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Artikel veröffentlicht am 24.02.2019 um 11:00 Uhr
Nach 2:5-Heimniederlage: Nürnberg braucht ein Futsal-Wunder
Rechnerisch ist für Futsal Nürnberg noch nichts verloren, realistisch betrachtet gleicht die bittere 2:5-Niederlage gegen Germania Ober-Roden aber dem Abstieg aus der Futsal Regionalliga Süd.
Von Marco Galuska

Die einen feierten ausgelassen, lagen sich in den Armen und machten ein Erinnerungsfoto, bei den anderen hingen die Köpfe. Das so wichtige Heimspiel hatte man sich bei Futsal Nürnberg anders vorgestellt - wie so vieles in einer rundum verkorksten Saison, die wohl im Abstieg aus der Regionalliga münden wird.

Schweres Restprogramm benötigt ein Wunder

Die Ausgangslage war klar: Zwei Punkte fehlten den Nürnbergern vier Spieltage vor Saisonende, um einen der drei Abstiegsränge zu verlassen. Der Haken dabei war und ist jedoch das Restprogramm für das Schlusslicht. Anfang März geht es noch zum verlustpunktfreien Meister des Vorjahres TSV Weilimdorf, und auch beim folgenden Gastspiel beim FC Deisenhofen, einer der drei Überflieger in der Liga, sind die Chancen der stark ersatzgeschwächten Nürnberger eher minimal.

Schwache erste Hälfte als Genickbruch

Somit war das Heimspiel gegen die Gäste aus Südhessen schon eine Pflichtaufgabe, wenngleich keine leichte, um am letzten Spieltag ein Endspiel zu Hause gegen Villalobos Karlsruhe zu bekommen. Doch die Nürnberger spielten eine ganz schwache erste Halbzeit. Nach 13 Minuten hieß es 0:3, zur Pause brachte nur der Anschlusstreffer von Paul Schulze-Zachau zum 1:4 einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Indes die Einstellung stimmte nach dem Seitenwechsel. Kämpferisch bot Nürnberg alles, auch spielerisch sah das recht ordentlich aus, nur scheiterte man ein ums andere Mal am Abschluss. Drei, vier Hochkaräter ließen die Hausherren liegen, scheiterten immer wieder am starken Nils Hemmerstädt im Gäste-Tor, ehe der nach langer Verletzungspause zurückgekehrte Sebastian Glauber mit dem 2:4 ein wenig Hoffnung zurückbrachte.

Risiko zahlte sich nicht aus

Ober-Roden näherte sich mit vier Vergehen der Foulgrenze, doch Nürnberg verstand es nicht, weiter entsprechenden Druck auszuüben. Fünf Minuten vor dem Ende nahm Futsal Nürnberg ein Time-Out und wechselte auf Flying Goalkeeper. Die Risiko-Variante ging aber nach hinten los. Die Gäste eroberten den Ball und trafen ins verwaiste Tor - 2:5, die Vorentscheidung. Obendrein stockte Nürnberg das eigene Foulkonto auf. Dass dann der fällige Zehnmeter von Gäste-Kapitän Lovchev krachend an den Pfosten gedonnert wurde, war letztlich nebensächlich.

Germania Ober-Roden feierte einen wichtigen Auswärtssieg in der Noris, dürfte mit nunmehr 17 Zählern auch kommende Saison in der Regionalliga bleiben, wozu die Nürnberger ein Futsal-Wunder benötigen. Durch den 9:4-Sieg von Villalobos gegen Neuried beträgt der Rückstand nun fünf Punkte.

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Ergebnisse Futsal Regionalliga



Tabelle Futsal Regionalliga Süd

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
7
16
62:84
17
8
16
62:91
13
9
17
55:98
12
10
17
49:100
10
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

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