Wenn man sich heute Fußball anschaut, dann hat
man in der Regel vor allem Augen für die großen internationalen Vereine. Immer
wieder wird in den Medien präsentiert, wie Spieler und Vereine
Millionen-Verträge aushandeln und wie internationale Spitzenvereine die
Top-Ligen überall auf der Welt beherrschen. Und doch wird dabei eines in der
Regel immer wieder geflissentlich übersehen - die Tatsache, dass all diese Spieler ihren Ursprung in den kleinen
Amateurvereinen auf Ortsebene hatten. Hier wurde Ihr Talent entdeckt, hier
wurden ihre Fähigkeiten so verbessert, dass Spieler, die heute weltweit bekannt
sind, ihren Weg zur Weltspitze antreten konnten. Es ist
schon tragisch, dass ein Fußballtrainer der eine örtliche Fußballmannschaft zum
Teil nach Feierabend trainiert, vielleicht die morgigen Lukas Podolski oder Karl
Heinz Rummenigge auf ihrem Weg in die Fußballkarriere vorbereitet, er selbst
aber von dieser Leistung absolut nichts hat.
Örtlich Fußballvereine sind einfach anders
Schaut man sich lokale Fußballvereine an und
vergleicht diese mit Vereinen in den oberen Ligen, dann fällt einem vor allem
die Art der Unterstützung und der Begeisterung für den Verein auf. Ein
Ortsverein kann bei Spielen froh sein, wenn er 100 oder 200 Zuschauer zusammenbekommt. Die Spieler, die hier spielen, tun es nicht, um Geld zu verdienen. Sie
tun es aus Spaß am Fußball und aus Leidenschaft. Viele haben einen regulären
Job und vielleicht sogar Familie und trotzdem stehen sie mehrmals die Woche auf
einem halb zerfledderten Rasenplatz, um den Ball rollen zu lassen. Es geht nicht um Zuschauer und um
Millionengehälter. Es geht um die tiefe, unverfälschte Leidenschaft für einen
Sport, der einer der populärsten auf der Welt ist.
Und dass es so ist, zeigt sich auch bei
den regelmäßig stattfindenden Spielen der großen Vereine. Hier spielen
Millionengehälter und hohe Zuschauerzahlen eine entscheidende Rolle. Besonders
deutlich wird das in Wettbüros, in denen sich die Quoten nahezu sofort ändern,
sobald ein Verein auch nur ein einziges Ligaspiel gewinnt oder verliert.
Mittlerweile ist das Interesse an Sportwetten so groß, dass immer mehr Online Casinos ihr Angebot entsprechend erweitern. Viele Anbieter kombinieren klassische
Casinospiele wie Poker, Baccarat, Blackjack und Roulette mit aktuellen
Sportwetten und bieten fortlaufend aktualisierte Quoten für die neuesten
Bundesliga-Spiele an. Doch im Kern geht es hier weniger um Wettmärkte, sondern
vielmehr um die unterschiedlichen Grundlagen, auf denen Ortsvereine und
Profivereine beruhen: Die einen werden von Leidenschaft und ehrenamtlichem
Engagement getragen, die anderen von Millionengehältern und langfristigen
Verträgen. Ironischerweise gäbe es die Profivereine ohne die Basisarbeit der
Ortsvereine überhaupt nicht.
Fast jeder Ort in Deutschland hat einen
eigenen Fußballverein Es gibt verschiedene Jugend- und Herren Ligen und
Spieler und Trainer opfern für ihre Leidenschaft zum Fußball einen guten Teil
ihrer Freizeit nicht zu vergessen, dass die Hobbyspieler dabei dann oft auch
noch Vereinsbeiträge zahlen müssen. Der Verein selbst lebt größtenteils durch Unterstützung von Kommunen
und örtlicher Wirtschaft. Die Rasenfläche und gegebenenfalls Vereinsgebäude
werden von der Stadt großzügig gesponsert und in Schuss gehalten. Trikots und
Trainingsausstattung werden von der örtlichen Wirtschaft gesponsert und nicht
wenige Trainer in den Jugendligen opfert, wie bereits erwähnt, ehrenamtlich
seine Freizeit um den Kindern die Faszination von Fußball näherzubringen. Wenn
man einmal aufgelistet welche Förderungen durch freiwillige Unterstützung
erfolgt kann man also folgendes festhalten:
- Sport und Trainingsflächen
- Vereinskleidung der Spieler (Schuhe, Trikots)
- Trainer arbeiten ehrenamtlich
- Reinigungs und
Wartungsarbeiten
Gibt es einen Bruch zwischen Fußballvereinen und Profivereinen?
Dass es fundamentale Unterschiede geben muss
zwischen örtlichen Fußballvereinen und den großen Ligaclubs, ist wohl eine
allgemein akzeptierte Tatsache. Was aber trotzdem bei genauerer Betrachtung ins
Auge fällt, ist die mangelnde Wertschätzung der großen Fußballclubs gegenüber
den Ortsvereinen. Während Kommunen und Unternehmen letztere durch freiwillige
Spenden und regionale Unterstützung nach besten Möglichkeiten fördern, lassen
selbst die großen Bundesligavereine nur selten echte Unterstützung und
Anerkennung der kleineren Vereine erkennen. Abgesehen von gelegentlichen Freundschaftsspielen ist kaum zu erkennen,
dass z. B. Bundesligavereine örtliche Fußballclubs – die ja in gewisser Weise die Kaderschmiede
ihrer zukünftigen Spieler sind – in irgendeiner Weise besonders wertschätzen.
Natürlich ist es wohl kaum möglich, dass
Fußballvereine jedem Ortsverein eine Spende am Jahresende überreichen. Und
wahrscheinlich ist das auch nicht gewollt. Aber was wäre, wenn man nicht nur
Freundschaftsspiele besser promotet, sondern diese auch für den Ortsverein
langfristig gewinnbringender ausnutzt. Es wäre doch wohl kaum ein Problem, wenn
die großen Vereine nach Freundschaftsspielen Tassen oder Trikots zur Verfügung
stellen, welche die Ortsvereine dann vor
Ort verkaufen könnten. Ebenso wären zum Beispiel Signierstunden von Spielern in
Ortsvereinen sicher möglich und böten die Gelegenheit, neue Sponsoren
anzulocken und Interesse für den Ortsverein zu wecken. Selbstverständlich ist es nicht so, dass so
etwas nicht schon passiert ist. Tatsächlich ist es aber noch zu sporadisch und
selektiv und weit entfernt von dem, was eigentlich möglich wäre.
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