Es war definitiv kein Spiel für schwache Nerven, der Vergleich zwischen dem Titelanwärter aus Nürnberg und den zuvor noch sieglosen Bayreuthern. Trotz eines frühen Gegentreffers durch Michael Burkard sah es zunächst so aus, als ob die Nürnberger die Meisterschaftsentscheidung auf den letzten Spieltag vertagen könnten: Nach dem Ausgleich durch Rafael Canada schossen Ramy El-Ladki und Mario Goreta eine 3:1-Führung für den Tabellenzweiten heraus. Der Ball lief dabei wie am Schnürchen bei BaKi. Aber Bayreuth kämpfte sich wieder heran, glich durch Tore von Torben Melzig und Jonathan Weyel zum 3:3 aus und hinterlies aufgrund einer guten Vorstellung ein groses Fragezeichen, wieso die Oberfranken erst am vorletzten Spieltag erstmals als Sieger hervorgehen sollten.

Bayreuths Luca Piga (Nr. 60) brachte den Nürnbergern eine bittere Niederlage bei.
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Zur Pause lag BaKi aber noch mit 4:3 in Front, weil Rafael Canada seinen Torriecher unter Beweis stellte. Einen Torjäger, mit insgesamt zehn Saisontoren gar den besten der Liga, hat aber auch die SpVgg in ihren Reihen. Piga traf nach dem Seitenwechsel zum 4:4, Canada antwortete mit dem 5:4. Doch dann folgte eine deutliche Schwächephase bei den Nürnbergern. Franz Wittmann, Sebastian Rausing und erneut Torben Melzig trafen zur 7:5-Führung der Bayreuther. Noch schlimmer hätte es kommen können, wenn Piga zwei Zehnmeter hätte verwandeln können.

Ein rassiges Futsal-Spiel boten Bayreuth und Nürnberg (um den dreifachen Torschützen Rafael Canada, rechts).
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So aber blieb es weiter spannend, da BaKi alles auf eine Karte setzte und mit einem "Flying Goalkeeper" durch Peter Schulze-Zachau auf 6:7 herankam. Nicht unumstritten waren in der Schlussminute einige Foulentscheidungen, die zu Zehnmetern führten. Zunächst egalisierte Ramy El-Ladki zum 7:7, was prinzipiell den Nürnbergern gereicht hätte, um noch eine Chance auf die Meisterschaft zu haben (allerdings wäre dann ein Sieg mit drei Toren Differenz in Schwandorf nötig gewesen). Die Nürnberger setzten weiter voll auf Offensive, hatten Pech, als Canadas Schuss vom Innenpfosten wieder ins Feld zurückprallte und beim Nachsetzen ein Foul gegen BaKi gegeben wurde. Diesmal ließ sich Piga die Chance nicht entgehen und traf zum 8:7 für Bayreuth.

Mit diesem Strafstoß gelang Ramy El-Ladki, der hier schon als "Flying Goalkeeper" agierte, der 7:7-Ausgleich für Futsal Baki Nürnberg.
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"Schwandorf hat über die komplette Saison hinweg die konstantesten Leistungen gezeigt und ist damit ein verdienter und würdiger Meister", erklärte Michael Tittmann, der im BFV-Verbandsspielausschuss für den Bereich Futsal verantwortlich ist und Schwandorf im Namen des Bayerischen Fußball-Verbandes zum Titel gratulierte. "Mein Respekt gilt aber auch den Bayreuthern, die eine starke Leistung abgerufen haben und sich mit dem Sieg dafür belohnt haben. Der Erfolg spricht auch für die Leistungsdichte der Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Das Spiel war einmal mehr echte Werbung für Futsal."

Nürnbergs Peter Schulze-Zachau gratulierte fair dem stark aufspielenden Sieger aus Bayreuth um Keeper Lucas Schmitdt-Weihrich.
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"Die Futsal-Bayernliga ist eine super Sache und wir sind unglaublich stolz, dass wir die Premierensaison mit dem Titel krönen konnten. Wir werden die Liga auch im kommenden Jahr unterstützen und wollen dann an die Leistungen in diesem Jahr anknüpfen", erklärte Boris Radisavljevic, Sportlicher Leiter Futsal beim 1. Futsal Club Schwandorf/Wackersdorf.
Eine klarere Angelegenheit war das erste Spiel des Tages, in dem der TSV Neuried Futsal München einen ungefährdeten 12:1-Sieg gegen den Futsal Club Regensburg feierte. Matchwinner war dabei Zakaria Semache, der vier Treffer zum Erfolg beisteuerte. Die weiteren Treffer für die Oberbayern erzielten David Folgueire (2), Michael Grabe (2), Emiliano Villegas (2), Julian Briones-Montoya und Ivan Baumann. Den Ehrentreffer für Regensburg erzielte Oliver Vogel.