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Artikel veröffentlicht am 06.12.2017 um 14:00 Uhr
Einsatz in verschiedenen Teams: Keine Sonderregelung mehr auf Kreisebene?
2018 ist Wahljahr im BFV auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene: Beim Kreistag werden die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Konkret stehen drei Themen zur Diskussion, die wir heute und in den kommenden Tagen einzeln vorstellen wollen.
Von MG / BFV
Thema 1:
"Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften":


Der §34 der Spielordnung ist sehr komplex. Er regelt den Einsatz von Spielern in verschiedenen Mannschaften des Vereins (Die Erläuterungen der BFV-Passabteilung):

Nach einem Einsatz eines Spielers in der 1. Halbzeit der höheren Mannschaft darf der Spieler in der unteren Mannschaft erst eingesetzt werden, wenn er zwei Meisterschaftsspiele in dieser unteren Mannschaft ausgesetzt hat. Die Einsatzbeschränkung endet in jedem Fall nach Ablauf von 10 Tagen.

Allerdings gibt es eine Sonderregelung für Vereine, deren 1. Mannschaft maximal Kreisliga spielt und deren 2. Mannschaft in einer der untersten beiden Ligen spielt. Dann können sogar bis zu drei weitere beliebige Spieler aus der 1. Mannschaft eingesetzt werden - ohne Sperrfrist. Und diese Sonderregelung steht nun zur Diskussion.

Aktuelle Pro und Contra-Argumente der betroffenen Vereine:
 

Der §34 SpO ist bereits sehr komplex, die Sonderregelung macht die korrekte Anwendung für Vereine noch kniffeliger. Bei falscher Anwendung und dem Einsatz von nicht-spielberechtigten Spielern kommt es allerdings zu Sportgerichtsverfahren und Spielwertungen gegen den Verein. Eine Abschaffung der Sonderregelung würde den Paragraphen vereinfachen und die Wahrscheinlichkeit von Anwendungsfehlern und somit auch von Sportgerichtsverfahren mit entsprechenden Spielwertungen verringern.

Eine Abschaffung der Sonderregelung verringert allerdings auch die Flexibilität beim Einsatz der Spieler. Das trifft insbesondere Mannschaften mit kleinerem Kader und kann im Extremfall auch zu Mannschaftsabmeldungen führen, da Vereine sich nicht mehr in der Lage sehen könnten, genügend Spieler zu stellen, wenn der Spieleraustausch eingeschränkt wird.

Nach den ersten drei Kreistagen (von insgesamt 29 Veranstaltungen) steht bisher ein recht ausgeglichenes Abstimmungsverhältnis: 44 Prozent befürworten eine Abschaffung der Sonderregel, 56 Prozent votieren für eine Beibehaltung!

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Leser-Kommentare

von Gellek am 07.12.2017 08:47 Uhr
Servus miteinander,
Diese Sonderregel abschaffen........Sie ist absolute Wettbewerbsverzerrung!!! Ich kann sowieso nicht nachvollziehen, wer solche Regelungen macht!!!!!
Ähnlich ist es mit der Selbstabsage der Spiele!! Genau die gleiche Wettbewerbsverzerrung.......Viele Verletzte ....sag ich eben ab....

Wahnsinn

LG
von stephan150527 am 07.12.2017 12:05 Uhr
Also ich weiß nicht - Wenn das Pro und Kontra darin besteht, dass die Vereine mit zwei Mannschaften die Regeln nicht richtig anwenden können - Super!
Was ist aber, wenn z.B. ein Dorfverein (ja, die soll es noch geben) mit nur einer Mannschaft in der B-Klasse um den Aufstieg spielt und dann von einer zweiten Mannschaft (die sich mal eben mit drei Spielern aus der ersten in der Kreisklasse verstärkt hat) um ihre fairen Chancen gebracht wird?
Es ist und bleibt einfach unfair und hat mit sportlichem Wettbewerb nichts mehr zu tun, wenn drei Spieler, die zwei Klassen höher spielen, in der unteren Klasse den Wettbewerb verzerren.
von SFGUdo am 11.12.2017 08:23 Uhr
Wir brauchen für unsere zweite Mannschaft diese Ausnahme - sonst können wir die Mannschaft gleich abmelden.
Vernünftiger wäre es doch, alle zweiten Mannschaften in eine B-Klasse zu stecken und die 1. Mannschaften von den jeweiligen Vereinen in eine eigene Liga.
Ich finde es noch viel doofer, dass Landesligaspieler, die mal einen Spieltag pausieren mussten oder erst in der zweiten Halbzeit kamen dann auf Kreisebene spielen dürfen.

Die Termine

Kreistag Nürnberg / Frankenhöhe:
Montag, 26.02.2018, 19:00 Uhr in Nürnberg Gartenstadt

Bezirkstag Mittelfranken:
Samstag, 10.03.2018 in Herzogenaurach

Verbandstag:

Freitag/Samstag 4./5.5. in Bad Gögging 


Hinweis zum Kreistag N/FH

Die offizielle Einladung mit der Anzahl der Delegierten wird den Vereinen im Laufe des Dezembers über das Postfach zugesendet.

Beim Kreistag hat jeder Verein eine Stimme. Hat der Verein eine Herren-, Frauen-, oder Junioren/-innen-Mannschaft im Spielbetrieb, hat der Verein für jede dieser Gruppierungen eine Zusatzstimme (maximal drei Zusatzstimmen). Entfallen auf den Verein mehrere Stimmen, so ist für je eine Stimme ein Delegierter zu entsenden.

Hinweis zum Bezirkstag

Die Anzahl der Delegierten für den Bezirkstag betragen für den Kreis Nürnberg/Frankenhöhe 49 Mitglieder.

Diese werden auf dem Kreistag gewählt. Entsprechende Vorschläge können ab sofort beim Kreisvorsitzenden Thomas Raßbach per Postfach abgegeben werden.

Hinweis zum Verbandstag

Vorschläge für die Delegierten für den Verbandstag können beim Kreisvorsitzenden Thomas Raßbach eingereicht werden.

Hier stehen dem Kreis Nürnberg / Frankenhöhe insgesamt 7 Delegierte zur Verfügung.

Diese werden am Kreistag zur Wahl auf dem Bezirkstag vorgeschlagen und beim Bezirkstag gewählt. Vorschläge für die Bezirkstags-/ und Verbandstagsdelegierten sollten möglichst unverzüglich, spätestens bis 15.11.2017, eingereicht werden.

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