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Artikel veröffentlicht am 23.08.2016 um 09:49 Uhr
Sportplatz Original Franz Pruckner: Der Hugh Hefner aus der Tiefe des Raumes
Auch wenn sich ein "Sportplatz Original" nicht exakt definieren lässt, so könnte der 77-jährige Franz Pruckner, der über Jahrzehnten in besonders charmanter und unnachahmlicher Weise die Sportplätze in der Region bereichert, doch als ein Musterbeispiel dafür gelten. Rein optisch zieht "der Franz" als Double von Hugh Hefner schon seine Blicke auf sich.
Von Achim Mletzko

Achim Mletzko, 1. Vorsitzender des FC Bayern Kickers, beschreibt Franz Pruckner als das Sportplatz Original seines Vereins:

Wenn man die Ehre hat, über Franz Pruckner zu schreiben, muss der Laudator an erster Stelle seine unaufdringliche, immerwährende Präsenz im Vereinsleben nennen. Sein Profil und Markenzeichen: Kettenraucher, Ende 70, jung geblieben, mit Fahrrad ständig auf Achse, fit wie ein Turnschuh, und aus der Tiefe des Raumes kommend: Das packen nicht viele!


"Der Franz" ist seit fast 15 Jahren als Torwarttrainer und Mannschaftsbetreuer integraler Bestandteil unseres Vereins. Er kennt jeden Spieler, er ist der erste und letzte bei den Mannschaftsabenden und zwingt die Jungs im Freizeit-Squash immer noch an ihre Leistungsgrenze. Gelungen sind in aller Regel auch die gemeinsamen Disco-Besuche, bei dem ihm ein ums andere Mal der "Hugh-Hefner-Look-alike-Award" verliehen wird und sich die Damenwelt entzückt zeigt.


Doch der Franz ist vor allem seit Jahrzehnten auf den Sportplätzen zu Hause und nicht nur in Nürnberg bekannt wie ein bunter Hund. Erfährt man die Ehre, seine "Mansion" in der Murrstraße zu besichtigen, so bekommt man durch unzählige Mannschaftsbilder einen Eindruck davon, wie sich der nie ruhenden Rentner (nur vor 10 Uhr möchte er in der Regel nicht gestört werden) in seiner Freizeit seit über 65 Jahre dem Fußball verschrieben hat.


Noch heute meistert er die akkurate Vorbereitung des jeweiligen Spieltages bei seinem FC Bayern Kickers, zu dem er einst von Tuspo Nürnberg wechselte, mit der ihm eigenen Ruhe und Umsicht. Nichts kann ihn erschüttern, es sei denn, seine Sportsendung "Doppelpass" ist so spannend, dass bis zum Anpfiff des Heimspiels alles auf die Zehntelsekunde ausgerechnet wird. Da sich die Spannung der Sendung aber erst während der Sendung erschließt, sind es manchmal auch Millisekunden - aber immer vollkommen unproblematisch für die Vorbereitung der Mannschaft und für Franz. Und der Trainer ist auch immer ganz ruhig.


Zu Beginn einer jeden Partie ist Franz dann selbstverständlich Teil des versammelten Funktionärskaders, löst sich aber nach wenigen Minuten wie von Geisterhand in Luft auf und macht sein eigenes Ding. Er trainiert die Jugend für Olympia in einem spontanen Tischtennis-Match oder gibt sich entspannt seiner Leidenschaft "Kaffee mit Zigarette" hin. Wie ein Phantom, aus der Tiefe des Raumes, taucht er bei kritischen Situationen in der Coaching-Zone auf und stellt klar, dass er alle Zügel in der Hand hat. Im Verein hält sich das hartnäckige Gerücht, dass Marek Mintal in seiner erfolgreichsten Zeit bei ihm zu psychologischer Beratung gesehen wurde.


Berechenbar ist Franz Pruckner aber auf gewisse Weise schon: Im Spätsommer verreist er pünktlich für 90 Tage in die Vereinigten Staaten, um seine dort lebende Schwester zu besuchen. Die Fußball-Leidenschaft bleibt aber nicht in der Heimat. In der örtlichen High-School ist er ein geschätzter und mittlerweile bekannter Torwart-Trainer aus Deutschland, der dank Dolmetscher auch für Interviews in der lokalen Presse bereit steht und schon auch dort einige Berühmtheit erlangt hat. Und weil das allein einem rastlosen Original nicht reicht, tritt er auch als Alleinunterhalter auf einen in North Carolina organisierten "German Oktoberfest" mit Akkordeon oder Keyboard auf - "in den Staaten bin ich musikalisch ein gefragter Mann", lässt er sich zitieren.


Jene musikalischen Einlagen kehren dann zur Weihnachtszeit wieder mit einem großen Hallo ins Sportheim seines FC Bayern Kickers zurück. Franz ist sein eigener Herr, spielt seinen Part absolut mannschaftsdienlich, ist kantig, erfahren, und passt deshalb absolut zu Bayern Kickers. Ein BaKi-Original, ein Sportplatz-Original, wie es im Lehrbuch stehen würde.


Dank seinem SPORTPLATZ ORIGINAL Franz Pruckner darf sich der FC Bayern Kickers Nürnberg e.V. nun auf eine Spende durch die SPARKASSE NÜRNBERG in Höhe von 250 Euro freuen!

Habt auch Ihr ein SPORTPLATZ ORIGINAL in Eurem Verein? Dann bewerbt Euch noch bis 30. September 2016 per Mail an sportplatz-originale@fussballn.de.

Teilnahmebedingungen und alle weiteren Informationen findet ihr hier!



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