von fussballn.de / Strauch
Die Gäste aus Langwasser machten ihrem Spitznamen "grüne Welle" direkt von Beginn an alle Ehre und lagen gegen noch abwesende Hausherren, die mit einer zusammengewürfelten Truppe aufliefen, bereits nach sieben Minuten mit 2:0 in Führung. Zunächst netzte VfL-Spielmacher Maglione nach einem kurzen Dribbling durch den Sechzehner unter gütiger Mithilfe des holprigen Fünfmeterraumes zum 1:0 ein (3.), ehe Vegele sieben Minuten später eine Jneat-Flanke ins lange Eck zum 2:0 einköpfen konnte. Die Eintracht wirkte geschockt und sah eine Offensivaktion nach der anderen auf sich zukommen, doch Mahmoud (nach feiner Vegele-Hackenvorlage), Mutove (per Kopf nach Ecke drüber) sowie Maglione (an die Latte) verpassten den dritten VfL-Streich bis zur Mitte der ersten Hälfte. Die Falkenheimer kamen in Spielminute 27 zu ihrer ersten Gelegenheit und wurden durch einen gegnerischen Ballverlust eingeladen, den Angreifer Macri rechts am Ziel vorbeisetzte. Wenig später setzte Mahmoud zum Solo für die Gäste an und spielte quer auf Miederer, dem im Sandwich von zwei Verteidigern ein Elfmeter verwehrt wurde. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ließ Eintracht-Routinier Beer seine ganze Klasse mit einem Chipball auf Macri aufblitzen, der jedoch einmal mehr knapp vorbeiköpfte. So ging es mit einer verdienten Zwei-Tore-Führung der Gäste in die Kabinen.
Analog dem ersten Durchgang begann auch die zweite Spielhälfte mit einem Paukenschlag, als Vegele das vermeintliche 3:0 nachlegte, dabei von Referee Grell, der seinen Assistenten überstimmt hatte, aufgrund einer zweifelhaften Abseitsposition zurückgepfiffen wurde (50.). Der VfL ließ nicht locker und drängte auf die Vorentscheidung, die Federle zwischen den Falkenheim-Pfosten gekonnt im direkten Duell gegen den starken Maglione zunächst noch verhindern konnte. Wiederum nur wenige Augenblicke später war dann aber auch der Heimkeeper machtlos, als Miederer im zweiten Versuch das 3:0 für die Gäste besorgte. Kampflos wollten sich die Gastgeber allerdings nicht ergeben und scheiterten in der Folge erst an VfL-Schlussmann Berger, bevor Apaydin zu allem Überfluss noch das Lattenkreuz anvisierte (61., 80.). Zwischendurch hatte aber auch der VfL noch drei dicke Gelegenheiten: Erst hob Dörsch das Leder aus dem Lauf über den Querbalken, dann traf Vegele aus zu spitzem Winkel das Außennetz und mit dem Schlusspfiff prüfte Mustapha Federle mit einem satten Strahl aufs kurze Eck. So stand am Ende ein verdienter 3:0-Erfolg für den VfL Nürnberg, wobei den nie aufsteckenden Gästen durchaus der Ehrentreffer zu gönnen gewesen wäre.
Spielbericht eingestellt am 30.04.2026 23:26 Uhr