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Beitrag vom 13.09.2017
Generationen-Reihe: Die Webers - Matchwinner zur rechten Zeit
Felix Weber (links) mit Sohn Marco und Thomas Wedel.
ASV Vach
In der Generationen-Reihe beleuchtet Thomas Wedel bekannte Amateurfußballer aus der Region. Das Pokalspiel des ASV Vach gegen den SV Seligenporten vor Wochenfrist war für eine Familie ein besonderes: Während die Oma in der Küche des Sportheims half, verfolgte Vater Felix Weber das Spielgeschehen genau, schließlich kickte Sohn Marco bei den Gästen mit.
von Thomas Wedel und Marco Galuska
Es gibt Spiele, die vergisst man nicht. Einen Klassenerhalt per Torerfolg aus dem eigentlich sportlichen Ruhestand heraus zu sichern, ist eine Geschichte. Matchwinner gegen den 1.FC Nürnberg zu sein, das ist eine andere Geschichte einer Partie, die in der Erinnerung bleibt. Es sind Erinnerungen, die in der Familie Weber nun über zwei Generationen geteilt werden können.

Doch der Reihe nach: Felix Weber, Jahrgang 1964, war in den Aufstiegsjahren des ASV Vach bis zur Landesliga als schneller, torgefährlicher Stürmer gefürchtet. Dabei kam Weber, der dann stets seinen Vachern die Treue hielt und auch heute noch regelmäßig die Partien des ASV verfolgt, über eine Privatmannschaft "Eintracht Atzenhof" nach Mannhof.

Der ASV Vach vor der Saison 1991/92 mit Felix Weber (stehend, 2.v.l.).
privat

Zusammen mit Dieter Kerschbaum bildete Weber ein gefürchtetes Sturm-Duo, das dahinter durch die Ausnahmekünste von Jürgen Pommer entscheidenden Anteil am Höhenflug der Vacher hatte. Mit dem Aufstieg in die Landesliga hörte Weber eigentlich auf, die berufliche Laufbahn bei der Polizei hatte Vorrang, zudem kam Sohn Marco 1994 auf die Welt.

Doch im ersten Landesliga-Jahr musste der ASV Vach bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen. Bei der SpVgg Plattling kam es zum "Abstiegsendspiel". Bei den Niederbayern gewann der Underdog aus Mittelfranken mit 2:0. Unvergesslich beim ASV Vach: Ausgerechnet die für diese Partie reaktivierten Oldies Dieter Kerschbaum und Felix Weber ließen mit ihren Toren den Vacher Anhang jubeln.

Felix Weber (Bildmitte) und Jürgen Pommer (re.) im Trikot des ASV Vach im Spiel gegen den TSV Südwest Nürnberg im Mai 1992.
Meyer

Das Spiel, das Marco Weber so schnell nicht vergessen wird, ist erst wenige Tage her. Nach einem 0:1-Rückstand besiegte der SV Seligenporten die Amateure des 1.FC Nürnberg in der Regionalliga Bayern noch mit 3:1. Weber war der Torschütze zum 2:1 und 3:1! 

Drei Tage vorher gab es für Marco Weber das Spiel an jenem Ort, wo sein Vater vor gut einem Vierteljahrhundert für Furore sorgte. Beim ASV Vach war Seligenporten zum Pokalspiel zu Gast. Wie in früheren Zeiten half die Mutter von Felix Weber in der Küche des ASV-Sportheims mit, während der Enkel draußen zum Ausscheiden der Vacher beitrug.

Marco Weber am Ball für den SV Seligenporten im Pokalspiel beim ASV Vach.
fussballn.de

Mit dem Fußball spielen begann Marco Weber beim SV Poppenreuth. Dann wurde der große Nachbar von der SpVgg Greuther Fürth auf das Talent aufmerksam. Ab der D-Jugend durchlief der Mittelfeldspieler alle Jugendteams am Ronhof. Spielte im Anschluss bei den Junioren in der Regionalliga, zeitweise beispielsweise gemeinsam mit Vachs Kai Hufnagel. Seit 2016 ist Weber nun für den SV Seligenporten in der Regionalliga am Ball. In der aktuellen Saison gab es bereits zwei Highlights: ein bemerkenswertes 0:0 gegen den TSV 1860 München und dann den 3:1-Sieg gegen die Club-Amateure - als zweifacher Torschütze. Und dennoch das Pokalspiel in Vach hatte auch seinen eigenen Reiz, das hängt schon mit dem Stammbaum zusammen.

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