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Artikel veröffentlicht am 17.07.2022 um 10:35 Uhr
2:4 in Eltersdorf: Feucht muss sich Offensiv-Power der Quecken beugen
Der 1. SC Feucht ist mit einer 2:4 (1:2)-Niederlage beim Topfavoriten SC Eltersdorf in die Saison 2022/23 in der Bayernliga Nord gestartet. Auch wenn bei beiden Teams längst noch nicht alles passte, so hatten die Hausherren das bessere Ende für sich. Der SC musste sich am Ende der Offensiv-Power des Regionalliga-Absteigers, der den direkten Wiederaufstieg anstrebt, geschlagen geben.
Von Dirk Meier
Der SC Eltersdorf durfte einen 4:2-Sieg zum Auftakt bejubeln.
Sebastian Baumann
Dass es eine schwere Aufgabe wird im Derby beim SC Eltersdorf zu bestehen, das stand ohnehin schon vor dem Anpfiff fest. Zum ersten Mal, es ist die bisher insgesamt vierte Saison in der Bayernliga Nord für die Zeidler, ging der SC am ersten Spieltag leer aus, das hatte es bisher noch nie gegeben. 1:0 bei der DJK Don Bosco Bamberg 2015, 0:0 gegen Alemannia Haibach 2016 und im Vorjahr der 2:0-Heimerfolg gegen Don Bosco Bamberg lauten die bisherigen Einstiegs-Resultate. Dieses Mal allerdings war der Gegner eine Nummer zu groß: “Es war zu erkennen, dass der SC Eltersdorf den Anforderungen einer Spitzen-Mannschaft gerecht werden kann”, lautete das Urteil von SC-Trainer Serdal Gündogan, der seit der neuen Saison zusammen mit Florian Schlicker geleichberechtigt die Geschicke der Feuchter von der Seitenlinie aus leitet.

Die erste Halbzeit lief von beiden Seiten zunächst noch nicht besonders flüssig. Die Zuschauer, darunter auch der neue BFV-Präsident Christoph Kern, sahen Eltersdorf mit sieben, Feucht mit fünf Neuzugängen in der Startelf, da war nach einer kurzen Vorbereitung noch entsprechend Sand im Getriebe: “Die erste Halbzeit war von beiden Teams über weite Strecken noch zerfahren, es gab viele Fehlpässe”, berichtete Gündogan. Maximilian Göbhardt war es, der mit einem abgefälschten Schuss aus 24 Metern, der Ball schlug für den neuen SC-Keeper Michael Kraut unhaltbar links oben ein, das 1:0 für die Hausherren erzielte (24.). Aber die Gäste blieben im Spiel und nur drei Minuten später hatte der neue Stürmer Tarik Sormaz die Antwort parat. Er hatte einen schönen Pass in den Lauf mitgenommen und zum 1:1 vollstreckt, die Partie war wieder offen. Leider nur für kurze Zeit, denn der SCE kam nach einem langen Ball über die rechte Seite und einer Hereingabe zu Robin Renner zur erneuten Führung (29.). “Das hat uns einen kleinen Knacks gegeben”, ließ Gündogan wissen, bis zur Pause trat der SC kaum in Erscheinung.

Tarik Sormaz zieht an Tugay Akbakla vorbei und trifft zum Ausgleich für Feucht.
Sebastian Baumann

Eine Halbzeit-Ansprache brachte frischen Wind ins Spiel der Zeidler, die mit Beginn des zweiten Durchgangs besser im Spiel waren, jedoch fiel der 2:2-Ausgleich nicht. Vielmehr konnte die Heimelf mit einem von Neuzugang Christopher Kracun direkt verwandelten Freistoß das 3:1 markieren (58.). “Das passierte genau in der Phase, als wir am Drücker waren und das war ein Nackenschlag”, befand Gündogan. Denn nun hatte der Regionalliga-Absteiger, der als Titelanwärter Nummer eins gehandelt wird, leichtes Spiel, die Gegenwehr des SC war gebrochen. Herzner legte den Ball 30 Meter vor dem Feuchter Tor mustergültig für Göbhardt auf, und der war sich nicht zu schade, gab Gas und erhöhte fulminant auf 4:1 (81.). “Da standen unsere beiden Innenverteidiger Max Hering und Tamino Gratz zu weit auseinander”; nannte Gündogan als Fehlerquelle.

Der neue Kapitän der Quecken, Maximilian Göbhardt (am Ball) traf doppelt.
Sebastian Baumann

Immerhin ein Lichtblick: Die Gäste gaben sich nicht auf und aus dem Zentrum heraus war es Tim Ruhrseitz, der in der 90. Minute noch den 2:4-Anschluss herstellte, was aber nicht mehr als Ergebniskosmetik war. “Wir hatten einige gute Ansätze im Spiel, mussten aber auch erkennen, dass mit den vielen Neuzugängen nach der kurzen Vorbereitung noch nicht alles passt”, stellte Gündogan fest. Hinzu kam, dass es im ersten Spiel gleich gegen die Top-Mannschaft der Liga ging, die Ansprüche stellt der Favoritenrolle gerecht zu werden. Der SC hingegen muss am kommenden Mittwoch im ersten Heimspiel ab 19 Uhr gegen den Aufsteiger TSV Kornburg zeigen, dass sie in der Lage sind, die ersten Punkte in der Bayernliga einfahren zu können.

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Spielstenogramm

SC Eltersdorf: Akbakla 2,5, Löblein 2,8, Egerer 2,5, Fischer M. 2,5 (68. Herzner T. 2,8), Strobel 2,8 (75. Bär), Kracun 2,5 (80. Schaffors), Göbhardt 1,8, Ort 2,5, Piller 2,8 (77. Um), Renner 2,0, Schmittschmitt 2,8 (83. Sauer) / Peterson, Massari
Tore: 1:0 Göbhardt (24.), 1:1 Sormaz (27.), 2:1 Renner (29., Fischer M.), 3:1 Kracun (58.), 4:1 Göbhardt (81., Um), 4:2 Ruhrseitz (90.)
Gelbe Karten: Renner (35.) / Kraut (56.), Hering (60.)
Zuschauer: 280 | Schiedsrichter: Andreas Dinger (TSV Bischofsgrün)


Tabelle Bayernliga Nord


2. Spieltag Bayernliga Nord


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