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Artikel vom 11.10.2017
Generationen-Reihe: Die Pommers - vom Spielmacher zum Torjäger
Thomas Wedel (rechts) mit Benjamin Pommer (links) und Vater Jürgen Pommer.
privat
In der Generationen-Reihe beleuchtet Thomas Wedel bekannte Amateurfußballer aus der Region. Die Familie Pommer ist auf den hiesigen Sportplätzen seit Jahren ein Begriff, einst durch Ausnahmespieler Jürgen Pommer, fortgesetzt durch seinen Sohn Benjamin Pommer, der wie kaum ein anderer als waschechter Mittelstürmer und Torjäger gilt.
von Marco Galuska und Thomas Wedel
Wenn man am Vacher Sportplatz über die alten Zeiten und den Aufstieg in Richtung Landesliga spricht, fällt nahezu zwangsläufig der Name Jürgen Pommer. Dabei begann die Laufbahn eines der wohl besten Spieler, die der Amateurfußball in der Region in den vergangenen vier Jahrzehnten gesehen hat bei einem anderen Fürther Verein.

Felix Weber und Jürgen Pommer (re.) im Trikot des ASV Vach in der Saison 1991/92.
Meyer

Jürgen Pommer (Jahrgang 1959) spielte im Nachwuchs der SpVgg Fürth. Beim MTV Fürth spielte er in seinem ersten Jahr bei den Herren, ehe es 1979 zur Fusion mit dem SC Grundig Fürth zum MTV Grundig Fürth kam. Eine Allianz, die durchaus erfolgreich anlief. 1980 verpasste man nur durch ein Entscheidungsspiel gegen TuS Feuchtwangen den Landesliga-Aufstieg, der dann ein Jahr später samt Meisterschaft dem Team von Trainer Fred Hoffmann und Kapitän Reinhold Porsch gelingen sollte.

Als der "erklärte Favorit" ging Cosmos Bad Windsheim mit Trainer Fred Hoffmann und Neuzugang Jürgen Pommer an den Landesliga-Aufstieg.
Repro: fussballn.de

Anfang der 1980er-Jahre war auch die Zeit des FSV Bad Windsheim, im Volksmund in Anlehnung an die Einkaufspolitik in New York auch "Cosmos" Bad Windsheim genannt. Trainer Fred Hoffmann lockte einige bekannte Namen wie Rudi Sturz, Wolfgang Frank, Uli Pechthold oder Peter Niemann zum FSV, aber eben auch seinen Schützling aus Fürther Tagen Jürgen Pommer. 1983 gelang der Aufstieg in die Landesliga.

ASV Vach, Saison 1991/92: Stehend links Trainer Reinhold Porsch, unten links Jürgen Pommer. 
fussballn.de

Für Jürgen Pommer erfolgte in Folge des Umzugs die Rückkehr nach Fürth, genauer zum ASV Vach, wo er eine führende Rolle beim steten Aufstieg von der A-Klasse bis in die Landesliga einnahm. Sein Trainer war der Spielervermittler Paul Paska und später sein früherer Kapitän und Mitspieler Reinhold Porsch. Ein Probetraining beim Hamburger SV schlug Pommer seiner Zeit aus, vielmehr blieb er der Ausnahmekönner im mittelfränkischen Amateurfußball. Sein Abschiedsspiel gab Jürgen Pommer Ende der 1990er-Jahre in der Landesliga mit seinen Vachern mit einer großen Feier beim Auswärtsspiel in Cham.

Benjamin Pommer stürmte in Jugend und bei den Herren für den ASV Vach, wo er mehrfach als Torschützenkönig ausgezeichnet wurde.
Sebastian Baumann

Während Jürgen Pommer als Spielmacher vor allem die Stürmer in seinem Team einsetzte, wurde sein Sohn Benjamin Pommer nur zu frühen Jugendjahren hinter den Spitzen eingesetzt und sollte recht bald selbst in vorderster Front für das Tore schießen zuständig sein.

Begonnen hat "Benni" Pommer (Jahrgang 1988) dort, wo sein Vater die Fußballschuhe an den Nagel hängte - beim ASV Vach. Bis zum ersten Jahr in der D-Jugend (damals trainiert von seinem Vater) blieb er in Mannhof, ehe der Torjäger bis zum ersten B-Jugend-Jahr das Trikot der SG Quelle Fürth trug. Schließlich wurde Dieter Nüssing und der 1. FC Nürnberg auf ihn aufmerksam. Am Valznerweiher spielte er unter Coach Rainer Zietsch, ehe in der A-Jugend Schluss war; es folgte der Wechsel zum SC Feucht, wo er bereits als Jugendspieler von Trainer Norbert Winkler schon Einsätze in der Herren-Bayernliga bekam. Vanco Timov trainierte damals den Viertligisten, für den der Jungspund in einem halben Jahr stolze neun Tore in 16 Partien markierte.

So wurde der aufstrebende SV Seligenporten um Trainer Uwe Neunsinger auf Pommer aufmerksam. In seinem ersten regulären Herren-Jahr gab es dann 2007 ein besonderes Highlight: Als Bayerischer Pokalsieger spielte der SVS in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde, wo man auf Bundesligist Arminia Bielefeld traf, und der eingewechselte Benni Pommer an Keeper Matthias Hain scheiterte, als er die Großchance zum 1:1-Ausgleich auf dem Fuß hatte.

Mittlerweile ist Pommer in Diensten des ASV Weisendorf, mit dem er in die Bezirksliga aufstieg.
Sebastian Baumann

Gekrönt wurde die Saison im Kloster mit dem Aufstieg in die Bayernliga. Da jedoch die Ausbildung bei der Polizei ihre Zeit forderte, andererseits auch viele Freunde beim FSV Stadeln spielten, entschloss sich Benjamin Pommer zu Jahresbeginn 2009 dazu, an den Kronacher Wald zu wechseln. Nach anderthalb Jahre folgte die Rückkehr zum Heimatverein ASV Vach, für den er vier Jahre lang der Torgarant (Torschützenkönig in Bezirksliga, BOL und Landesliga) war und der Aufstieg bis in die Landesliga gelang. Über die Station SG Quelle Fürth und einer erneuten Rückkehr zum Heimatverein in Vach, wechselte er 2016 schließlich zum ASV Weisendorf, wo sein früherer Vacher Trainer Armin Appelt und Mitspieler Dirk Henning bereits aktiv waren. Als spielender Co-Trainer gelang Benni Pommer in der vergangenen Saison die Meisterschaft samt Aufstieg in die Bezirksliga.

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Hintergründe & Fakten

Personendaten
Personendaten


Steckbrief Benjamin Pommer

Spitzname
Benni, Pommes
Alter
29
Geburtsort
Nürnberg
Wohnort
Fürth
Familie
in Beziehung
Nation
Deutschland
Größe
178 cm
Gewicht
86 kg
Beruf
Polizist
Hobbies
Serien gucken, mit Freunden etwas unternehmen und weggehen
Starker Fuß
Rechtsfuß
Lieb.-Position
Sturm
Erfolge
DFB-Pokal-Einsatz 2007, Aufstiege von Kreisliga bis Bayernliga, Torschützenkönig in BZL, BOL und LL

Spielerstationen Benjamin Pommer

15/16
LL
 
15/16
AK
 
14/15
LL
 
13/14
LL
 
12/13
LL
11/12
BOL
10/11
BL
09/10
BOL
 
08/09
BOL
 
08/09
BAYL
 
06/07
BAYL
06/07
 
05/06
 
04/05
 
03/04
 
02/03
 
01/02
 
00/01
 
99/00
 
98/99
 
97/98
 

Karriere in Zahlen B. Pommer

Spiele
248
Spiele gewonnen
106
Spiele unentschieden
62
Spiele verloren
80
Tore gesamt
162
Vereine
7
Aufstiege
4
Abstiege
1

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