Meister der Landesliga Nordwest: Don Bosco Bamberg zurück in der Bayernliga - fussballn.de
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Artikel veröffentlicht am 16.05.2026 um 15:50 Uhr
Meister der Landesliga Nordwest: Don Bosco Bamberg zurück in der Bayernliga
Die DJK Don Bosco Bamberg hat sich mit dem finalen Heimsieg gegen Absteiger ASV Rimpar den Meistertitel in der Landesliga Nordwest gesichert. Damit kehren die Wildensorger nach drei Jahren und zwei dritten Plätzen in die Bayernliga zurück. anpfiff.info gratuliert recht herzlich und wünscht viel Spaß beim Feiern! (Jetzt mit BILDERSERIE)
Von Marco Heumann

Die Hausaufgaben wurden souverän erledigt. Mit dem 3:0 beim TSV Eisingen am Freitagabend ging die DJK Don Bosco Bamberg schon am vergangenen Wochenende Vorleistung. Der 24. Sieg der Runde setzte den letzten verbliebenen Kontrahenten, den TSV Großbardorf unter Druck. Aber die Grabfeld-Gallier, die die DJK vor drei Jahren via Relegation aus der Bayernliga kippten, hielten diesem stand. Es gelang ein 3:1-Sieg bei der DJK Schwebenried-Schwemmelsbach.

Den ersten Matchball abgewehrt! Den zweiten aber nutzten die Wildensorger und durften nach dem 25. Dreier der Runde - Bestwert in der Landesliga Nordwest - den Titel am letzten Spieltag zu Hause, auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage, feiern.


Der Meistercoach: Carsten Nüsslein.
Markus Schütz / anpfiff.info

Niederlagen mit tollen Serien beantwortet

Dass er verdient ist, daran gibt es kaum Zweifel. Zwar misslang der Start in die Runde mit zwei Niederlagen in Folge. Aber denen sollten bis zum Titelgewinn nur noch drei weitere folgen. Eine just beim Meistermacher DJK Schwebenried-Schwemmelsbach. Rund um die Null-Nummern herum gab es aber durchaus beeindruckende Serien. Den ersten beiden Schlappen folgten vier Siege in Folge, der dritte eine Serie von zehn ungeschlagenen Spielen mit sieben Dreiern.

Die wurde nach Niederlage Nummer vier noch einmal getoppt. Acht Siege in Folge heimste das Team über den Jahreswechsel hinweg ein, hielt die Weste von Mitte November bis Anfang April blütenweiß. In diesen Wochen wurde endgültig der Grundstock zum Titel gelegt. Platz zwei abgesichert und der Abstand zum TSV Großbardorf nach und nach verkürzt. Auch die Grabfeld-Gallier holten zwar Sieg um Sieg, patzten aber kurz nach der Winterpause im direkten Duell, das mit 3:0 an die Wildensorger ging.

Die wiederum unterlagen zwar am Ostermontag in Karlburg ein weiteres, das fünfte Mal in dieser Saison und verpassten dabei den Sprung an Großbardorf vorbei. Zwei Wochen später, als der TSV zu Hause gegen Frammersbach mit 0:1 verlor, war es aber soweit. Die Schützlinge von Carsten Nüsslein erledigten ihre Aufgabe beim TSV Mönchröden mit Bravour und siegten 4:1. Fortan war die DJK der Gejagte. Und als solcher strauchelte man tatsächlich noch einmal ein wenig. Bei TuS Leider kassierte man ganz spät das 1:1! Die Nerven? Aber Glück im "Unglück". Auch die Grabfeldgauer ließen Federn, kamen bei der vermeintlichen Pflichtaufgabe gegen die DJK Dampfach nicht über ein 2:2 hinaus.

Diesmal dem Druck gewachsen


Der eine Punktverlust zu viel, machte zwei Wochen später den Weg frei für die Rückkehr der DJK Don Bosco Bamberg in die Bayernliga. Die hatte das Team in den vergangenen beiden Jahren auch verpasst, weil man immer wieder in wichtigen Partien Punkte vergab und deswegen am Ende jeweils Dritter wurde. Diesmal jedoch war die Truppe dem Druck gewachsen.

Beeindruckend vor allem die Defensivstärke. Ganze 20 Tore kassierte man in 34 Partien. Nur der DJK Schwebenried-Schwemmelsbach und TuS Frammersbach gelangen drei Treffer gegen das Wildensorger Bollwerk. Das hielt beeindruckende 21 Mal die Null. Defense wins eben championsship.

Aber nur, wenn sie von einer starken Offensive begleitet wird. In der steht bei der DJK der zusammen mit dem Frammersbacher Patrick Amrhein vielleicht kompletteste und beste Spieler der Landesliga Nordwest: Patrick Görtler. In seinem ersten halben Jahr kam der Ex-Profi verletzungsbedingt kaum zum Einsatz und war kein Faktor. Seit dem Sommer jedoch ist er der Mann, der oft den Unterschied macht. 25 Tore hatte er vor dem finalen Spiel auf dem Konto, verteilt auf 17 Partien - ein herausragender Wert. Unter anderem traf der 28-Jährige in Großbardorf im Schlüsselspiel zweimal.


Der Top-Goalgetter und Unterschiedsspieler: Patrick Görtler.
Markus Schütz / anpfiff.info

Erfahrene und junge Defensivstrategen

Neben ihm gehören auch Kapitäm Simon Allgaier, Jonathan Müller und der erst 20 Jahre alte aber schon sehr erfahrene Jona Brettereich zu den Schlüsselspielern - allesamt sind in der Defensive zu Hause.

Letztgenannter steht zudem für den Weg, den man in Wildensorg wohl auch künftig eine Liga weiter oben gehen wird, den der Jugend. Der Innenverteidiger ist nur eines der zahlreichen Eigengewächse im Kader, die Coach Carsten Nüsslein weiterentwickelt hat und auch noch weiterentwickeln wird. Stellvertretend genannt sei hier nur Linus Nüsslein, der mit 18 Jahren schon mehr als 20 Einsätze in seiner Statistik stehen hat.

Er und einige andere machen Mut für die Zukunft, die wieder in der Bayernliga liegt.

Aber erst einmal wird kräftig gefeiert. Auf geht's! Ihr habt euch das verdient Jungs!

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