Meister der A-Klasse 7: Heroldsbergs Reifeprozess bringt den Lohn - fussballn.de
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Tuspo Heroldsberg 
A-Klasse 7 Nürnberg/Frankenhöhe - männlich, Erwachsene - Saison

Artikel veröffentlicht am 15.06.2026 um 12:00 Uhr
Meister der A-Klasse 7: Heroldsbergs Reifeprozess bringt den Lohn
Tuspo Heroldsberg lieferte sich über weite Strecken der Saison 2025/2026 in der A-Klasse 7 einen Meisterschaftszweikampf mit dem SV Wacker, den man am letzten Spieltag im direkten Duell noch vom Thron abfangen konnte. Gemeinsam mit Trainer Sebastian Faßbender blickt fussballn.de auf die historische Heroldsberger Aufstiegssaison zurück, deren Grundstein mit einem gereiften Spieler-Jahrgang gelegt wurde.
Von Fabian Strauch
Tuspo Heroldsberg bejubelte durch einen 2:1-Sieg beim SV Wacker am letzten Spieltag die Meisterschaft der A-Klasse 7 und kehrt nach rund 20 Jahren zurück in die Kreisklasse.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR MEISTERSCHAFT!

Es war in gewisser Art und Weise eine Rückkehr zu den eigenen fußballerischen Wurzeln, als Sebastian Faßbender zur Saison 2018/2019 die A-Jugend des Tuspo Heroldsberg übernommen hatte. Schließlich war er dort einst selbst für zwei Jahre im Juniorenbereich am Ball. "Ich hatte im Sommer 2018 in Zabo aufgehört und wurde dann auf der Hochzeitsfeier eines ehemaligen Mannschaftskollegen angesprochen, ob ich mir die Aufgabe mit einem vielversprechenden Jahrgang vorstellen könnte", leitet Faßbender zum Zustandekommen des Engagements ein, welches er letztlich gemeinsam mit Colin Fernando als bekanntem Co-Trainer aus Zaboraner Zeiten annehmen sollte: "Nachdem uns insbesondere der aus der U17 aufrückende 2002er-Jahrgang bei der Spielbeobachtung überzeugt hatte, wollten Colin und ich das unbedingt machen, und wir konnten die Jungs direkt mit unserer fußballerischen Idee via PowerPoint-Präsentation catchen." Gleich in der Premierensaison sollte dem neuen Trainerduo mit der U19 der Aufstieg aus der Kreisgruppe in die Kreisliga gelingen, ehe Faßbender ("Damals war die Flasche einfach leer") nach zwei weiteren Spielzeiten im Sommer 2021 eine schöpferische Pause einlegte.

Sebastian Faßbender coachte zunächst die U19-Junioren erfolgreich und kehrte im Sommer 2022 nach einjähriger Pause zurück an die Seitenlinie des Tuspo Heroldsberg, für dessen 1. Mannschaft er seitdem verantwortlich ist. 
 fussballn.de

Emotionalität sorgt für Faßbender-Rückkehr – Erster Anlauf scheitert an Burgfarrnbach

Auch ohne Traineramt war Faßbender in der Folge immer wieder auf dem Tuspo-Sportplatz zugegen, um sich das ein oder andere Spiel aus dem Herrenbereich anzusehen. Im Sommer 2022 erreichte ihn dann relativ kurzfristig die Anfrage, die Nachfolge von Uwe Linhardt auf der Trainerbank der 1. Mannschaft in der A-Klasse zu übernehmen. „Ich war zu dem Zeitpunkt bereits mit zwei anderen Vereinen in fortgeschrittenen Gesprächen. Letztlich wussten die Jungs aus Heroldsberg aber, was sie sagen müssen, damit am Ende die Emotionalität für die Entscheidung pro Tuspo ausschlaggebend war“, erinnert sich Faßbender und scheiterte nach einem Übergangsjahr 2022/2023 mit Platz 7 im Sommer 2024 in der Relegation zur Kreisklasse gegen die hochkarätig besetzte Truppe des TSV Burgfarrnbach: „Wenn man rückblickend betrachtet, welches qualitativ hochwertige Spielermaterial Burgfarrnbach hatte, kann man dieses Spiel verlieren.“

Auch am Ende der folgenden Spielzeit 2024/2025 belegten die Heroldsberger mit einem Punkt Rückstand zum SC Germania II den dritten Tabellenplatz, der jedoch diesmal im Gegensatz zum Vorjahr nicht zur Relegationsteilnahme berechtigen sollte, weil die Vereine im Vorfeld an den "Runden Tischen" gegen ein aufgeblähtes Relegationsmodell votiert hatten.

Die hochkarätig besetzte Mannschaft des TSV Burgfarrnbach um Paul Maier (in blau) war im Sommer 2024 eine Nummer zu groß für den in weiß gekleideten Tuspo Heroldsberg, der seinen Aufstiegstraum in der Relegation damals noch aufschieben musste.
fussballn.de / Oßwald

Erwachsen und mit Konstanz in den Wacker-Showdown

So galt es für den Tuspo also in der abgelaufenen Saison 2025/2026, in der A-Klasse 7 einen erneuten Anlauf in Richtung Kreisklasse zu unternehmen. "Wir haben diesmal in der Hinrunde wenig liegen gelassen und das Hinspiel gegen den SV Wacker durch den späten 1:1-Ausgleichstreffer unglücklich gestaltet, sonst wären wir bereits Herbstmeister gewesen", blickt der Übungsleiter zurück und konnte insgesamt mit seinem Team im weiteren Saisonverlauf „Spiele erfolgreich gestalten, die man gewinnen musste. Dabei sind wir auch oft nach Rückständen zurückgekommen. Insgesamt hatten wir die nötige Konstanz an den Tag gelegt und haben auch von unserem Auftreten her erwachsener agiert.“ 

Nachdem allerdings auch der SV Wacker im Fernduell um die Meisterschaft stetig punkten konnte, ergab sich am letzten Spieltag der absolute Showdown um die Meisterschaft, welche Heroldsberg nur durch einen Auswärtssieg auf der Wacker-Alm erreichen konnte und sogar noch auf Tabellenplatz 3 hätte zurückfallen können. "Das war schon eine besondere Dreierkonstellation zum Saisonfinale, wir haben uns aber nur auf unser Spiel fokussiert", skizziert der Tuspo-Chefanweiser die Herangehensweise für das letzte Saisonspiel, welches "nicht mit dem Relegationsspiel gegen Burgfarrnbach zu vergleichen" war, weil man "auf die brutale Offensivqualität von Wacker sehr gut eingestellt und auf die drei bis vier Punkte des eigenen Matchplans fokussiert war."

Tim Leuschner und sein Tuspo Heroldsberg (in weiß) waren sehr gut auf die Qualitäten des SV Wacker um Spielertrainer Cihan Kiymaz eingestellt und ließen den Gegner kaum zum Zug kommen.
Sportfoto Zink

Feiermarathon vor dem Fokus auf das Kreisklassen-Comeback

Nachdem man zweimal in Führung lag und insgesamt defensiv wenig zugelassen hatte, stand nach 95 Minuten durch den 2:1-Sieg die historische Rückkehr in die Kreisklasse nach 19 Jahren fest, wobei Faßbender die Dimensionen erst dann wirklich bewusst wurden: „Der Abpfiff war einer der Top-Drei-Momente in meinem Leben und ich habe die wirklich tolle Kulisse von rund 600 Zuschauern erst dann wirklich wahrgenommen, als so viele Leute mit uns gefeiert haben.“

Jene Feierlichkeiten wurden über das Tuspo-Sportheim am Aufstiegsabend, einen von Spielerseite spontan absolvierten Mallorca-Trip, die Erlanger Bergkirchweih bis hin zur offiziellen Saisonabschlussfeier, wo man gemeinsam mit der 2. Mannschaft den Doppelaufstieg begießen konnte, fortgeführt. "Wir sind quasi zwei Wochen lang nicht aus dem Feiern herausgekommen", schmunzelt Faßbender über den ausgelassenen Trubel nach dem historischen Erfolg, den man nach Angaben des Trainers "ohne Verluste" absolvieren konnte.

Feuchtfröhlich wurde es beim Tuspo Heroldsberg nicht nur nach Schlusspfiff, der die historische Rückkehr in die Kreisklasse bedeuten sollte.
Sportfoto Zink

Nachdem die Feierlichkeiten allmählich abgeklungen sind, richtet sich der Fokus langsam aber sicher auf die anstehende Rückkehr in die Kreisklasse, deren Einteilung die Heroldsberger wenig überraschend in die Gruppe 4 verschlagen hat. „Uns war ja in etwa bewusst, wie die Einteilung ausfallen wird. Wir kennen beispielsweise mit dem TSV Sack und dem TSV Fischbach mehrere Vereine, gegen die wir bereits gespielt haben, und freuen uns riesig darauf, jede Woche vor eine neue Herausforderung gestellt zu werden. Es ist sicher kein Fallobst dabei“, ordnet Faßbender das Teilnehmerfeld der Spielzeit 2025/2026 ein.

Um auch im neuen Umfeld bestehen zu können, hat man in Heroldsberg vier externe Neuzugänge verpflichten können. Mit Sascha Klimas kehrt ein Akteur vom TSV Brand zum Tuspo zurück und bringt Simon Goblirsch mit nach Heroldsberg, wo auch Alex Herrmann (FC Kalchreuth II) und Casper Zdrojewski (DJK BFC) neben einem Schwung an Jugendspielern künftig zu einem erfolgreichen Kreisklassen-Comeback beitragen sollen. Ein weiterer Neuzugang betrifft das Trainerteam, das nun dauerhaft um Athletiktrainer Daniel Mandic ergänzt wird, mit dem der Tuspo bereits im vergangenen Winter die Grundlagen für die Meisterschaft legen konnte. Es bleibt also spannend zu sehen, wie sich der Tuspo Heroldsberg nach rund zwei Jahrzehnten Abstinenz auf der Kreisklassen-Bühne schlagen wird.

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Tabellenplatzierung

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Tabellenverlauf


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Top-Vorlagengeber


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Spiele ohne eigenen Treffer
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Verschiedene Torschützen
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Eigentore
3
Elfmetertore
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Gelbe Karten
58
Zeitstrafen
0
Gelb-rote Karten
0
Rote Karten
1
Eingesetzte Spieler
36
Zuschauer
564
Zuschauerschnitt
47

Torbilanz nach Minuten


Serien

Am längsten ungeschlagen
25.09.2025 - 22.03.2026
11 Sp
29 Pkt
45:13 Tore
Die meisten Siege in Folge
25.09.2025 - 12.10.2025
4 Sp
12 Pkt
19:5 Tore
Zuhause ungeschlagen
seit 25.09.2025
8 Sp
22 Pkt
29:6 Tore
Auswärts ungeschlagen
03.08.2025 - 15.03.2026
6 Sp
14 Pkt
32:13 Tore

Spieler-Bilanz

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