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Artikel veröffentlicht am 27.01.2026 um 06:00 Uhr
Zweites Zabo-Jahr nach dem Aufstieg: Weiterentwicklung geht in die richtige Richtung
Die SpVgg Zabo Eintracht spielte nach der Rückkehr in die A-Klasse mit Platz 5 eine tolle erste Saison 2024/2025, die am Ende einen kleinen Wermutstropfen zu bieten hatte. In der laufenden Spielzeit der A-Klasse 7 rangiert die Schüßler-Truppe zur Winterpause auf derselben Stufe und will die eigene Entwicklung trotz des Abgangs seines Torjägers kontinuierlich fortführen.
Von Fabian Strauch
Trainer Michael Schüßler formte mit der SpVgg Zabo Eintracht in den vergangenen dreieinhalb Jahren einen gestandenen A-Klassisten.
Timo Kaiser
Die SpVgg Zabo Eintracht kehrte im Sommer 2024 als Meister der B-Klasse 6 nach drei Jahren in den Niederungen des Amateurfußballes zurück in die A-Klasse, wo man in Gruppe 7 eine starke Saison hinlegte und bis kurz vor Saisonende um den Aufstieg mitspielen konnte. „Wenn man sieht, wo der Verein vor dreieinhalb Jahren stand, als ich hier angefangen habe, und wie wir damals Fußball gespielt haben, dann war die Saison 2024/2025 eine sehr, sehr gute Saison für uns. Es war unser erstes Jahr zurück in der A-Klasse und wir haben uns in kürzester Zeit von einem Aufsteiger zu einer gefestigten A-Klassen-Mannschaft entwickelt“, blickt Trainer Michael Schüßler, der seit Sommer 2022 die Zaboraner coacht, höchst zufrieden auf die rasante Entwicklung in der vergangenen Spielzeit zurück: „Vor allem in der Rückrunde haben wir richtig guten Fußball gespielt und auch enge Spiele häufig für uns entschieden. Das hing sicherlich auch damit zusammen, dass wir im Winter noch einmal gezielt nachverpflichtet haben, was die Entwicklung der Mannschaft deutlich beschleunigt hat.“

Überragend gute Saison nach der Rückkehr – Zwischenbilanz zur Winterpause nicht ganz zufriedenstellend

Dabei war das Saisonende insbesondere mit dem vom Sportgericht als unberechtigt deklarierten und (folgerichtig) neu angesetzten, vom SV Maiach ausgelösten Spielabbruch verknüpft, weil Zabo auf den Antritt zur Neuauflage des Duells verzichtete und sich so bewusst zwei Spieltage vor Rundenschluss selbst aus dem Aufstiegsrennen nahm. „Unter anderen Umständen, mit Blick auf den Saisonverlauf zum Ende hin, wäre mit diesem Kader insgesamt sogar noch mehr möglich gewesen. Unterm Strich war es – gerade mit Blick darauf, wo wir herkommen – eine überragend gute Saison, mit der ich sehr zufrieden bin“, berichtet Schüßler stolz und zugleich mit einem Funken Wehmut in Bezug auf den mit Tabellenplatz fünf knapp verpassten Durchmarsch.

Moritz Bleitner und die SpVgg Zabo Eintracht (in grün) fanden sich nach dem Aufstieg schnell wieder in der A-Klasse zurecht.
fussballn.de / Strauch

Auch im zweiten Jahr als Aufsteiger rangiert die Eintracht zur Winterpause auf dem fünften Rang im Tableau und hatte im bisherigen Saisonverlauf so einige Herausforderungen zu meistern, ehe man sich (erneut) in den Top 5 einnisten konnte. „Mit der Leistung auf dem Platz in der Hinrunde sind wir nicht ganz zufrieden, wobei es dafür nachvollziehbare Gründe gibt. Wir konnten nur in wenigen Spielen mit dem kompletten Kader antreten, was sich auf Konstanz und Ergebnisse ausgewirkt hat. In den Phasen, in denen der gesamte Kader zur Verfügung stand, war die Qualität der Mannschaft klar erkennbar, auch wenn uns in engen Spielen ab und zu das nötige Fortune gefehlt hat. Dieses müssen wir uns mit Blick auf die Rückrunde wieder erarbeiten“, fordert der Chefanweiser von den Schützlingen der 1. Mannschaft und vergisst nicht das gesamte Gebilde an der Fallrohrstraße: „Unabhängig davon sind wir mit der Gesamtentwicklung des Vereins sehr zufrieden. Die 2. Mannschaft wurde gut integriert, im Jugendbereich wird sehr gute Arbeit geleistet und auch Zabo United ist eine starke Truppe, die das Vereinsleben zusätzlich bereichert. Insgesamt geht die Entwicklung des Vereins klar in die richtige Richtung.“

Ein schmerzlicher Abgang auf dem Feld, ein Zugang an der Seitenlinie

Exemplarisch für die Formkurve der Spielvereinigung steht personell Torjäger Ehi Ikhisemoje, der in den abgelaufenen zweieinhalb Spielzeiten satte 65 Treffer zum Zaboraner Aufschwung beisteuern konnte und sich nun im Winter dem Post SV in der Kreisliga angeschlossen hat. Weitere Personalrochaden sind indes nicht geplant, wie Schüßler zu Protokoll gibt: „Zur Winterpause gibt es im Kader keine großen Veränderungen, abgesehen vom Abgang von Ehi Ikhisemoje. Diesen Verlust wollen wir gemeinsam als Team kompensieren. Jeder Spieler bringt sich noch einen Tick stärker ein, sodass wir die Mannschaft geschlossen und mit vollem Einsatz weiterentwickeln.“ Ganz auf frische Impulse will man aber auch im Nürnberger Osten nicht verzichten und erweiterte den Staff daher mit einem ehemaligen Spieler. „Ein echter Pluspunkt ist die Verstärkung meines Trainerteams durch unseren neuen Co-Trainer Christian Strauß. Mit seiner Erfahrung und seinem Engagement wird er uns wertvollen Support geben und dazu beitragen, dass wir sportlich weiterhin Schritt für Schritt vorankommen“, sieht Schüßler eine sinnvolle Ergänzung in Strauß, der im Sommer 2025 seine Schuhe im Herrenbereich an den Nagel hängte und neben den Einsätzen bei den Alten Herren dennoch punktuell bei Personalmangel in den Vollmannschaften aushilft.

Angreifer Ehi Ikhisemoje (in grün) soll seinen Torriecher künftig in der Kreisliga beim Post SV unter Beweis stellen.
fussballn.de / Gitzing

Förderung der jungen Spieler als Erfolgsfundament – Restart-Gegner als gutes Omen?

Beim Blick auf die restliche Saison der 1. Mannschaft stellt der ambitionierte Trainer in Zerzabelshof mit neun Zählern Rückstand zu den Aufstiegsrängen weniger die Platzierung in der Endabrechnung, sondern vielmehr den bereits erfolgreich eingeschlagenen Weg mit einem unterstützenden Erfolgsfaktor ins Rampenlicht: „Unser wichtigstes Ziel bleibt, die Weiterentwicklung der Mannschaft kontinuierlich fortzusetzen, genau wie wir es in den letzten Jahren getan haben. Dazu gehört auch die Förderung unserer jungen Spieler, die im Sommer aus der Jugend zu uns gestoßen sind.“

Ein gutes Omen stellt derweil Mitte März der Auftaktgegner mit dem TV Glaishammer dar, den man im Hinspiel komplett in seine Einzelteile zerlegen konnte. "Wir erwarten ein anspruchsvolles Auftaktprogramm. Den Start macht das Auswärtsspiel gegen TV Glaishammer. Nach unserem 14:0-Hinspielsieg werden sie alles daran setzen, sich zu revanchieren, und es ist heute auch nicht mehr die gleiche Mannschaft. Es wird also ein hartes Spiel, genauso wie die folgenden Begegnungen gegen die starken Teams aus der oberen Tabellenregion. Dennoch freuen wir uns darauf, uns in dieser starken Liga erneut zu zeigen und auch das eine oder andere Ausrufezeichen zu setzen", blickt Schüßler auf die kommenden Aufgaben voraus. Mit einer ähnlich erfolgreichen zweiten Saisonhälfte wie im Vorjahr könnte die Entwicklungskurve der SpVgg Zabo Eintracht gar noch steiler ansteigen.

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Tabelle A-Klasse 7

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
3
15
56:32
33
6
16
39:31
24
7
16
40:58
22
12
15
30:49
8
13
16
26:53
7
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

Spiele-Bilanz Zabo Nbg.

Spiele
16
Siege gesamt
8
Heim-Siege
4
Auswärts-Siege
4
Unentschieden
3
Niederlagen gesamt
5
Heim-Niederlagen
3
Auswärts-Niederlagen
2
:0
Zu-Null-Spiele
3
0:
Spiele ohne eigenen Treffer
1

Nächste Spiele Zabo Nbg.

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So. 29.03.2026 14:00 Uhr
So. 12.04.2026 14:00 Uhr
So. 26.04.2026 14:00 Uhr
In Klammern aktuelle Tabellenplatzierung

Saisonbilanz E. Ikhisemoje

 
25/26
15
15
0
4
R
1
0
24/25
26
18
0
2
R
1
0
23/24
19
32
0
1
R
2
0
22/23
10
4
0
6
R
0
0
22/23
7
3
0
1
R
0
0
21/22
4
0
0
3
R
0
0
21/22
1
1
0
0
R
0
0
16/17
2
1
0
0
R
0
0
15/16
9
1
1
7
R
0
0
15/16
11
1
0
2
R
0
0
14/15
1
0
0
0
R
0
0
14/15
1
2
0
0
R
0
0
Gesamt
106
78
1
26
0
4
0

Spielerstationen C. Strauß


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