marco Schädler ist nicht mehr Abteilungsleiter in Bruck.
Uwe Kellner
FSV Erlangen-Bruck
Umbruch oder Untergang?
Beim FSV Erlangen-Bruck überlagern personelle Veränderungen das Heimspiel gegen den 1. FC Kalchreuth. Abteilungsleiter Marco Schädler trat vorzeitig zurück, Tugkan Bedi Sarac wechselte zum ATSV Erlangen und Sebastian Lindner schloss sich Jahn Forchheim an. Auf dem Platz braucht das Schlusslicht dringend Punkte. Schädler sollte ursprünglich bis Ende September im Amt bleiben. Nach einem Anruf des Vorstands machte er seinen Posten jedoch sofort frei. Eine neue Gruppierung will die Fußballabteilung übernehmen und neu aufstellen. „Ich bekam den Anruf vom Vorstand, dass ich den Weg für einen Neuanfang freimachen soll“, erklärt der bisherige Abteilungsleiter.
Auch der Kader verlor kurz vor dem Spiel gegen Kalchreuth weiter an Substanz. Sarac verstärkt künftig den ATSV, Lindner kehrt als Spieler und Co-Trainer nach Forchheim zurück. „Es war vorher schon brutal, jetzt wird es richtig schwer“, sagt Schädler. Die Mannschaft müsse trotz der Unruhe den Anschluss in der Landesliga halten.
Gegen Kalchreuth steht Bruck deshalb unter Druck. Der FCK wartet zwar seit mehreren Spielen auf einen Sieg, zeigte zuletzt gegen starke Gegner aber gute Leistungen. Beim FSV ruhen die Hoffnungen nun auf dem Neustart an der Seitenlinie. „Der neue Trainer muss die richtigen Hebel finden und die Mannschaft mit seiner Ansprache erreichen“, fordert Schädler. Die groé Frage ist aber, wer denn der neue Trainer wird. Das letzte Spiel coachte der spielende Co-Trainer Simon Kreisel.
Aufgebot letztes Spiel FSV Erlangen-Bruck (SC Großschwarzenlohe, 10.10.2026):
Klein,
Esch,
Schneider,
Ort,
Daniels,
Grüner,
Pacolli,
Weße,
Lange,
Kreisel (38.
Ossenbach),
Zebida (73.
Özkuk) /
Limaj,
Wagner,
Schuster,
Herac,
Pankey T.,
Dorsch,
Rama,
Pejovic
benedikt Rück (rechts) ist optimistisch, dass der Knoten platzt gegen Bruck.
Heidi Huber
1. FC Kalchreuth
Kalchreuth will die Serie beenden
Der 1. FC Kalchreuth wartet seit einigen Spielen auf einen Sieg, sieht sich aber auf dem richtigen Weg. Das Remis gegen das Topteam SG Quelle Fürth stärkte das Vertrauen. Beim FSV Erlangen-Bruck will der FCK nun nachlegen und die englische Woche mit drei Punkten abschließen. „Wir können mit unserer Leistung gegen ein Top-Fünfteam der Liga zufrieden sein“, sagt Benedikt „Melman“ Rück. In der ersten Halbzeit sah er eine ausgeglichene Partie. Nach der Pause erhöhte die Quelle den Druck, doch Kalchreuth hielt stand und sorgte selbst immer wieder für Entlastung. „Das ist ein Punkt, mit dem wir leben können.“
In Bruck erwartet Rück einen schwer einzuschätzenden Gegner. Der FSV steht unter Druck und musste zuletzt kurzfristige Spielerabgänge sowie einen Trainerwechsel verkraften. „Es ist schwer zu sagen, was auf uns zukommt“, erklärt Rück. Die Zielsetzung steht dennoch fest: „Wir wollen an die Leistung vom Mittwoch anknüpfen und die englische Woche mit drei Punkten beenden.“
Die aktuelle Sieglosserie sorgt beim Aufsteiger nicht für Unruhe. „Nach der vergangenen Saison ist das erst einmal ungewohnt“, räumt Rück ein. Die Leistungen gegen Schwabach, Forchheim und Quelle Fürth geben ihm Zuversicht: „Wir arbeiten Woche für Woche an den Kleinigkeiten, die uns in der Liga noch fehlen. Trotzdem können wir bereits ein gesundes Selbstbewusstsein haben.“
Aufgebot letztes Spiel 1. FC Kalchreuth (1. SC Feucht, 11.10.2026):
Expertentipp von Sebastian Baumann
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