überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel gehabt und uns jede Menge Fehlpässe geleistet", so der ASV-Trainer kritisch.

Meleleo mit Tor des Monats

Yuri Meleleo brachte den ASV Vach per Doppelpack zurück ins Spiel.
fussballn.de

In der Pause habe er seine Mannschaft noch einmal wachrütteln wollen, gegen einen Gegner, der zwar große Klasse besitzt, aber für den es punktetechnisch um nicht mehr viel geht. Doch statt eines Anschlusstreffers legte Würzburg sogar das 3:0 zum Start in den zweiten Durchgang nach. Deutete einiges auf eine Klatsche für Vach hin, so stemmte sich die Mannschaft mit toller Moral gegen die drohende Niederlage. Yuri Meleleo brachte mit einem Doppelpack - dabei ein Seitfallzieher der Marke Tor des Monats - den Glauben zurück. Daniel Krapfenbauer bestätigte seine gute Form mit dem 3:3-Ausgleich und am Ende scheiterte Meleleo nur an einer Heldentat eines Würzburger Verteidigers, so dass sogar noch die komplette Wende in der Luft lag. Und dennoch half der Punkt, den Abstand auf den ATSV Erlangen beizubehalten.

Chance auf Klassenerhalt nutzen

Den direkten Abstieg haben die Vacher nun auch rechnerisch verhindert, doch aufgrund der starken Rückserie will man direkt den Klassenerhalt packen: "Wir wollen unsere Chance beim Schopfe packen, ein Endspiel in Erlangen ist unser Ziel", stellt Trainer Norbert Nein unmissverständlich fest. Mit einem Heimsieg gegen Bayern Hof am Samstag hätte man weiterhin alle Karten in der Hand. Sollte der aktuell drei Zähler besser postierte ATSV Erlangen in Sand dann parallel dazu nicht gewinnen, würde Vach ein Sieg - egal mit welchem Ergebnis - zum Saisonabschluss genügen. Andernfalls müsste das 1:2 aus dem Hinspiel aufgeholt werden.

Norbert Nein will mit seinen Vachern die Relegation vermeiden.
fussballn.de

Doch bevor es im Derby zu einem möglichen Endspiel kommt, heißt die Hausaufgabe am Samstag um 14 Uhr SpVgg Bayern Hof: "Das ist eine gute Mannschaft, die zuletzt geschwächelt hat. Es kommt ganz sicher wieder der Tag, an dem sich die Hofer anders präsentieren werden, denn die wollen auch nicht mit so einer Negativserie die Saison beenden. Wir müssen unsere Leistung wieder auf den Platz bringen, geschenkt wird uns nichts!"

Die Stimmung beim ASV ist weiterhin gut, dafür sorgt die Truppe mit den Erfolgserlebnissen: "In der Halbzeit hätte man noch einen Sarg in die Kabine stellen können, nach dem Spiel schaute das wieder ganz anders aus", verrät Nein. Man kann sich schon vorstellen, was also los wäre, wenn in zehn Tagen in Erlangen der Klassenerhalt geschafft werden sollte.

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Spielstenogramm

Tore: 1:0 Dan (11.), 2:0 Müller (45.), 3:0 Fries (47.), 3:1 Meleleo (62.), 3:2 Meleleo (65.), 3:3 Krapfenbauer (72.)
Gelbe Karten: Lorenz (42.), Fries (64.) / Takmak (38.), Hufnagel (48.), Konrad (68.), Esparza (80.), Röder S. (87.) | Gelb-rote Karten: - / Takmak (90.+1)
Zuschauer: 270 | Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV 1862 Scheßlitz e.V.)


Tabelle Bayernliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
32
76:27
70
2
32
77:38
70
3
32
66:36
63
5
32
59:43
56
6
32
55:43
52
8
32
62:70
42
11
32
49:46
39
12
32
54:64
39
13
32
39:58
36
14
32
43:70
33
15
32
41:61
32
17
32
54:80
27
18
32
29:76
27
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

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