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Artikel veröffentlicht am 06.08.2022 um 16:00 Uhr
Klassenunterschied am Dallenberg: Würzburg macht mit Ansbach kurzen Prozess
Vor zwei Jahren trennten die Profis der Würzburger Kickers und die SpVgg Ansbach noch drei Spielklassen, immerhin ein sprichwörtlicher Klassenunterschied war es beim Regionalliga-Aufeinandertreffen am Dallenberg, das die Gastgeber letztlich mit einem beeindruckenden Auftritt 7:1 gewannen. Dabei kam zusammen, dass der Aufsteiger seine bisher schwächste Leistung ausgerechnet beim bisher stärksten Gegner bot.
Von MG / HR
Die Ansbacher waren zum ersten Mal in dieser Saison wirklich chancenlos und mussten die vierte Pflichtspielniederlage in Folge hinnehmen.
fussballn.de / Schlirf
Begleitet von einer beachtlichen Fanschar mit zwei Fanbussen und jede Menge PKWs mussten die Ansbacher beim Spiel im Stadion am Dallenberg doch auf Abwehrchef Eric Weeger verzichten, der am Dienstag in der Schlussphase gegen Aubstadt am Sprunggelenk verletzt raus musste. Für ihn rückte Kapitän Tobias Dietrich eine Position nach hinten und Bastian Herzner kehrte ebenso in die Startelf zurück wie Tom Abadjiew, der den Vorzug vor Michael Belzner bekam. "Auf Sieg spielen" hatte Ansbach-Coach Christoph Hasselmeier nach der guten Leistung, aber einer im Ergebnis und Entstehung bitteren 1:2-Niederlage gegen Aubstadt für das Spiel bei den Rothosen erneut ausgerufen.

Sebastian Heid war am Samstag wahrlich nicht zu beneiden. Seine Vorderleute waren gegen eine wie entfesselt spielende Würzburger Mannschaft überfordert.
fussballn.de

Doch bei den Kickers, die vor zwei Jahren erst in die 2. Liga aufgestiegen waren und sich nach zwei Abstiegen hintereinander in der Regionalliga zu Beginn noch finden mussten, war der Aufsteiger im ersten Durchgang eher in der Statistenrolle. Würzburg dominierte von Beginn an, die Anfangsviertelstunde überstanden die Nullneuner aber unbeschadet. Gerade als man sich ein wenig Luft verschaffen konnte, folgte der Rückschlag aus Ansbacher Sicht. Sperr hatte den Ball verloren, dann ging es ganz schnell. Ex-Bayern-Spieler Zaiser traf flach maßgenau ins rechte Eck - keine Abwehrchance für Keeper Heid (19.). Sieben Minuten später war es dann ein Ballverlust von Kroiß, den die Unterfranken sofort bestraften. Sané schloss zum 2:0 ab. Und eine Art Vorentscheidung folgte gleich hinterher, als der überragende Caciel per Slalom durch die SpVgg-Abwehr marschierte und Heid aus kurzer Distanz keine Möglichkeit ließ. Von den Gästen war nur ein Distanzschuss von Landshuter zu verzeichnen, doch sein Schuss aus 25 Metern strich knapp über den Querbalken (33.). Mit dem 3:0 ging es auch in die Kabinen - verdientermaßen, da Würzburg zum einen wie aus einem Guss spielte, zum anderen Ansbach vor allem auf der rechten Seite überfordert erschien.

Landshuters Tor des Monats ein einziger Lichtblick

Hasselmeier reagierte in der Pause mit zwei Auswechslungen: Belzner kam für Abadjiew und Christian Kestel ersetzte im Zentrum Herzner. Die offiziell 2243 Zuschauer bekamen auch im zweiten Durchgang einiges von den Hausherren geboten, die sich nicht etwa zurücklehnten, auch wenn die Ansbacher spürbar engagierter aus der Kabine kamen. Doch bezeichnend für den rabenschwarzen Tag der Nullneuner grätschte man sich durch Kestel den Ball zum 0:4 selbst ins Netz. Damit war die Messe gelesen, auch wenn Sven Landshuter mit einem äußerst sehenswerten Treffer mit links in den Winkel das Ehrentor der Mittelfranken markierte (56.). In der Folge zeigten die Würzburger Profis ihr Können. Nach starker Vorlage von Montcheu erzielte Franjic das 5:1 aus kurzer Distanz (64.). Dass bei Würzburg schon ziemlich viel zusammenpasste an diesem Tag, das zeigte sich bei den weiteren Treffern von Sané, der den Fuß nach einer scharfen Hereingabe erfolgreich hinhalten konnte (70.). Den Schlusspunkt gelang dem eingewechselten Meisel, dessen Versuch zum 7:1-Endstand gar noch ins Tor kullerte (87.). Für Würzburg lief es fast nach Belieben, Ansbach erstarrte mitunter in Ehrfurcht und konnte an die bisher guten Auftritte nicht anknüpfen. Mit dem dritten Sieg in Serie sind die Kickers in der Spitzengruppe angekommen, die Nullneuner wollen ihren Negativlauf am kommenden Freitag brechen, dann kommt mit Hankofen ein Mitaufsteiger zu Gast.

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Ergebnisse Regionalliga Bayern



Tabelle Regionalliga Bayern

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
7
14:10
15
5
7
13:13
12
10
6
11:10
8
11
5
5:5
8
19
6
8:14
5
Bei Punktgleichheit: Torverhältnis

Stenogramm Regionalliga Bayern

Tore: 1:0 Bosnjak (7.), 2:0 Ade (23.), 2:1 Stiefler (28.), 3:1 Ngounou Djayo (70.)
Gelbe Karten: Scholz (45.+3), Läubli (58.) / Maier (6.), Hobsch (74.), Schmid (78.) | Gelb-rote Karten: - / Maier (22.)
Zuschauer: 990 | Schiedsrichter: Lothar Ostheimer (TSV Sulzberg)
Tore: 0:1 Jünger (67.)
Gelbe Karten: Hofmann (64.), Zebrauskas (87.) / -
Zuschauer: 191 | Schiedsrichter: Jürgen Steckermeier (TSV Altfraunhofen)
Tore: 1:0 Zaiser (19.), 2:0 Sané (26.), 3:0 Caciel (28.), 4:0 Eigentor (54.), 4:1 Landshuter (56.), 5:1 Franjic (64.), 6:1 Sané (70.), 7:1 Meisel (87.)
Gelbe Karten: - / Schelhorn (41.)
Zuschauer: 2243 | Schiedsrichter: Tobias Wittmann (SV Wendelskirchen)
Tore: 1:0 Richter (73.)
Gelbe Karten: Richter (70.), Mrozek (81.) / Pirner (58.), Trslic (60.)
Zuschauer: 750 | Schiedsrichter: Kenny Abieba (KSD Hajduk Nürnberg)
Tore: 1:0 Schebak (28.), 1:1 Zant (90.)
Gelbe Karten: Volkmuth (40.), Trunk (67.), Piwernetz (90.+2) / Hipper (38.), Holz (64.)
Zuschauer: 418 | Schiedsrichter: Thomas Ehrnsperger (1. FC Rieden)
Tore: 1:0 Gerlspeck (11.), 2:0 Müller J. (46.), 2:1 Pöschl (61.), 3:1 Müller S. (82.)
Gelbe Karten: Müller J. (66.) / della Schiava (24.), Wanner J. (26.), Held (32.), Strobel M. (33.), Boyer P. (56.)
Zuschauer: 300 | Schiedsrichter: Johannes Hamper (ATS Kulmbach 1861 e.V.)

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