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Artikel veröffentlicht am 20.01.2023 um 12:00 Uhr
SC Germania will es wissen: Alle Konkurrenten müssen noch nach Schniegling
Der SC Germania Nürnberg ist in der Bezirksliga Nord nicht nur mit Abstand der beste Aufsteiger, sondern wurde auch Herbstmeister der Liga und mischt im weit gefassten und doch so engen Titelrennen mit. Im Winter gab es einige personelle Veränderungen in Nürnberg-Schniegling, mit denen sich die Elf von SCG-Urgestein Serdar Dinc keineswegs im Aufstiegskampf wegducken möchte.
Von Marco Galuska
Serdar Dinc mischt mit seinem SC Germania Nürnberg als Aufsteiger gleich ganz oben mit.
fussballn.de / Oßwald
Bezirksfinale mit voll besetztem Bus

Der Spaß steht im Vordergrund, wenn der SC Germania Nürnberg sich morgen zur Hallenbezirksmeisterschaft (ab 14 Uhr, Live-Ticker auf fussballn.de) nach Herrieden begibt. "Aber nur drei Spiele spielen und dann wieder heimfahren, das ist jetzt auch nicht unser Ziel", sagt Coach Serdar Dinc, der mit dem Auftritt seiner Jungs beim Kreisfinale am Berliner Platz weitgehend zufrieden war. Einzig im Halbfinale patzten die Germanen und unterlagen verdient dem späteren Sieger Türkspor Nürnberg mit 0:2. Die übrigen vier Partien gewannen die Schnieglinger, die sich eigentlich in die Rolle des Titelanwärters spielten, dann aber sehr deutlich und qualifizierten sich entsprechend verdient für den Bezirk.

Nur gegen Türkspor Nürnberg stolperte der SC Germania beim Kreisendturnier.
fussballn.de / Gitzing

"Das Halbfinale zu erreichen, und das dann auch besser zu spielen, das wäre schon cool. Vor allem haben wir ja auch einen deutlich größeren Kader und einige Fans dabei", so Dinc zur Zielausrichtung, wenn er mit seiner Truppe und Anhang in einem voll besetzten Bus anreisen wird.

Zwei Debütanten im Germania-Dress

Mit Yakup Mert und Safak Simsek sind zwei Akteure dabei, die am Dreikönigstag in Nürnberg noch gefehlt haben, mit Niculae Oltean und Göktug Ercedogan laufen auch zwei Neuzugänge erstmals im Germania-Dress auf. Oltean spielte bis zum Ende der vergangenen Saison noch in der Bayernliga beim SC Feucht und pausierte dann. Der 39-Jährige besticht noch immer mit einer herausragenden Fitness und ist flexibel einsetzbar. Ercedogan ist eigentlich schon seit längerer Zeit bei Germania, die Freigabe kam aber erst zum Jahresbeginn. Die Vita des gebürtigen Fürthers ist durchaus interessant: "Er hat in der Jugend bei Denizlispor gespielt und dort auch einen Profivertrag erhalten, doch aufgrund einer schweren Verletzung als A-Jugendlicher hat sich das dann doch zerschlagen. Seit dem Sommer ist er zum Studium hier und hat jetzt endlich auch die Freigabe für uns erhalten", klärt Dinc über den 20-Jährigen auf.

Niculae Oltean spielte in der vergangenen Saison noch für den SC Feucht, entschloss sich dann zu einer halbjährigen Pause.
fussballn.de

Wegweisende Heimspiele

Der (womöglich) letzte Hallenauftritt des Winters ist für die Germania eine Überleitung zum Trainingsauftakt am 29. Januar am Platz. Schon zuvor gab es Laufpläne und Krafteinheiten, denn ausruhen auf die bisher so erfolgreiche Saison will man sich beim SCG nicht, wie Dinc unterstreicht: "Der Start im März wird schon einiges entscheiden und die Richtung vorgeben. Wir haben Bock drauf, oben dabeizubleiben - und gerade zu Hause fühlen wir uns ja wohl." Mit jenem Hinweis auf den weiteren Spielplan zeigt sich, dass die Germanen sämtliche Rückrundenspiele gegen die Konkurrenten aus der breiten Spitzengruppe auf heimischem Geläuf austragen dürfen. Nach dem Pokal-Halbfinale gegen Vach geht es in der Liga mit den Heimspielen gegen Weisendorf und Mögeldorf gleich zur Sache.

Gegen Schwaig und in Baiersdorf hat Germania schon in der Rückrunde gespielt und - wie auch das letzte Match vor der Winterpause in Neunkirchen - verloren. "Hinten raus war es schon echt schwer, dass wir die Ausfälle, vor allem in der Innenverteidigung, kompensieren konnten. Das hat uns Punkte gekostet. Wir haben zwar einen großen Kader, aber wenn auch der Ersatz auf der Position dann auch noch verletzt ausfällt, wirkt sich das immer weiter aus. Wir waren echt froh, als dann die Winterpause da war", sagt der Trainer des Herbstmeisters, der trotz der drei Pleiten am Jahresende noch immer in Schlagdistanz nach ganz oben liegt und auch im direkten Vergleich in den meisten Fällen gute Karten hat.

Beusch, Bölük und Viteritti gehen - sechs Neuzugänge

Giuseppe Viteritti ist zum SC 04 Schwabach gewechselt.
Detlef Knispel

Freilich galt es den Abgang von Senkrechtstarter und Topscorer Alexander Beusch zu den Amateuren der SpVgg Greuther Fürth zu verkraften. Positionsgetreu hat man hierfür Emir Aziri von der Turnerschaft Fürth holen können. Außerdem kamen mit Henoc Agbessi vom TSV Buch und Ernest Njanke sowie Rückkehrer Torwart Julian Hofmann (beide vom ASV Fürth) weitere junge Spieler hinzu. Mit Oltean und Ercedogan sind es also sechs Neuzugänge im Winter.

Auf der Gegenseite stehen drei Abgänge: Neben Beusch hat mit Giuseppe Viteritti (zum SC 04 Schwabach) ein weiterer Youngster den Sprung in eine höhere Liga gewagt. Zur sportlichen Trennung kam es indes mit Torjäger Akin Bölük, dessen neues Ziel noch nicht bekannt ist. Dem Vernehmen nach könnte es den 33-Jährigen unweit der Germania in Richtung Fuchsloch zum Kreisligisten SSV Elektra Hellas ziehen.

Kommen die Langzeitverletzten zurück?

Alexandros Nikopoulos (r.) wurde in den letzten Spielen vor dem Winter schmerzlich in der Innenverteidigung vermisst.
fussballn.de

Entscheidend für den weiteren Saisonverlauf der Germanen dürfte aber auch sein, inwieweit sich das Lazarett im Laufe der Vorbereitung lichtet. Jan Holysz (Knieverletzung), Talal Bazzi (Syndesmosebandverletzung), Alexandros Nikopoulos (Adduktoren), Georgios Tornikidis (Rippenverletzung) oder Leon Curri (Kreuzbandriss) sind Beispiele für Ausfälle potenzieller Stammkräfte. Die über weite Strecken sattelfeste Innenverteidigung hatte am Ende nur noch mit Pascal Tischler eine hierfür vorgesehene Stütze. Eine weitere Option könnte sich im Laufe der kommenden Wochen ergeben: Max Buttenhauser, der verletzungsbedingt nach der Winterpause 2021/22 nicht mehr im Einsatz war, will es noch einmal probieren.

Wird Maximilian Buttenhauser nach seiner langen Verletzungspause noch einmal zu einem Faktor für den SC Germania?
fussballn.de

Um gut vorbereitet in die Liga zu starten, geht es vom 19. bis 26. Februar wieder ins Trainingslager nach Belek. Um die 30 passive Mitreisende sorgen dafür, dass es mit bis zu 75 Personen auch gleichzeitig ein echter Vereinsausflug wird. Für die Kicker dürfte das Programm sicher etwas anders aussehen, schließlich hat man 2023 noch einiges vor.

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Tabelle Bezirksliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
2
20
45:40
36
3
20
44:31
35
4
19
36:30
33
5
19
38:28
33
6
19
35:24
33
8
19
33:30
28
9
20
40:38
25
10
19
33:36
24
11
19
31:35
23
12
19
28:39
21
13
19
41:50
21
14
19
35:51
21
15
19
31:35
17
16
19
14:32
10
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

Bilanz SC Germania Nbg.

Saison
Pl. 
Liga
2022/23
5. 
Bezirksliga Mittelfranken Nord
 
2021/22
1. 
Kreisliga Nürnberg
2019/21
1. 
Kreisklasse 4 Nürnberg/Frankenhöhe
2018/19
13. 
Kreisliga Nürnberg
2017/18
12. 
Kreisliga Nürnberg
 
2016/17
7. 
Kreisliga Nürnberg
 
2015/16
11. 
Kreisliga Nürnberg
 
2014/15
6. 
Kreisliga Nürnberg
 
2013/14
1. 
Kreisklasse 4 Nürnberg/Frankenhöhe
2012/13
2. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2011/12
6. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2010/11
2. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2009/10
10. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2008/09
11. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2007/08
3. 
Kreisklasse 5 Nürnberg/Frankenhöhe
 
2006/07
13. 
Kreisliga Nürnberg
2005/06
12. 
Kreisliga Nürnberg
 
2004/05
1. 
Kreisklasse Ost Nürnberg/Fürth
2003/04
3. 
Kreisklasse West Nürnberg/Fürth
 
2002/03
4. 
Kreisklasse West Nürnberg/Fürth
 
2001/02
14. 
Kreisliga Nürnberg
2000/01
2. 
Kreisliga Nürnberg
 
1999/00
2. 
Kreisliga Nürnberg
 
1998/99
1. 
Kreisklasse Ost Nürnberg/Fürth
1997/98
3. 
B-Klasse (KK) Nürnberg/Fürth Ost
 
1932/33
8. 
Bezirksliga Nordbayern
 

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