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Artikel veröffentlicht am 19.01.2023 um 15:00 Uhr
Wechselspiele bei Vatanspor: Transfer-Hattrick soll Abgänge kompensieren
Ende November gelang Vatanspor mit der Verpflichtung von Ausnahmespieler Ismail Yüce ein echter Wechsel-Coup, ehe das Kreisliga-Spitzenteam in den letzten Tagen gar mit weiteren Zugängen nachlegte. Eine Transferoffensive im Winter sieht Trainer Michael Green dennoch nicht vollzogen, vielmehr machten ein paar Abgänge die Veränderungen in seinen Augen erst nötig.
Von Michael Watzinger
Anthony Janin (r.) entwickelte sich bei Vatanspor zu einer wichtigen Stütze, nun wechselte der Mittelfeldmann in die Landesliga.
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Einige Veränderungen - Vatanspor auch in der Pause gefordert

Es hätte für die Verantwortlichen von Vatanspor eine durchaus ruhige Winterpause werden können: Das Team liegt mit 39 Punkten aus 18 Partien auf Tuchfühlung zur Spitze in der Kreisliga Nürnberg und mit der Verpflichtung von Ausnahmekönner Ismail Yüce konnte dem Kader bereits Ende November ein vielleicht entscheidendes Mosaik-Teilchen im Kampf um den Aufstieg hinzugefügt werden.

Ganz so ruhig wie erhofft verlief das restliche Transferfenster im Anschluss dann aber doch nicht mehr, in der Mannschaft von Michael Green standen fortan ein paar Umbaumaßnahmen an: "Nach der bislang wirklich tollen Runde hatten wir eigentlich nicht vor, den Kader im Winter großartig umzubauen. Wir mussten dann aber vor allem auf die Abgänge von drei Leistungsträgern reagieren und haben uns deshalb noch einmal auf die Suche begeben. Insgesamt gab es so zwar ein paar Veränderungen, gemessen an so manchem Transferfenster der Vergangenheit war es aber auch nichts Wildes ", beschreibt der 42-jährige Trainer die Situation im Winter mit einem Schmunzeln.

Neben dem recht frühzeitig feststehenden Abgang von Mittelfeldmann Sercan Celik zur Turnerschaft Fürth suchte Leistungsträger Anthony Janin beim Landesligisten FSV Erlangen-Bruck eine neue Herausforderung ("Diese Chance wollte und durfte sich Anthony nicht entgehen lassen") und auch Innenverteidiger Mirachan Ünver (Türkspor Nürnberg) brach seine Zelte bei Vatanspor ab. Obendrein verließen mit Emre Turan und Aras Varis zwei Spieler aus dem erweiterten Kader das Team in Richtung Türkspor Freystadt.

Sercan Celik (in grau) gehört zu einem Quintett an Abgängen und schloss sich im Winter dem Ligakonkurrenten Turnerschaft Fürth an.
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Transfer-Hattrick keine einfache Aufgabe

Beim Kreisliga-Dritten musste deshalb doch noch einmal nachjustiert werden. Mit Abbas Banitorfi Zadeh kam ein Schlussmann von der DJK Sparta Noris, ehe in den letzten Tagen mit Defensivmann Burak Cihan (TSV Röthenbach), Mittelfeldakteur Jermaine Anderson (DJK-SC Oesdorf) und Offensivspieler Tolga Toker (Turnerschaft Fürth) gar noch ein Transfer-Hattrick gelingen sollte, der die Zugangsseite anwachsen ließ und den Wechsel-Saldo im Winter zahlenmäßig ausgleichen sollte.

"Die Wechsel im Winter sind ja von Haus aus keine einfache Sache. Bei Ismails Wechsel hatten wir Glück, dass sich die SGV als äußerst fairer Verhandlungspartner erwiesen hat. Nachdem unsere Abgänge diesmal erst recht spät festgestanden hatten, waren unsere Möglichkeiten sogar noch weiter zusammengeschrumpft - wir mussten schließlich nach Spielern suchen, die schon länger nicht mehr für ihre Vereine im Einsatz und deshalb frei waren. Insgesamt bin ich mit den Neuzugängen aber sehr zufrieden, sie alle bringen eine gewisse fußballerische Ausbildung mit und haben in Jermaines, Buraks und Tolgas Fall sogar bereits eine Vatan-Vergangenheit. Die Jungs kennen sich also größtenteils schon sehr gut, sodass aus meiner Sicht keine große Eingewöhnungszeit eingeplant werden muss. Trotz einiger Veränderungen sehe ich uns für die anstehenden Aufgaben gut aufgestellt"
, zieht Green ein insgesamt durchaus zufriedenes Wechsel-Fazit.

Offensivmann Tolga Toker (am Ball) war Teil eines Vatanspor-Transfer-Hattricks und soll dabei mithelfen, die Abgänge abzufangen.
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Vorfreude auf den Saisonendspurt

Die Vorzeichen für eine weiterhin erfolgreiche Runde scheinen also durchaus gegeben. Dem Zufall überlassen will man im Vatan-Lager derweil freilich nichts: Vom 11. bis zum 18. Februar geht es für das Team ins Trainingslager nach Antalya, wo an wichtigen Stellschrauben gedreht werden soll. "Die Jungs sind schon ganz heiß. Binnen kürzester Zeit haben wir die Zusagen von 16 Feldspielern und zwei Torhütern für das Trainingslager gehabt. Überhaupt zeigen meine Spieler ein großes Maß an Eigenverantwortung - viele haben sich auch während der Pause mit eigenständigen Läufen fit gehalten und machen einen richtig guten Eindruck. So macht das Arbeiten natürlich Spaß und wir wollen unser Bestes geben, um in dieser starken und anspruchsvollen Kreisliga auch nach der Winterpause eine gute Rolle zu spielen. Wir freuen uns auf jeden Fall schon darauf, wenn es wieder losgeht", so Green.

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