von Tim Hübler
Interimscoach Sandro Preißinger war die Erleichterung nach dem Abpfiff deutlich anzusehen. In seinem ersten Heimspiel an der Seitenlinie des FC Eintracht Münchberg zeigte seine Mannschaft eine engagierte Leistung und rang dem Tabellenführer der Landesliga Nordost, der DJK Ammerthal, ein 0:0-Unentschieden ab. Nachdem der ursprünglich geplante Heimauftakt vor zwei Wochen noch witterungsbedingt verschoben werden musste, war nun alles angerichtet für das erste Heimspiel des Jahres 2026 unterm Rohrbühl. Und die Aufgabe hatte es gleich in sich: Mit der DJK Ammerthal gastierte der Ligaprimus in Münchberg.
Münchberg in der ersten Hälfte spielbestimmend
Die erste Halbzeit gehörte dabei zu vielen Teilen der Heimelf. Die Münchberger übernahmen zunehmend die Kontrolle und setzten erste Akzente. Bereits in der 11. Minute hatte Noah Wich die Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss strich knapp am Pfosten vorbei.
Gefährlich blieben allerdings auch die Gäste, die immer wieder über schnelle Gegenstöße zum Abschluss kamen – meist über ihren pfeilschnellen Angreifer Michael Janner, der die FCE-Defensive mit seiner Geschwindigkeit mehrfach vor Probleme stellte. So musste Julian Ott in der 19. Minute in höchster Not klären, nachdem Janner erneut gefährlich durchgebrochen war.
Zehn Minuten später bot sich den Münchbergern die nächste Gelegenheit: Nach einem Missgeschick von Ammerthals Torhüter Sommerer kam Noah Wich an den Ball, doch auch diese Situation konnte die Gästeabwehr noch bereinigen. Auf der Gegenseite zeigte Jonas Lang seine Klasse, als er in der 35. Minute einen gefährlichen Abschluss der Ammerthaler parierte. Weitere Versuche von Lucas Köhler und Michael Söllner fanden ebenfalls nicht den Weg ins Tor, sodass es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause ging. Trainer Sandro Preißinger zeigte sich besonders mit dem ersten Durchgang zufrieden: „Wir sind von Beginn an sehr gut in die Partie gekommen und konnten vieles von dem umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Besonders in der ersten Halbzeit waren wir sehr dominant und haben uns mehrere gute Chancen erarbeitet.“
Ausgeglichene zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine deutlich ausgeglichenere Partie. Große Torchancen blieben zunächst auf beiden Seiten aus. Die größte Möglichkeit für die Hausherren ergab sich in der 59. Minute: Emre Mal setzte sich stark durch und lief allein auf Torhüter Sommerer zu. Der Gästekeeper parierte jedoch den Abschluss, und auch der Nachschuss von Timo Frank strich knapp am Tor vorbei. Preißinger reagierte und brachte mit Paul Bienek und David Wich frische Offensivkräfte für die Schlussphase. Doch auch die Ammerthaler meldeten sich noch einmal zu Wort: Ein Freistoß aus rund 16 Metern segelte in der 71. Minute nur knapp über das Münchberger Gehäuse.
Rote Karte in der Schlussphase
In der 80. Minute wurde es noch einmal hektisch: Nach einem Zweikampf ließ sich Ammerthals Anton Shynder zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah dafür die Rote Karte. Die Gäste mussten die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Dennoch bot sich ihnen kurz vor dem Ende noch eine Gelegenheit nach einer Ecke, die jedoch am Tor vorbeistrich. So blieb es beim torlosen Remis, mit dem die Münchberger gut leben konnten – auch wenn vielleicht sogar mehr möglich gewesen wäre. Torhüter Jonas Lang ordnete die Partie nach dem Schlusspfiff ein: „Auf jeden Fall sind wir mit dem Punkt zufrieden. Das war genau die Reaktion, die es im Vergleich zur letzten Woche gebraucht hat. Mit ein bisschen Glück hätten wir vielleicht den Lucky Punch setzen können. Aber im Großen und Ganzen ist es ein gerechtes Unentschieden.“ Auch Preißinger sah im Ergebnis vor allem einen wichtigen Schritt nach vorne:
„Am Ende steht ein Punkt gegen das Top-Team der Liga – den nehmen wir natürlich mit.“
In der Spitzengruppe der Landesliga Nordost blieb damit alles beim Alten. Parallel trennten sich auch die SpVgg Jahn Forchheim und der FSV Erlangen-Bruck mit 1:1, sodass sich an der Tabellensituation zunächst nichts änderte.
Spielbericht eingestellt am 18.03.2026 14:10 Uhr