Die Vorzeichen waren klar, der FC Coburg musste zu Hause gewinnen, um die Klasse noch zu halten, Pfaffenhofen würde ein Unentschieden zum Aufstieg reichen. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte nutzten die Gäste einen Ausrutscher in der Coburger Hintermannschaft aus und gingen in Führung. Nach dem Seitenwechsel hatte Coburg zwei Mal die Möglichkeit zum Ausgleich, verpasste diesen und musste dann noch zwei Treffer hinnehmen und somit war der Abstieg der Vestekicker in die Landesliga besiegelt.
Stefan Liebler läuft den Ball gegen Leonard Späth ab.
Mirco Schuberth
Ohne großes Abtasten begann die Begegnung zwischen dem FC Coburg und dem FSV Paffenhofen und nach acht Minuten der erste Abschluss durch Lucas Jacob, doch dessen Schuss aus halbrechter Position ca. 20 Meter vor dem Tor konnte Köhler im Tor der Gäste parieren. Es war von Beginn an eine umkämpfte Partie mit vielen engen Zweikämpfen, in der die Gastgeber bei Ballgewinn versuchten schnell umzuschalten, doch meist kam der letzte Pass nicht an. Aber auch die Gäste hatten nach vorne ihre Akzente, aber auch hier war der letzte Pass in der gegnerischen Hälfte viel zu ungenau. Gefährlich wurde es nach 22 Minuten, nach einer Ecke von Liebler von der rechten Seite ging der Ball an Freund und Feind, aber auch am langen Pfosten vorbei. Nach einer kurzen Trinkpause ging es dann weiter, beide konnten sich aber nicht entscheidend vor das Tor kombinieren, viele Abspielfehler auf beiden Seiten prägten die Partie, Torraumszenen waren absolute Mangelware in Hälfte eins. Beide Abwehrreihen machten ihre Sache aber auch gut, die Offensivspieler hatten wenig Luft und Zeit zum Atmen, so dass die Partie überwiegend zwischen den Strafräumen stattfand. Coburg kam einfach nicht tief genug in die Hälfte von Pfaffenhofen die langen Bälle waren kein Problem für Pfaffenhofen wenn sie ankamen, die Gäste verteidigten gut und leidenschaftlich und ließen kaum etwas zu. Kurz vor der Pause ein Einwurf der Gastgeber in der eigenen Hälfte, der Ball kam zu Tranziska und dieser rutschte unglücklich weg, Maurice Untersänger schnappte sich das Leder, lief alleine auf das Tor zu und vollendet eiskalt ins kurze Eck. Ein Tor zur Unzeit für die Vestekicker und so lief man zur Pause dann einen Zwei Tore Rückstand hinterher.
Fabian Carl geht an Yasin Keskin vorbei.
Mirco Schuberth
Vier Minuten nach Wiederanpfiff dann gleich die erste Möglichkeit für die Gäste aus Pfaffenhofen, Liebler wurde auf der linken Seite schön in Szene gesetzt und schloss aus relativ spitzem Winkel ab, doch Krempel war zur Stelle und konnte parieren. Keine drei Minuten später die große Möglichkeit zum Ausgleich für den FCC, nach einem schönen Diagonalball setzte sich Carl über die rechte Seite durch, dribbelte in den Strafraum und legte quer, doch der Abschluss von Fischer konnte auf der Linie noch geklärt werden. Das Spiel wurde jetzt ein wenig offener und ging durchaus hin und her, nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Kuchlbauer am zweiten Pfosten mit dem Kopf an das Leder, doch der Ball ging am Tor vorbei. Kurz darauf Ecke für die Gäste und am zweiten Pfosten kam Zanker mit dem Fuß an das Leder, dies ging aber knapp am Tor vorbei. Coburg musste was machen und so ergaben sich natürlich auch Räume für die Gäste aus Pfaffenhofen, doch nach einer knappen Stunde die zweite gute Möglichkeit zum Ausgleich. Wieczorek eroberte sich das Leder, spielte einen schönen Ball in die Spitze auf Carl, dieser stand alleine vor Köhler und schloss ab, doch der Schlussmann der Gäste verhinderte den Ausgleich. Zwei Möglichkeiten für den FC Coburg, die man dann einfach im Tor unterbringen muss, wenn man die Klasse halten möchte und so kam es dann, wie es kommen musste. In der 62. Minute war es Michael Sänger, der den Ball auf der linken Seite bekam und dann seinen Mitspieler Liebler in Szene setzte und dieser vollendete im Strafraum ins lange Eck zum 2:0 für den FSV Pfaffenhofen. Insgesamt fehlte bei den Vestekickern ein wenig das Aufbäumen, Calle Schiebel forderte seine Jungs immer wieder auf, die Köpfe nach oben zu nehmen, doch nach dem 2:0 war die Messe dann eigentlich gelesen. Pfaffenhofen war nach vorne effektiv, verteidigte hinten leidenschaftlich und hatte natürlich jetzt alle Trümpfe in der Hand. In der Endphase wurde es nach einer Ecke von Redl und einem Schuss von Brudtloff noch gefährlich, doch Krempel war zweimal zur Stelle. In der 76. Minute dann ein schöner Steckpass auf der rechten Seite in den Strafraum zu Brudtloff und diesmal brachte wer den Ball zum 0:3-Endstand im Tor des FC Coburg unter. Jetzt war die Partie natürlich endgültig entschieden, in den Schlussminuten tat sich nicht mehr viel und am Ende muss man in Summe sagen, dass der Sieg für Pfaffenhofen absolut in Ordnung geht, vielleicht aber ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Am Ende auch völlig egal, Pfaffenhofen steigt in die Bayernliga auf und der FC Coburg muss nach einem Jahr leider wieder den Gang in die Landesliga antreten.
Stefan Liebler mit dem 2:0 für Pfaffenhofen.
Mirco Schuberth
Es war ein Spiel auf Augenhöhe, am Ende aber geht der Sieg für den FSV Pfaffenhofen in Ordnung, sie investierten einfach mehr in die Partie, waren effektiv vor dem Tor, haben zudem leidenschaftlich verteidigt und sind am Ende verdient als Sieger vom Platz gegangen. Beim FC Coburg fehlte es ein wenig an der Körpersprache, selbst beim knappen 0:1-Rückstand und zweier guten Möglichkeiten war ein richtiges Aufbäumen nach dem Seitenwechsel nicht zu erkennen.
Spielbericht eingestellt am 25.05.2026 20:51 Uhr