ESV Rangierbahnhof ist abgestiegen: Hajduk ist Vizemeister, Veitsbronn übern Strich - fussballn.de
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Artikel veröffentlicht am 13.05.2026 um 22:50 Uhr
ESV Rangierbahnhof ist abgestiegen: Hajduk ist Vizemeister, Veitsbronn übern Strich
SPIELTAG AKTUELL Die Nachholpartien der Kreisliga Nürnberg brachten am Mittwochabend die nächsten Entscheidungen mit sich. Der Tuspo Nürnberg erkämpfte sich gegen den ESV Rangierbahnhof einen 1:0-Heimsieg im Kellerduell und erspielte sich so die Saisonverlängerung, während die Rangers den bitteren Gang in die Kreisklasse antreten müssen. Der KSD Hajduk buchte im zweiten Spiel durch ein 1:1 gegen Veitsbronn die Aufstiegsrelegation.
Von KSD / MW
Der ESV Rangierbahnhof (in blau-schwarz) muss nach der 0:1-Niederlage bei Tuspo Nürnberg den bitteren Gang in die Kreisklasse antreten.
Dominik Geiswinkler
Tuspo Nürnberg – ESV Rangierbahnhof 1:0 (0:0)

Beiden Mannschaften war die Bedeutung des Abstiegskrachers deutlich anzumerken, wobei der Tuspo zu Beginn den aktiveren Eindruck machte und durch Jonathan Frank die erste Gelegenheit des Spiels verzeichnete (4.). In der 12. Minute ergab sich für die Gastgeber dann eine aussichtsreiche Freistoßsituation, doch Müllers Versuch aus 18 Metern zentraler Position geriet viel zu harmlos und stellte Gäste-Schlussmann Seitz vor keinerlei Probleme. In der Folge blieben Torchancen absolute Mangelware. Die Rangers verbuchten nach 33 Minuten durch einen Kopfball des aufgerückten Wurzinger eine erste Torannäherung, die ebenso nicht von Erfolg gekrönt war wie der folgende Caylan-Distanzschuss, welcher deutlich über das Tuspo-Tor hinwegflog (46.). Da auch Pfeiffer auf der Gegenseite seinen Schlenzer zwischenzeitlich zu hoch ansetzte, ging es torlos in die Halbzeitpause (39.).

Jonathan Frank (in rot) und der Tuspo Nürnberg machten im Kellerduell gegen den ESV Rangierbahnhof (in blau-schwarz) vor der Pause den aktiveren Eindruck. Gefährlich wurde es im ersten Abschnitt aber selten.
Dominik Geiswinkler

Wie bereits zu Beginn des Spiels erwischte die Heimelf den besseren Start. Dillinger spielte im Strafraum Pfeiffer frei, der aus recht spitzem Winkel aber am aufmerksamen Seitz scheiterte (50.). Rund sechzig Sekunden später verzog Müller einen Distanzschuss knapp (51.). Hatte die Skordas-Elf bis dato noch klar ersichtliche Feldvorteile, wachten die Rangers in der Folge auf und die Begegnung kippte immer mehr zugunsten der Gäste. Die Tunhart-Schützlinge schalteten spätestens nach einer Stunde einen Gang höher und kamen in aussichtsreiche Situationen, doch fehlte zunächst die Genauigkeit im letzten Drittel. Nach 70 Minuten hatten die Gäste dann Pech, als Lehr nach einem Eckball von links mit seinem Kopfball am Pfosten scheiterte. Der ESV blieb am Drücker und hatte in der 76. Minute die nächste dicke Gelegenheit auf die Führung, als eine Freistoßhereingabe von Ziu am zweiten Pfosten den völlig freistehenden Rudolf fand, der die Kugel aus rund sieben Metern Torentfernung aber neben das Tuspo-Gehäuse bugsierte.

In dieser Szene hatte Rangers-Routinier Jörg Rudolf für sein Team die Führung auf dem Fuß, bugsierte die Kugel aber aus aussichtsreicher Position am Tuspo-Kasten vorbei.
Dominik Geiswinkler

Mitten in die Rangers-Drangphase schlugen dann aber die Gastgeber zu: Salfelder tankte sich stark im Mittelfeld durch und kam aus 18 Metern halblinker Position zum Abschluss. Diesen setzte er überlegt rechts unten in die lange Ecke und ließ Seitz keine Chance. In den verbleibenden Minuten gaben sich die Rangers nicht auf und rannten weiter an. Der Tuspo ließ aber in der Folge nichts mehr Nennenswertes zu und brachte den knappen Vorsprung auch über die insgesamt siebenminütige Nachspielzeit. Durch den knappen Erfolg buchen die Skordas-Schützlinge die Relegation, während der ESV Rangierbahnhof den bitteren Gang zurück in die Kreisklasse antreten muss. 

KSD Hajduk – ASV Veitsbronn-Siegelsdorf 1:1 (1:1)

Der KSD war von Beginn an die aktivere Mannschaft und erspielte sich ein optisches Übergewicht. Der Anfangsschwung wurde belohnt, als Jasarevic nach einem Standard an den Ball kam und abgefälscht schon nach sieben Minuten zur KSD-Führung traf. Auch in der Folge blieb Hajduk aktiv, konnte jedoch weitere Gelegenheiten nicht nutzen, weil sich Gäste-Keeper Muck jeweils auf dem Posten zeigte. Gegen Mitte der ersten Hälfte wachte dann Veitsbronn etwas auf. Ein Diagonalball konnte in der 34. Minute von der Heimelf nicht geklärt werden. Die Kugel landete bei ASV-Offensivmann Dylan Meier, der mit seinem Schuss aus der Distanz KSD-Keeper Marcinkovic keine Chance ließ und sehenswert zum 1:1-Pausenstand traf.

Dylan Meier (m.) besorgte in der 34. Minute gegen den KSD Hajduk sehenswert den Ausgleich für seinen ASV Veitsbronn-Siegelsdorf und sorgte letztendlich für einen wichtigen Punkt seines Teams im Abstiegskampf.
fussballn.de / Oßwald

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber weiterhin bemüht und wollten auf den Sieg gehen. Allerdings nutzte der KSD die sich bietenden Möglichkeiten nicht konsequent genug und Muck zeigte sich zwischen den Pfosten weiter aufmerksam. Die beste Chance nach der Pause vergab noch einmal Jasarevic, als er einen Freistoß aus 20 Metern halbrechter Position um die Mauer auf die kurze Ecke zirkelte, Muck aber unter Mithilfe des Pfostens parieren konnte. In der Schlussphase verflachte dann das Spiel, auch weil beide Teams das ganz große Risiko scheuten.

Kapitän Mihael Papa (r.) und der KSD Hajduk buchten durch das 1:1 die Aufstiegsrelegation. Und auch die Gäste aus Veitsbronn dürften mit dem Punkt gut leben können, schieben sie sich dadurch doch am FC Bosna vorbei und haben damit den direkten Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand.
fussballn.de / Oßwald

Daran änderte auch eine zwischenzeitliche Zehn-Minuten-Strafe für Gäste-Akteur Ultsch nichts (71.). Der KSD Hajduk sicherte sich durch das 1:1 den 2. Platz und geht in die Aufstiegsrelegation in Richtung Bezirksliga. Für Veitsbronn könnte der eine Zähler im Abstiegskampf Gold wert sein, schließlich schiebt man sich dadurch am FC Bosna vorbei wieder über den Strich.

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Tabelle Kreisliga Nürnberg

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
3
29
71:40
54
4
29
52:40
51
7
29
64:44
43
9
29
54:56
39
10
29
51:57
39
11
29
45:39
38
14
29
28:64
22
15
29
20:67
16
16
29
21:85
12
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

Stenogramm Kreisliga Nürnberg

Tore: 1:0 Salfelder (83.)
Gelbe Karten: Killinger (80.), König (85.), Frank J. (90.+6) / Deveci (16.), Donaubauer (39.), Eichinger (85.), Rudolf (90.+1), Wurzinger (90.+1) | Gelb-rote Karten: - / Ziu (90.+6)
Zuschauer: 180
Tore: 1:0 Jasarevic (7.), 1:1 Meier Dy. (34.)
Gelbe Karten: Dragicevic (30.), Papa (57.), Gavran (89.) / Bitzenbauer (33.), Becher P. (54.) | Zeitstrafen: - / Ultsch F. (71.)
Zuschauer: 300 | Schiedsrichter: Johannes Scheidhammer

Torschützen Kreisliga Nürnberg


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