von fussballn.de / Watzinger
Bei bestem Fußballwetter machte der FC Heide Königshofen den wacheren Eindruck, ein erster Warnschuss von Angreifer Janzen zischte jedoch nach 120 Sekunden am kurzen Eck vorbei. Nach elf Minuten dann ein erster Aufreger, als nach einer kurzen Ecke eine Ohr-Flanke von rechts immer länger wurde und Tuspo-Keeper Reinwand alle Mühe hatte, die Kugel aus der langen Ecke zu wischen. Umgekehrt klopfte der Tuspo nach 18 Minuten erstmals richtig an, als erst Kett mit einem Freistoß aus 20 Metern an Heide-Schlussmann Bergmann scheiterte und keine 60 Sekunden später Schüller - gemeinsam mit Kett und Sanosin einer von drei Routiniers, die aus Personalnot in der Startelf aushalfen - knapp verzog. In der 23. Minute traf Fischer aus der Drehung den Ball nicht, sodass Reinwand klären konnte. Umgekehrt scheiterte Frank aus spitzem Winkel an der Querlatte (24.). Zeit zum Durchschnaufen war in dieser Phase kaum, denn wiederum nur 60 Sekunden später rutschte eine Hahnflanke ab und touchierte den Tuspo-Querbalken! Königshofen blieb anschließend am Drücker, doch Marek Hahn (29.) und Janzen per Kopf (32.) verfehlten jeweils ihr Ziel. Besser machte es nach 34 Minuten Kai Fischer, der nach einem tiefen Ball der Nürnberger Defensive entwischte und zur inzwischen verdienten Führung traf. Da Franks Schlenzer in der 36. Minute das lange Eck des Heide-Tores knapp verfehlte, ging es mit einem 1:0 in die Halbzeit.
Nach der Pause kam der Tuspo sichtlich bemüht aus der Kabine. Die Nürnberger erarbeiteten sich mehr Spielanteile und hatten in der 52. Minute die dicke Chance zum Ausgleich, als Kett mit einem Eckball am kurzen Pfosten den zur Halbzeit gekommenen Pfeiffer fand, der aus kurzer Distanz aber nur an die Latte köpfte. Auch im Anschluss war Tuspo Nürnberg, erneut von Armin Vöker für den abwesenden Vassilios Skordas gecoacht, um Spielkontrolle bemüht, allerdings fehlte es im letzten Drittel an der nötigen Durchschlagskraft. Umgekehrt boten sich Heide Königshofen immer wieder Kontermöglichkeiten, die allerdings nicht zielstrebig genug ausgespielt wurden. In der 71. Minute dann die nächste große Chance auf den Ausgleich: Schüller legte mit dem Rücken zum Tor für Sanosin ab, der aber freistehend aus 16 Metern drüber schoss. Fünf Zeigerumdrehungen später kam Angreifer Schüller nach Flanke auf den zweiten Pfosten selbst zum Kopfball, traf aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Nach 82 Minuten konnte der Tuspo dann aber doch jubeln: Sanosin wurde zentral vor dem Tor nicht angegriffen und fasste sich aus 20 Metern erneut ein Herz. Mit einem nicht ganz unhaltbar scheinenden Aufsetzer in die rechte Ecke besorgte der Comebacker zum inzwischen doch verdienten 1:1-Ausgleich. Mit der letzten Aktion der regulären Spielzeit verpasste Schüler einen Scheuerer-Freistoß am zweiten Pfosten denkbar knapp und verpasste so den Lucky Punch, weshalb es in die Verlängerung ging.
Dort waren beiden Teams die Anstrengungen der Begegnung deutlich anzumerken. Einzig Tim Kett versuchte es in der 97. Minute mit einem Freistoß aus der Distanz direkt, doch Bergmann im Tor von Königshofen hatte den Versuch im Nachfassen. Nach dem Seitenwechsel sorgte Tom Fischer für Aufregung, als er plötzlich durch war, die Kugel an Reinwand vorbeispitzeln konnte, aber das Spielgerät etwas zu weit vorlegte, sodass die aussichtsreiche Gelegenheit dahin war (106.). Die Partie plätscherte dem Elfmeterschießen entgegen, ehe Pfeiffer in der 118. Minute nach starkem Pass von Schüller im Heide-Strafraum an den Ball kam, die Kugel leicht abgefälscht aber haarscharf neben das Tor setzte. 120 Sekunden später kam der Youngster abermals zum Abschluss, doch geriet der Versuch zu zentral, sodass Bergmann sicher aufnehmen konnte. Der letzte Abschluss gehörte dann noch einmal dem FC Heide Königshofen, doch Tom Fischers Schuss von der Strafraumgrenze wurde zur Ecke geblockt.
Im abschließenden Elfmeterschießen avancierte Tuspo-Keeper Reinwand zum Helden: Gleich den ersten Versuch von Grossmann konnte der Torhüter abwehren und seinem Team so einen Vorteil verschaffen. Nachdem anschließend vier Nürnberger Akteure und drei Heide-Schützen vom Punkt getroffen hatten, ahnte Reinwand auch bei Sebastian Breiter die Ecke, tauchte den Ball heraus und sicherte seinem Team so zum Abschied (der Torhüter will nach der Saison seine Torwarthandschuhe an den Nagel hängen) den umjubelten Klassenerhalt.
Spielbericht eingestellt am 30.05.2026 22:01 Uhr