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Artikel veröffentlicht am 29.04.2026 um 07:00 Uhr
Was macht eigentlich: Dietmar Kusnyarik?
Als torgefährlicher Mittelfeldspieler war Dietmar Kusnyarik über Jahre hinweg erst als Spieler, später dann auch als Spielertrainer ein Fixpunkt beim imposanten Aufstieg des ASV Veitsbronn-Siegelsdorf bis hinauf in die Landesliga. Anschließend feierte "Didi" mit dem SV Raitersaich beachtliche Erfolge, ehe es seit 2021 deutlich ruhiger um ihn wurde. Wir fragen uns deshalb: Was macht eigentlich Dietmar Kusnyarik?
Von Michael Watzinger
Dietmar Kusnyarik war viele Jahre lang ein Erfolgsgarant auf den Fußballplätzen der Region. Inzwischen ist es um ihn ruhig geworden.
privat
Allmählich wirft das Kreispokalfinale zwischen dem ASV Veitsbronn-Siegelsdorf und den Sportfreunden aus Dinkelsbühl am kommenden Freitag auf der Sportmeile in Roßtal seine Schatten voraus (Anpfiff: 16 Uhr). Ein Mann, der beim letzten Pokalfinale des ASV auf dem Platz stand und 2013 die dritte Finalpleite in Serie jedoch auch nicht verhindern konnte, ist Dietmar Kusnyarik. Der Pokal und Veitsbronn, es sollte bislang keine Liebesgeschichte sein.

Entsprechend verblasst erscheinen dem heute 42-Jährigen die Erinnerungen an die Niederlage, die so gar nicht in das Gesamtbild von "Didi" bei seinem Herzensverein am Hamesbuck passt: "Es kann gut sein, dass ich beim letzten Pokalfinale des ASV dabei gewesen bin. Ehrlich gesagt habe ich an das Spiel selbst aber keine wirklichen Erinnerungen mehr", gesteht er mit einem Lachen. Viel präsenter sind dem langjährigen torgefährlichen Mittelfeldspieler die Erfolge mit dem ASV. "Es war damals eine tolle Zeit. Ich hatte mich 2010 dazu entschlossen, den TSV Neustadt/Aisch zu verlassen und von der Landesliga nach Veitsbronn in die damalige Kreisklasse zurückzukehren. Ich wollte wieder die Kameradschaft und das Miteinander fühlen. Auch wenn ich in Neustadt eine gute Zeit hatte, fühlte sich Veitsbronn für mich wie Nachhausekommen an. Dass wir dann eine derart erfolgreiche Zeit haben würden und bis in die Landesliga durchstarten würden, war da freilich nicht abzusehen. Zu der Zeit hatten wir aber eine perfekte Mischung aus hervorragenden jungen Spielern, die aus der Jugend hochkamen, und ein paar erfahreneren Akteuren. Die Stimmung im Team war herausragend und neben der sportlichen Qualität auch der große Erfolgsfaktor dieser Zeit", umschreibt Kusnyarik die Gegebenheiten, welche den ASV Veitsbronn von der Kreisklasse bis hinauf in die Landesliga bringen sollten. 

Gewohntes Bild: Dietmar Kusnyarik bejubelt einen seiner zahlreichen Treffer im Dress des ASV Veitsbronn-Siegelsdorf. Der Mittelfeldmann war einer der Wegbereiter des großen Aufschwungs am Hamesbuck, der bis hinauf in die Landesliga führte.
Christian Dotterweich

Es hätte alles ganz anders kommen können...

Dass es überhaupt zu dieser Erfolgsgeschichte kam, war in der Rückschau keinesfalls selbstverständlich, schließlich hatte Kusnyarik in der B-Jugend zwischenzeitlich ganz mit dem Fußballspielen aufgehört. "Ich stand in dieser Zeit bei der SpVgg Greuther Fürth im Tor und hatte den Spaß am Fußballspielen verloren. Es war ein großer Aufwand, den auch meine Familie betreiben musste, um mich zu allen Terminen zu bringen. Irgendwann fühlte es sich für mich nicht mehr richtig an. Deshalb entschied ich mich, trotz einiger Diskussionen mit meinem Vater, dazu, aufzuhören. Nach einiger Zeit wurde ich dann aber von meinem Freund Stefan Porst eingeladen, beim ASV Veitsbronn-Siegelsdorf mitzutrainieren – der Sportplatz war schließlich von meinem Kinderzimmer aus zu sehen! Ich habe mir das Ganze angesehen und fühlte mich sofort pudelwohl. Die einzige Bedingung war, dass ich nicht wieder die Torwarthandschuhe anziehen muss", erzählt Kusnyarik mit einem Schmunzeln. So wechselte er also vom Tor ins Feld und wurde im Laufe der Jahre zu einem absoluten Zugpferd im Mittelfeld, dessen Robustheit und Torgefährlichkeit in der Region ihresgleichen suchten.

In der Jugend stand Dietmar Kusnyarik noch zwischen den Pfosten, beim ASV Veitsbronn-Siegelsdorf wechselte er dann in das Feld – rückblickend eine gute Entscheidung.
Sebastian Baumann

Auch am Zuckermandelweg ein Erfolgsfaktor

Im Laufe der Jahre wurde schon während seiner Zeit in Veitsbronn aus dem Spieler Dietmar Kusnyarik der Spielertrainer. Am Erfolg änderte sich dabei aber wenig. Nach einem zweijährigen Abstecher zum Bezirksligisten SV Tennenlohe ging es für den ehrgeizigen Strategen weiter zum Zuckermandelweg, wo er mit dem SV Raitersaich binnen drei Jahren von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga vorstoßen konnte. "In Raitersaich hatte ich ebenfalls eine richtig gute Zeit und habe wahnsinnig tolle Leute auf und auch abseits des Spielfelds kennenlernen dürfen. Ich schaue auch heute noch ab und zu am Zuckermandelweg vorbei." Vor allem der zweite Aufstieg blieb Kusnyarik in besonderer Erinnerung: "Wir hatten den direkten Aufstieg in der eigenen Hand, haben aber gegen den SC Germania das abschließende Spiel mit 1:4 verloren und mussten deswegen in die Relegation. Es war wirklich schwierig, dafür nochmal die Köpfe freizubekommen. Ich hatte außerdem auch schon meinen Urlaub in Garmisch gebucht, bin dann extra für das zweite Relegationsspiel vier Stunden zurückgereist und nach dem Sieg wieder zu meiner Family gestoßen. Ich war froh, dass sich der Weg am Ende des Tages gelohnt hatte", lacht der Aufstiegstrainer heute über die Anekdote zu seiner ungewöhnlichen Spielvorbereitung.

Auch beim SV Raitersaich fühlte sich Dietmar Kusnyarik unheimlich wohl und feierte am Zuckermandelweg zwei weitere Aufstiege.
fussballn.de / Schlirf

Die Prioritäten gelten nun der Familie

Seit dem Ende der Saison 2021 ist es um den viele Jahre so dominanten Mittelfeldmann nun aber ruhiger geworden. Ein paar Einsätze für Veitsbronn standen noch zu Buche, einen Trainerjob nahm der heute 42-Jährige nicht mehr an. Die Gründe sind aus Kusnyariks Sicht ganz simpel: "Ich habe mich am Ende meiner Zeit in Raitersaich das erste Mal richtig verletzt, hab mir die Bänder gerissen. Es war ein Zeichen, dass es langsam dem Ende entgegengeht. Corona hat seinen Teil dazu beigetragen und auch beruflich war ich stark eingebunden. Ich wurde zum zweiten Mal Vater, habe nach meiner inzwischen 16-jährigen Tochter Lya einen nun siebenjährigen Sohn namens Leo, der viel Zeit mit mir verbringen möchte. Das reine Trainerdasein hat auf mich nicht den großen Reiz. Mir fehlt das Adrenalin auf dem Feld, man ist nicht so richtig mittendrin wie noch als Spielertrainer. Und ganz ehrlich: Ich schaue ungern Fußball von außen zu, mir fehlt da etwas. Natürlich verfolge ich die Ergebnisse meiner ehemaligen Vereine und ich schaue ab und zu vorbei. Dann aber eher, um alte Weggefährten wiederzusehen. Meinen Sohn nehme ich dann mit, aber er interessiert sich eher für die Spielplätze als für die Rasenplätze", schließt Dietmar Kusnyarik mit einem lauten Lachen. Auch ohne den wöchentlichen Amateurfußball hat der einstige Mittelfeldstratege sein Glück gefunden.

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Steckbrief D. Kusnyarik

Dietmar Kusnyarik
Alter
42
Nation
Deutschland
Größe
188 cm
Gewicht
82 kg
Dietmar Kusnyarik
Alter
42
Nation
Deutschland
Größe
188 cm
Gewicht
82 kg


Spielerstationen D. Kusnyarik


Trainerstationen D. Kusnyarik

19/21
BL
 
16/17
BL
15/16
BL
 
14/15
LL
 
13/14
LL
 

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