"Unterschied wie Tag und Nacht": FSV Stadeln II fühlt sich in neuer Umgebung wohl - fussballn.de
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Artikel veröffentlicht am 01.02.2026 um 09:00 Uhr
"Unterschied wie Tag und Nacht": FSV Stadeln II fühlt sich in neuer Umgebung wohl
Vor Saisonbeginn erfolgte für den FSV Stadeln II der Wechsel von der Kreisliga Nürnberg in die Frankenhöhe. In neuer Umgebung wusste die Bayernliga-Zweitvertretung gerade zu Beginn der Spielzeit besonders zu überzeugen, ehe ein magerer September folgen sollte. Ungeachtet des sportlichen Abschneidens fühlen sich Trainer Sven Pelz und seine Mannen mit dem Schritt ins Unbekannte bislang pudelwohl.
Von Michael Watzinger
Trainer Sven Pelz blickt nach dem Kreisliga-Wechsel seines FSV Stadeln II in die Frankenhöhe bislang zufrieden auf den Schritt.
Georgios Xygas
Wechsel in die Frankenhöhe als richtiger Schritt

Gut ein halbes Jahr ist es inzwischen her, seit der FSV Stadeln II nach seinem ersten Kreisliga-Jahr von Nürnberg freiwillig in den Spielkreis Frankenhöhe wechselte. "Wir hatten den Wechsel recht frühzeitig angefragt und haben dann vielleicht auch ein wenig davon profitiert, dass Türkspor nach dem Relegations-Chaos in der Kreisliga bleiben musste. Aus meiner Sicht hätten sie den Aufstieg sportlich zwar absolut verdient gehabt, aber durch ihren erneuten Start in der Kreisliga war für uns der Weg in die Frankenhöhe frei. Schließlich waren dann in Nürnberg 17 Vereine und in der Frankenhöhe nur 15. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass Türkspor im Bezirk starten darf", blickt Trainer Sven Pelz auf die Begleitumstände des Stadelner Wechsels zurück.

Trainer Sven Pelz kann dem Wechsel seines FSV Stadeln II in die Frankenhöhe bislang nur Positives abgewinnen.
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Bereut hat man jene Veränderung am Kronacher Wald bislang nicht. Im Gegenteil, der 46-Jährige fühlt sich mit seiner Mannschaft im neuen Umfeld pudelwohl: "Es herrscht zwischen den Vereinen ein ganz anderes Miteinander: Während es in Nürnberg stellenweise schon sehr verbissen und hitzig zuging, herrscht in der Frankenhöhe ein fast schon freundschaftlicher Umgang. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Natürlich ist man 90 Minuten lang Gegner und alle wollen gewinnen. Danach ist aber eine angenehme Atmosphäre: Wir nehmen zu unseren Auswärtsspielen zum Beispiel gerne mal eine Brotzeit mit und haben dann auch schon einen Teil davon gegen Bier getauscht und dann zusammen gevespert. So etwas ist einfach toll und das kannte ich so bislang nicht."

Auf den Traumstart folgte die Durststrecke

Auch sportlich hätten sich die Stadelner wohl kaum einen besseren Start im neuen Umfeld ausmalen können, schließlich kam man mit drei Siegen und einem Remis aus den ersten vier Partien nahezu perfekt aus den Startblöcken. Dann aber setzte es gegen den Primus VfB Franken Schillingsfürst eine 2:3-Pleite. "Diese Niederlage im Kärwa-Spiel war äußerst unglücklich, denn wir führten zur Pause mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel ist dann bei uns aber der Faden gerissen und wir haben in der Schlussminute gar noch das 2:3 kassiert. Diese Pleite leitete dann einen gewissen Abwärtstrend ein", blickt Pelz zurück.

Gegen den VfB Franken Schillingsfürst (in weiß) sahen Thilo Abudo und der FSV Stadeln II (in schwarz) zur Pause wie der Sieger aus. Trotz einer Zwei-Tore-Führung stand die Pelz-Elf dann aber am Ende erstmals mit leeren Händen da und es folgte ein Negativlauf.
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Was folgte, war mit zwei Punkten aus sechs Spielen ein äußerst magerer September, ehe Anfang Oktober durch einen 5:1-Heimerfolg gegen den ESV Ansbach/Eyb der Negativtrend gestoppt werden konnte. "Anschließend haben wir uns wieder gefangen und konnten auch die nötigen Punkte sammeln, um jetzt zum Jahreswechsel im gesicherten Mittelfeld zu überwintern. Insgesamt können wir mit unserem 9. Platz aktuell absolut leben. Man darf nicht vergessen, dass neben uns nur der 1. FC Herzogenaurach und der SC Großschwarzenlohe eine Zweite in der Kreisliga vorweisen können und es eigentlich ausschließlich gegen 1. Mannschaften geht. Bedenkt man dann, dass es für uns nach dem Aufstieg erst das zweite Jahr im Kreisoberhaus ist, dürfen wir schon wirklich zufrieden sein", ordnet der Coach die Lage während der Winterpause richtigerweise ein. Elf Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone belegen dabei die These einer bisher durchaus überzeugenden Stadelner Runde.

Wenige Veränderungen im Stammkader

Das große Ziel, der frühzeitige Klassenerhalt, soll dabei ohne große Veränderungen beim Stammpersonal bewerkstelligt werden. Mit Anthony Alvarado, den es zum TSV Burgfarrnbach zog, verließ nur ein fester Bestandteil des Teams den Kronacher Wald, während alle weiteren, in der Statistik aufgeführten Abgänge Teil der 1. Mannschaft waren. Umgekehrt konnte man mit Abdulrahman Al Mohammad einen Außenverteidiger für sich gewinnen, der zuletzt für Fortuna Regensburg am Ball war. "Natürlich zeigt sich der eine oder andere Spieler mal bei uns im Training und wir verschließen uns auch nicht, wenn es sportlich und zwischenmenschlich Sinn macht. Aber eine Spielerjagd gibt es bei uns nicht. Mit Florian Kauerauf und Felix Kundoch kommen außerdem ja auch noch zwei Langzeitverletzte zurück und sind damit gefühlte Neuzugänge", führt der Übungsleiter die Kaderveränderungen im Winter auf.

Mit Tim Paschek, Jan Mazanec und Dominik Wellhöfer halfen zwischenzeitlich darüber hinaus auch noch altbekannte Gesichter in Notzeiten aus. "Das sind einfach super Typen und man kann diesen Jungs für ihre Hilfe nur dankbar sein: Sie waren zur Stelle, als es personell dünn wurde, wissen natürlich ganz genau, was zu tun ist, und haben der jungen Mannschaft die nötige Cleverness und Stabilität verliehen. Unsere Tür steht ihnen immer offen", zeigt sich Pelz von der Unterstützung durch das angesprochene Trio begeistert.

Routinier Jan Mazanec (in rot) gehörte zu einem Trio, welches die Stadelner Zweitvertretung in Notzeiten unterstützte. Sven Pelz sieht die Türe für diese Akteure nach wie vor offen.
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Ziel bleibt eine Durchlässigkeit nach oben

Trotz der drei alten Hasen richtet Sven Pelz den Fokus weiterhin vor allem auf die Nachwuchsförderung. "Wir haben eine unheimlich gute Juniorenabteilung – die A-Jugend hat es ja inzwischen auch in die BOL geschafft. Deshalb ist es wichtig, einen möglichst guten Übergang in den Herrenbereich zu ermöglichen. Die Konstellation mit der 1. Mannschaft in der Bayernliga, der 2. Mannschaft in der Kreisliga und einer 3. Mannschaft in der B-Klasse ist perfekt, weil für jeden Leistungsstand etwas dabei ist und sie viel Raum für die individuelle Entwicklung lässt. Ziel ist eine gewisse Durchlässigkeit. Und dass so etwas geht, haben zuletzt ja Paul Trautner, Maurice Reichenauer oder Julius Götz gezeigt, die sich – genauso wie zum Beispiel auch ein Sebastian Steinbacher – für Einsätze in der Bayernliga empfohlen haben. Die Kommunikation zwischen den Trainern klappt dabei wirklich hervorragend und erleichtert es den Spielern."

Julius Götz (in rot) konnte sich bereits für einige Bayernliga-Einsätze empfehlen.
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Der Erhalt der Kreisliga ist aus Sicht von Pelz ein wichtiges Puzzlestück für den gesamten Verein: "Klar, die 1. Mannschaft ist das absolute Aushängeschild des Vereins und das ist auch gut so! Trotzdem ist für uns der Klassenerhalt in der Kreisliga von großer Bedeutung, schon alleine damit der Sprung zwischen der 1. Mannschaft und der 2. Mannschaft nicht noch größer wird. Für Spieler aus der eigenen Jugend gibt es aus meiner Sicht dann nichts Besseres: Sie kommen gut ausgebildet in den Herrenbereich, können sich in einer guten Kreisliga beweisen und haben darüber hinaus bei entsprechender Entwicklung die Möglichkeit, für ihren Verein und ihr Wappen in der Bayernliga aufzulaufen! Mir persönlich macht es nach wie vor eine enorme Freude, die Jungs auf ihrem Weg zu begleiten und meinen kleinen Teil beizutragen."

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