Niklas Penz bleibt Trainer: TSV Altenberg pachtet Hans-Reif-Sportzentrum - fussballn.de
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Artikel veröffentlicht am 02.07.2026 um 12:00 Uhr
Niklas Penz bleibt Trainer: TSV Altenberg pachtet Hans-Reif-Sportzentrum
Der TSV Altenberg, der in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen feiern darf, blickt auf bewegte Jahre in der jüngeren Vergangenheit zurück. Konstanz gibt es auf dem Trainerposten der 1. Mannschaft, Kontinuität soll weiterhin auf dem "Altenberger Weg" gelten, der zu Hause auf dem neuerdings gepachteten Hans-Reif-Sportzentrum weiter aufgewertet werden soll.
Von Lukas Petschner
Niklas Penz (mitte) und sein Trainerteam um den spielenden Co-Trainer Moritz Nieszery (rechts) bleiben auch weiter in der Verantwortung beim TSV Altenberg.
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Umbruch nach intensiven Jahren geglückt

Nachdem die 1. Mannschaft des TSV Altenberg zwischen 2022 und 2024 aus dem Feiern kaum herauskam und zwei Meisterschaften und den damit verbundenen Durchmarsch von der Kreisklasse in die Bezirksliga bejubeln durfte, folgte nach einer schweren Saison 2024/2025 der Abstieg denkbar bitter im Elfmeterschießen der 2. Runde der Relegation. Vor der jüngst abgelaufenen Saison folgte ein Umbruch und so wollte man vor allen Dingen eine sorgenfreie Saison in der Kreisliga spielen. Nach einer wechselhaften Hinrunde spielte man vor allem in der Rückserie stark (3. Platz der Rückrunden-Tabelle) und konnte so früh den Klassenerhalt abhaken und landete am Ende auf einem soliden 7. Tabellenplatz.

"Nach drei intensiven Jahren mit zwei Aufstiegen und einem Abstieg gab es einen großen Umbruch und dass dieser Zeit braucht, war uns von vornherein klar. Letztlich haben wir das Umbruchjahr erfolgreich gemeistert, auch wenn insbesondere die Hinrunde schon deutlich Luft nach oben hatte. Als Absteiger ist man irgendwo auch vermehrt Favorit und hat viel den Ball. Hier haben wir den Schwerpunkt im Training gelegt und die Entwicklung sicher noch nicht abgeschlossen", resümiert Cheftrainer Niklas Penz die vergangene Saison und blickt voraus: "Das Umbruchjahr ist abgeschlossen und wir gehen mit einer hungrigen Mannschaft mit solidem Gerüst in die neue Saison!" Währenddessen spielte die 2. Mannschaft eine beinahe perfekte Saison in der A-Klasse 8 und feierte die verdiente Meisterschaft. Für Penz ist jener Erfolg ein "Meilenstein, um weiterhin zielstrebig Jungs für die 1. Mannschaft zu entwickeln."

Neben einer erfolgreichen Rückrunde in der Kreisliga konnte der TSV Altenberg auch den Gruppensieg im Ligapokal bejubeln.
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Verein schließt Pachtvertrag mit der Stadt Oberasbach

Während im Trainerteam der Ersten "alles beim Alten" bleibt und Niklas Penz mit Moritz Nieszery als spielendem Co-Trainer sowie Martin Hascher als Co- und Bryant Whitehead als Torwart-Trainer auch in der neuen Spielzeit die Geschicke leitet, gab es mehrere Veränderungen auf Trainerposten im Jugend- und Herrenbereich bei der 2. und 3. Mannschaft.

Neben den personellen Entscheidungen hat die Fußballabteilung des TSV Altenberg Anfang des Jahres einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen und langfristigen Verbesserung der Infrastruktur gemacht und einen Pachtvertrag mit der Stadt Oberasbach abgeschlossen. Dabei pachtet der Verein nun alle Fußballplätze am Hans-Reif-Sportzentrum und kümmert sich künftig selbst um Pflege, Instandhaltung und Modernisierung der Spielflächen. Ein Prozess, der nicht nur Abteilungsleiter Sascha Helmer, sondern auch allen anderen Beteiligten "viel Zeit, Nerven und Energie" kostet, aber eben auch viel Potenzial eröffnet.

Penz fasst das aktuelle Treiben an der Jahnstraße folgendermaßen zusammen: "Aktuell ist mehr Bewegung im Verein als je zuvor. Wir sind seit Anfang des Jahres Pächter des Hans-Reif-Sportzentrums mit fünf Plätzen. Die Pacht hat auch die Einführung eines Abteilungsbeitrags nötig gemacht, um das Ganze finanziell überhaupt stemmen zu können." Erste Schritte wurden bereits gemacht: Ein zuvor eher provisorischer Trainingsplatz wurde nun ordentlich samt Drainage angelegt und der A-Platz wurde kernsaniert. Auch auf den anderen Plätzen kümmert man sich nun intensiver um die Pflege und treibt weitere Zukunftsplanungen stetig voran, um die Bedingungen für alle Fußballerinnen und Fußballer zu verbessern. "Mit unserem Partner, der Firma Bieber, haben wir im Sommer mit den Maßnahmen begonnen und sehen das Jahr 2026 als 'Sanierungsjahr'. Das Ganze funktioniert aber natürlich nur durch die Vielzahl der Mitglieder in der Abteilung, verbunden mit einer guten Gemeinschaft und herausragenden Leistungen im Ehrenamt", sagt Penz.

Intensive Arbeit auf und neben dem Platz

Man möchte den eingeschlagenen "Altenberger Weg" weitergehen und auch zukünftig vorwiegend auf junge, hungrige Talente mit Stallgeruch setzen. Abteilungsleiter Sascha Helmer ist glücklich: "Mit Niklas Penz haben wir in der 1. Mannschaft genau den richtigen Trainer für diesen Weg gefunden. Er interessiert sich intensiv für die Entwicklung unserer Jugendspieler und trägt die Philosophie des Vereins voll mit. Auch unser zukünftiger Trainer der 2. Mannschaft, Andy Killewald, verfolgt diesen Ansatz. Beide sind regelmäßig bei Jugendspielen vor Ort, um die Entwicklung unseres Nachwuchses aus nächster Nähe zu verfolgen." Dass in der kommenden Saison wieder vier Herrenmannschaften an den Start gehen können, macht zwar stolz, ist aber auch eine "Mammutaufgabe in der Organisation, die nur durch viele Schultern abgedeckt werden kann. Hier arbeitet das komplette Trainerteam der Herren Hand in Hand", sagt Penz mit Blick auf die Herrenteams.

In die Vorbereitung ist die Penz-Elf bereits gestartet und möchte dabei vor allem an der körperlichen Fitness arbeiten. "Klassisch beginnen wir immer sehr bald mit der Vorbereitung. Da jammern meine Jungs zwar ein wenig, aber wir haben festgestellt, dass es in der letzten Saison an der nötigen Fitness gefehlt hat. Da wir intensiv Fußball spielen und immer mehr investieren wollen als der Gegner, ist das sicher ein Hauptthema in der Vorbereitung. Darüber hinaus gilt es, Ballverluste zu minimieren und an der Durchschlagskraft im letzten Drittel zu arbeiten", beschreibt der Coach den Plan für die Vorbereitung.

Mit Blick auf Neuzugänge ordnet Penz ein: "Wir vertreten die ganz klare Philosophie, auf die eigene Jugend zu setzen, und so haben wir auch den Umbruch gestaltet. Wenn sich aber situativ etwas ergibt, dann verschließen wir uns dem natürlich nicht, wobei ein Bezug zur Mannschaft oder dem Verein sehr wichtig und Grundvoraussetzung ist. Wir freuen uns, dass wir vier externe Neuzugänge begrüßen dürfen, aber natürlich haben wir auch interne Neuzugänge von Jungs, die in der 2. Mannschaft oder U19 auf sich aufmerksam gemacht haben." So verstärkt Oliver Franta vom SC Obermichelbach das Torhüter-Team und Samo Darwish (Vatanspor Nürnberg), Jannis Frisch (JFG Wendelstein) und Ian Heid (TSV Ammerndorf) steigern Qualität und Breite der Defensive. Intern wurden Tyler Jones, Maximilian Ochs und Michael Schuster hochgezogen und sollen den Konkurrenzkampf erhöhen. Große Hoffnung setzt man auch auf Rückkehrer wie Luca Köppl (nach kompliziertem Mittelfußbruch) und Tom Jarosch, der seit Monaten an einer Schambeinentzündung laboriert und sich aktuell mit viel Aufwand zurückkämpft.

Klare Vereinsphilosophie

Durch die sportliche Perspektive in den verschiedenen Herrenmannschaften und die Investitionen in die Infrastruktur hofft man auch langfristig immer wieder, Jugendspieler im Verein halten und im eigenen Herrenbereich einsetzen zu können. "Genau dieser Weg – die enge Verzahnung von Jugend- und Herrenbereich – ist unsere klare Vereinsphilosophie. Er wird innerhalb des Vereins zunehmend positiv angenommen und bildet die Grundlage für eine nachhaltige sportliche Entwicklung", fasst Helmer zusammen. Für Niklas Penz ist vor allem eines im Fokus: "Wichtig ist vorrangig, dass wir weiterhin eine so tolle Gemeinschaft pflegen. Der Teamspirit ist aktuell sehr gut und erinnert an meine Anfänge in Altenberg. Gemeinsam mit meinem unfassbaren Trainerteam, um Moritz Nieszery als spielenden Co-Trainer sowie Martin Hascher und Bryant Whitehead als Co- bzw. Torwart-Trainer, wird herausragende Arbeit geleistet und mir meine Arbeit als 'Cheftrainer' sehr erleichtert. Im Übrigen mag ich den Begriff 'Cheftrainer' gar nicht so sehr – wir agieren absolut als Trainerteam. Gemeinsam wollen wir die Jungs stetig entwickeln und fördern." 

Für die neue Spielzeit möchte man indes kein fixes Ziel ausrufen, vielmehr geht es um die Entwicklung des Großen und Ganzen: "Wir wollen uns vor allem qualitativ verbessern und konstant bessere Leistungen auf den Platz bringen. In Altenberg wird immer gesund gelebt, es wird jeder gleich behandelt und die Jungs gehen ihrer Leidenschaft ohne jegliche finanzielle Anreize nach. Wir punkten dafür mit einer großen Gemeinschaft und haben vor allem eines: Bock auf Fußball und darauf, uns auch mal außerhalb der Komfortzone zu bewegen. Die Kreisliga wird traditionell wieder eine verdammt enge Liga, in der Kleinigkeiten die Spiele entscheiden. Wir wollen regelmäßig sehr nahe an unser Maximum kommen und dann sollte eine Entwicklung im Vergleich zur Vorsaison möglich sein", fasst Penz seinen Blick auf die kommende Spielzeit zusammen. Es kommen definitiv spannende Jahre auf den Verein zu, der am 20. Juni sein 80-jähriges Bestehen feiern konnte. Man darf sich durchaus auf die Zukunft und die nächsten 80 Jahre freuen.

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