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Artikel veröffentlicht am 29.05.2010 um 16:43 Uhr
Vach scheitert an der Abschlussschwäche
BezirksoberligaVach abgestiegen, Lauf darf hoffenSK Lauf - ASV Vach 2:1 (2:0)Der gestürzte Landesliga-Dino ASV Vach verlässt nach nur einem Jahr wieder die Bezirksoberliga - und zwar nach unten! Nach einer abermals vermeidbaren Niederlage sind die Fürther Vorstädter abgestiegen. Auch im Endspiel beim SK Lauf wurde das Manko der Mannhofer einmal mehr deutlich. Eine Reihe hochkarätiger Chancen ließ der ASV ungenutzt, während die Laufer effizienter auftraten und sich nun in der Relegation mit dem ASV Zirndorf um den Bezirksoberligaverbleib streiten werden.
Von Marco Galuska
SK Lauf - ASV Vach 2:1 (2:0)

Der gestürzte Landesliga-Dino ASV Vach verlässt nach nur einem Jahr wieder die Bezirksoberliga - und zwar nach unten! Nach einer abermals vermeidbaren Niederlage sind die Fürther Vorstädter abgestiegen. Auch im Endspiel beim SK Lauf wurde das Manko der Mannhofer einmal mehr deutlich. Eine Reihe hochkarätiger Chancen lies der ASV ungenutzt, während die Laufer effizienter auftraten und sich nun in der Relegation mit dem ASV Zirndorf um den Bezirksoberligaverbleib streiten werden.



Die Saison voller Pleiten, Pech und Pannen fand für den ASV Vach ein entsprechendes Ende. Mit 1:2 unterlagen die Vacher beim Sportklub in Lauf und werden nächste Saison in der Bezirksliga spielen. Ob ihnen die Laufer dorthin folgen werden, ist indes noch ungewiss. Durch den Sieg kletterte der SKL immerhin vom letzten Platz auf den Relegationsrang und trifft im ersten Relegationsspiel auf den ASV Zirndorf. Nach dieser "halben Rettung" war die Freude bei den Laufer verständlicherweise gros. Unter der Regie von Aleksandar Abutovic gelang dem SK Lauf eine tolle Aufholjagd, die sie mit zwei Siegen in der Relegation krönen könnten.


Hängende KöpfeZum Verzweifeln: Viele vergebene Chancen sorgten für hängende Köpfe bei den Vachern.
Foto: fussballn.de

Nichts mehr zu retten gab es für Vachs Interimscoach Gerhard Schober (sein Nachfolger Armin Appelt sas als Assistent mit auf der Bank), der in Lauf seine Truppe gut eingestellt hatte, jedoch ihnen auch nicht mehr die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor einimpfen konnte. Fast eine halbe Stunde lang diktierten die Gäste das Geschehen vor einer tollen Kulisse. Mit der besseren Spielanlage kamen die Vacher immer wieder gefährlich vor das Tor des guten SKL-Keepers Mehmet Beloul. Die Laufer leisteten sich immer wieder Fehler im Spielaufbau. So auch in der achten Minute, wo Brütting von Haas nur noch mit einem Foul, das am Rande einer Notbremse lag, stoppen konnte. Den folgenden Freistos setzte Glaser aber über das Gehäuse. Vier Minuten später wurde Brütting über die linke Angriffsseite in Szene gesetzt, schoss aber am langen Pfosten vorbei. Die erste "Hundertprozentige" vergab Michael Bergmann, als er freistehend vor Behloul die Nerven und das Eins-gegen-eins-Duell durch einen schwachen Flachschuss verlor (22.). Weiter waren es die rot gekleideten Vacher, die das Geschehen bei sommerlichen Temperaturen diktierten. Ein kluger Pass von Ortloff auf Kuderna nutzte dieser zu einer Flanke auf Brütting, doch dem glücklosen Stürmer rutschte der Ball bei seinem Flugkopfball über den Scheitel (24.). Als erneut die Vacher über die rechte Seite flankten, wurde Fierus im Zweikampf foulwürdig zu Boden gestreckt, doch die Pfeife von Referee Geiler blieb stumm und die Laufer spielten - ungeachtet des weiterhin am Boden liegenden Fierus - schnell in die Spitze auf den flinken Daniel Rothhaar. Dessen Schuss konnte Lauth gerade noch parieren, doch stand Sturmpartner Marc Schober goldrichtig, um zur 1:0-Führung abzustauben (29.). Der Schock sas tief bei den Vachern. Und es kam noch schlimmer. Einen zu kurz geratenen Rückpass versuchte Lauth nach vorn zu schlagen, traf dabei aber Rothhaar, der den Pressschlag verarbeiten konnte und ins leere ASV-Tor zum 2:0 einschob (34.). Während Lauf seine beiden Chancen des ersten Durchgangs nutzen konnte, schoss Sejans die letzte Vacher Möglichkeit vor der Pause über das Tor (43.).


Lauf - Vach 2:1SKL-Keeper Mehmet Behloul war ein sicherer Rückhalt für die Gastgeber und hielt bis zuletzt den Sieg fest.
Foto: fussballn.de

Kurz nach der Pause brachte Schober mit Distler für Brater einen weiteren Stürmer und die Vacher Chancen verbesserten sich, als Haas erneut Foul spielte und dafür frühzeitig vom Platz geschickt wurde (49.). Abutovic reagierte auf die Hinausstellung und teilweise recht offene Deckung seiner Laufer mit zwei Wechseln. Doch so recht hatte die Heimelf die Ordnung immer noch nicht gefunden und so landete ein langer Ball über die Abwehr bei Brütting der aus kürzester Distanz schließlich Behloul zum 1:2-Anschluss überwinden konnte (65.). Jetzt begann plötzlich wieder das Zittern beim SKL. Vach hatte nun seine beste Phase. Glaser flankte auf Brütting von der rechten Seite, der den Ball aber am langen Pfosten neben das Tor setzte (67.). Nach einer weiteren Flanke von Kuderna landete Brüttings Direktabnahme nur Zentimeter neben dem Tor (69.). Und eine Minute später vergab erneut Brütting eine gute Möglichkeit, als er von der Strafraumgrenze den Ball über das Tor setzte. Nachdem Vach diese hochkarätigen Chancen liegen ließ, fing sich Lauf etwas und der Glaube und der Druck beim ASV auf die Wende nahm spürbar von Minute zu Minute ab. Als Jakl über die rechte Seite gefährlich nach innen passte und seine Hereingabe an Freund und Feind vorbei an der Fünf-Meter-Raum-Linie strich, war die letzte Chance der Gäste vergeben (87.) und der bittere Abstieg wenige Minuten später Gewissheit. 



Lauf:

Behloul, Dörfler (60. Chamza), Loch, Schmidt, Haas, Kemmitzer (50. Bittner), Wölfel, von Delius, Schober (71. Bürner), Aydin, Rothhaar
Vach:

Lauth, Kuderna, Henning, Brater (47. Distler), Bergmann (69. Kaltsounidis), Fierus (79. M. Hahn), Ortloff, Sejans, Jakl, Glaser, Brütting
Tore:

1:0 Schober (29.), 2:0 Rothhaar (34.), 2:1 Brütting (65.)
SR:

Geiler (ATV Frankonia) / Zuschauer:

500
Gelb-Rote Karte:

Haas (Lauf) wegen wiederholten Foulspiels (49.).



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