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Artikel veröffentlicht am 17.06.2026 um 07:00 Uhr
Was macht eigentlich: Robert "Robby" Frank
Über viele Jahre hinweg war Robert Franks Name eng mit dem Aufschwung des FSV Stadeln verbunden. Als Chefscout mit hervorragendem Auge hatte der fleißige Arbeiter bei so manchem Transfer die Finger im Spiel. Anschließend zog es "Robby" für zwei Jahre zum Bucher Wegfeld, ehe 2023 der ASV Neumarkt aus der Bayernliga rief. Seit Ende 2023 ist es aber ruhiger geworden. Wir fragen uns: Was macht eigentlich Robert Frank?
Von Michael Watzinger
Robert Frank hatte zuletzt 2023 beim ASV Neumarkt das Amt des Team-Managers inne. Seitdem ist es um ihn ruhiger geworden.
privat
Der Name Robert Frank ist wohl den allermeisten Interessierten des hiesigen Amateurfußballs ein absoluter Begriff. Zwar endete die Laufbahn als Spieler gesundheitsbedingt damals bereits in der Jugend seines Heimatvereins FSV Stadelns, seinem Team und dem Verein blieb "Robby" aber auch weiterhin treu und machte sich im Laufe der Jahre schließlich als Chefscout, "Diamantenauge" und Team-Manager einen Ruf und hatte so durchaus seinen Anteil am Aufschwung am Kronacher Wald. "Ich bin Stadelner und werde es auch immer bleiben: Ich bin dort geboren und aufgewachsen, wohne noch immer dort, habe beim FSV gespielt und anschließend rund 20 Jahre als Funktionär verbracht – das vergisst man natürlich nicht. Es war eine besondere Zeit mit vielen Emotionen und der Verein und die Leute haben mir viel gegeben. Wir haben einiges zusammen erreicht und ich blicke nach wie vor gerne auf diese besondere Zeit zurück", beschreibt der heute 43-Jährige seine wohl prägendste Zeit im Amateurfußball.

Robert Frank hatte jahrelang beim FSV Stadeln alles im Blick und war am Aufschwung am Kronacher Wald tatkräftig beteiligt.
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Auf Stadeln folgten Buch und Neumarkt

Nach dem Abschied aus Stadeln im Jahr 2019 legte das sonst so umtriebige Energiebündel zunächst mal, ganz untypisch, eine Pause ein, ehe in der Saison 2021/22 der TSV Buch auf den Plan trat. "Eigentlich war ich nicht wirklich auf der Suche. Der TSV Buch war dann auf der Suche nach einem Team-Manager und ist dann an mich herangetreten. Auch durch die enge Beziehung zu meinem guten Freund Stefan Fleischmann kam letztlich das Engagement zustande. Der Verein hatte sich wirklich sehr um mich bemüht und so kam es zu einem zweijährigen Freundschaftsdienst. Ich habe mich beim TSV Buch total wohlgefühlt, da auch hier das Umfeld wahnsinnig familiär ist. Auch heute komme ich gerne noch bei dem einen oder anderen Heimspiel vorbei", blickt Frank auf die gute Zeit am Bucher Wegfeld zurück.

Über seinen guten Freund Stefan Fleischmann fand Robert Frank den Weg zum TSV Buch und fungierte dort für zwei Jahre als Team-Manager.
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Franks bislang letzte Station als Team-Manager erfolgte schließlich in der Saison 2023/24, als er die Geschicke beim ASV Neumarkt mitgestaltete. Für den ehrgeizigen Frank eine Aufgabe mit besonderem Reiz: "Da hat schon ein Wenig der Reiz der Bayernliga gerufen", erzählt er mit einem lauten Lachen. "Nach meiner Zeit in Buch habe ich schon überlegt, was ich machen sollte: Irgendwo in der Kreisliga mithelfen und etwas auf die Beine stellen, oder doch eine ganz neue Herausforderung angehen? Letztendlich war der sportliche Anreiz in Neumarkt, für einen Bayernligisten zu arbeiten, schon etwas Besonderes für mich. Ich bin heute noch für diese Möglichkeit dankbar, auch wenn letztlich der Aufwand dann doch zu groß war und wir uns im Dezember im gegenseitigen Einvernehmen wieder getrennt haben. Den Aufwand mit 70 Fahrtkilometern einfach habe ich ehrlich gesagt etwas unterschätzt. Es war schon anstrengend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man dann nach Sitzungen oder Ähnlichem erst um 0:30 Uhr nach Hause kommt. Die Trennung war für beide Seiten die sinnvollste Lösung."

Den Fußball trägt Robert "Robby" Frank nach wie vor noch im Herzen. Seit seinem Engagement in Neumarkt arbeitet er allerdings in einer anderen Rolle...
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Raus aus den Vereinen, hin zur Agentur

Seit Ende Dezember sucht man Robert Frank als Mitarbeiter eines Vereins nun vergebens: "Ganz ehrlich: Ich werde schon immer mal wieder angefragt, aber in der Rolle als Team-Manager bei einem ganz neuen Verein sehe ich mich nicht mehr. Ich helfe an mancher Stelle noch ein wenig mit meinen Kontakten und dem Netzwerk aus, sonst bin ich aus den Vereinen aber raus."

Abschwören kann und will der 43-Jährige seiner großen Leidenschaft Fußball aber freilich nicht, vielmehr besinnt er sich einmal mehr auf seinen herausragenden Blick für Talente. "Ich hatte mich initiativ bei der Berliner Spielerberater-Agentur Batz und Bialas beworben und konnte mir tatsächlich meinen Platz als Scout im süddeutschen Raum mit Schwerpunkt in Mittelfranken sichern. Ich bin unheimlich dankbar für diese Chance und stolz, das geschafft zu haben. Ich bin auf der Suche nach jungen Talenten, die in unser Portfolio passen und ihren Weg gemeinsam mit uns gehen möchten. Ich bin also schon noch auf den Sportplätzen unterwegs, aber eben viel gezielter und von einem anderen Betrachtungswinkel aus", beschreibt Frank seinen veränderten Aufgabenbereich.

Auch für sein persönliches 'Projekt Robert Frank', welches er 2025 für sich ins Leben gerufen hat, ist die neue Funktion durchaus förderlich: "Ich habe mir vorgenommen, gesünder zu werden. Ich mache seitdem zwei- bis dreimal in der Woche Sport, achte auch auf genügend Regeneration. Unterstützung erhalte ich dabei von einem Team, das aus einer Fitnesstrainerin, einem Fitnesstrainer und einer Heilpraktikerin besteht. Sie sind eine enorme Hilfe und ich bin ihnen unheimlich dankbar. So habe ich jetzt schon einige Kilogramm abgenommen und fühle mich damit einfach gut. Ein wichtiger Punkt ist aus meiner Sicht auch der, dass ich nun von außen auf den Fußball blicke: Ich habe während meiner Tätigkeiten in den Vereinen immer vollen Einsatz gezeigt, war mit Herzblut und vielen Emotionen dabei. Dabei habe ich mir aber oft auch selbst großen Druck gemacht, der dann stellenweise schon zur Belastung wurde. Jetzt habe ich einen gesünderen Blick auf das große Ganze und bin darüber sehr froh. Ich habe inzwischen eine viel bessere Balance gefunden."

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Steckbrief R. Frank

Robert Frank
Spitzname
Robby
Alter
43
Geburtsort
Fürth
Wohnort
Stadeln
Familie
ledig, 0 Kinder
Größe
136 cm
Gewicht
97 kg
Beruf
Gebäudemanager im Immobilienbereich
Starker Fuß
Rechtsfuß
Lieb.-Position
offensives Mittelfeld
Erfolge
Aufstieg in die Landesliga mit dem FSV Stadeln gegen den SV 1873 Süd


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