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Artikel veröffentlicht am 10.07.2026 um 10:00 Uhr
Ansbach vor Härtetest gegen Club: "Haben Schritte nach vorn gemacht!"
Zum Höhepunkt der Vorbereitung auf die Regionalliga-Saison 2026/27 erwartet die SpVgg Ansbach am Samstagabend (18 Uhr) die Profis des 1. FC Nürnberg. Freilich wollen sich die Nullneuner dabei schon möglichst gut präsentieren und Trainer Niklas Reutelhuber weitere Erkenntnisse in Hinblick auf eine mögliche Startelf für den Ligaauftakt knapp zwei Wochen später gewinnen. Der Kader bietet durchaus einige Optionen.
Von Marco Galuska
Trainer Niklas Reutelhuber blickt zuversichtlich auf die kommende Saison mit seiner SpVgg Ansbach.
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Man könnte es auf viele Bereiche verorten: Die SpVgg Ansbach befindet sich auf einem ziemlich guten Weg, ganz am Ziel angelangt ist man aber noch nicht. Aber wann gilt das schon im Fußball? Für Trainer Niklas Reutelhuber gibt es neben den Aufgaben am Trainingsplatz weiterhin die Arbeit an der A-Lizenz, für die der 27-Jährige fleißig lernt, um Ende November die Prüfung erfolgreich zu absolvieren.

Hinsichtlich der beachtlichen Maßnahmen an der Infrastruktur ist die Lage vor der fünften Saison in der Regionalliga Bayern so, dass das Mammutprojekt mit der neuen Gegengerade grundsätzlich steht, aber noch nicht reif für einen Einsatz ist, sodass für das Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg der Xaver-Bertsch-Sportpark vorerst ausverkauft ist, wenngleich man bei den Hausherren noch hofft, möglicherweise kurzfristig noch Kapazitäten zu schaffen.

Im Prinzip abgeschlossen sind hingegen die Planungen am Kader (wenngleich auch hier noch eine finale Personalie nachkommen dürfte) und mit dem Ergebnis ist der Coach nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Platz bislang sehr zufrieden: "Wir haben viel gemacht, können mit der Vorbereitung sehr zufrieden sein – unabhängig von den Ergebnissen. Mir war wichtig, dass wir Schritte nach vorn machen in Sachen Fitness und Aggressivität, und wir haben dazu eine richtig gute Breite im Kader, der in der Summe schon noch einmal besser geworden ist."

Trotz hoher Leistungsdichte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen

Ganz bewusst will man sich bei der SpVgg Ansbach jedoch diesmal nicht mit einer konkreten Zielvorgabe im Vorfeld unter Druck setzen. Dass es im Nachgang der Vorsaison (aufgrund des Punktabzugs von Bayern München II) doch noch einstellig wurde, nimmt Reutelhuber auch nicht so wirklich an, sondern blickt voraus: "Ich bin guter Dinge, will mich aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Wir tun gut daran, wenn wir erst einmal die Hinrunde durchziehen und jeden Gegner einmal gespielt haben. Dann kann man sich immer noch überlegen, ob man es genauer definieren will."

Indizien für einen erfolgreichen Saisonverlauf gibt es an der Rezat einige. "Wir haben viele Möglichkeiten im Kader, die Positionen sind im Prinzip doppelt besetzt und wir haben kein Leistungsgefälle, sondern sicherlich 18, 19 Spieler auf gleichem Level", so Reutelhuber, der somit auch ordentlich Spielzeit beim Test gegen den Club verteilen kann. Klar ist: Je eine Halbzeit werden die Torhüter Heiko Schiefer und Neuzugang Nils Leidenberger (kam vom VfR Heilbronn) spielen. "Das ist auch ein totaler Zweikampf um die Nummer 1", sagt der Coach.

Heiko Schiefer wird sich ein Duell um die Nummer 1 im Ansbacher Tor mit Neuzugang Nils Leidenberger liefern.
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Neuzugänge überzeugen, ein Trio muss vorerst pausieren

Aber nicht nur der gewünschte Neuzugang im Tor konnte überzeugen, auch die anderen neuen Gesichter werden bislang den Vorschusslorbeeren gerecht. Manch einer sogar noch etwas mehr, wenngleich die beiden Youngster aus der eigenen Jugend, Diego Collura und Christopher Krez, wohl die Partie gegen den FCN ebenso angeschlagen verpassen werden wie auch der aus Berlin gekommene Tyron Koomson, der mit enormer Geschwindigkeit einen besonderen Faktor in den Kader bringen kann. Auch die Stauber-Zwillinge Dennis und Leon aus der eigenen U19 konnten in der Vorbereitung Eigenwerbung betreiben. Jannis Gesell (kam vom FSV Hollenbach) hat sich super eingelebt und ist ein absoluter Kandidat für die Sechser-Position. Lucas Beetz (vom 1. FC Nürnberg II) konnte als Innenverteidiger bisher absolut überzeugen und war somit auch ein Faktor, dass Johannis Zimmermann sich schließlich zu einem Wechsel zur DJK Gebenbach entschieden hat.  

Dass aber auch aus dem vorherigen Kader beispielsweise Youngster Üveys Ayan "richtige Schritte nach vorne" gemacht hat und Mirko Puscher "wieder zu alter Stärke" gefunden hat, macht neben den arrivierten Akteuren, die ebenfalls Lob von der Seitenlinie bekommen, die Vorfreude auf die kommende Saison umso größer.

Spielplan passt gut: Löwen-Spiel noch kein Thema für den Trainer

Auch mit dem gestern veröffentlichten Spielplan ist man in Ansbach glücklich. Weil in der 19er-Liga der 3. Spieltag für die Nullneuner spielfrei ist, darf man in der Rückrunde eine Woche früher in die Winterpause gehen. Das vermeintliche Highlightspiel beim TSV 1860 München Anfang Oktober spielt für Reutelhuber weniger eine Rolle, wenngleich er freilich im Umfeld immer wieder auf die Partie angesprochen wird. Wichtig ist vor allem der Start in die Saison mit dem Heimspiel gegen Wacker Burghausen in zwei Wochen. Dabei hofft man nicht nur auf die Freigabe der neuen Tribüne, sondern auch auf eine bestens vorbereitete Startelf.

Vor zwei Jahren gastierte der Zweitligist aus Nürnberg zuletzt in Ansbach und konnte sich am Ende noch mit 1:4 durchsetzen. Der Club soll sich auch diesmal auf reichlich Gegenwehr des Regionalligisten einstellen.
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Zunächst aber freut man sich in Ansbach nach zwei Jahren wieder auf die Club-Profis, will dem Zweitligisten (der unter der Woche einen 10:0-Sieg in Kornburg feierte) Paroli bieten, auch wenn am Vormittag sogar noch eine kleine Trainingseinheit ansteht. "Wir werden trotzdem mit frischen Beinen ins Spiel gehen", verspricht Reutelhuber und will die Tests gegen den Club und am Sonntag gegen Oberligisten TSV Essingen (mit dem Ex-Ansbacher Daniel Schelhorn) bestmöglich zur weiteren Vorbereitung nutzen.

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