Von FC Vorwärts Röslau
Auch im letzten Heimspiel der am nächsten Wochenende zu Ende gehenden Landesliga-Saison gab es für das Schlusslicht FC Vorwärts Röslau nichts zu erben. Gegen die SG Quelle Fürth, gegen die man zuvor noch nie daheim verloren hatte, setzte es eine bittere 2:7-Niederlage.
Trotzdem gab es am Ende auch ein Schmunzeln bei den Spielern und Fans. Ausgerechnet Torhüter Luca Kurth, den Fuhrmann wegen der Personalnot als Mittelstürmer aufgestellt hatte, beendete die Röslauer Torflaute. Seit dem 3:0-Auswärtssieg in Lauterhofen am 15. März hatte der FC Vorwärts den Ball nicht mehr im gegnerischen Kasten untergebracht. Doch in der 38. Minute ging diese schwarze Serie zu Ende. Lukas Lichtblau setzte sich auf der rechten Seite gegen drei Fürther gekonnt durch, flankte nach innen, und da stand Kurth an der Strafraumgrenze goldrichtig, beförderte den Ball wie ein echter Stürmer mit dem linken Fuß zum vielumjubelten 1:1 in die Maschen. Doch die Freude bei den Gastgebern währte nicht lange. Mit einem durchaus vermeidbaren Doppelschlag kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhten die Mittelfranken auf 3:1.
Auch nach dem Seitenwechsel machten die Platzherren den Fürthern das Torschießen viel zu leicht. Vor allem Daniel Shuranov, der schon im ersten Abschnitt zwei Mal getroffen hatte, erhöhte sein Torekonto nochmals um weitere zwei Treffer. Zwischenzeitlich trug sich auf Vorwärts-Seite David Thoma mit einem strammen Schuss zum 2:5 in die eher spärliche Röslauer Torschützenliste ein.
Nach dem Abpfiff gab es Beifall – für den scheidenden Trainer Rüdiger Fuhrmann und die vier Spieler, die den Verein verlassen werden: Philipp Teufel, Korbinian Lang, Kevin Krassa und Julian Ponader. Alle wurden vom Vorstand mit Geschenken verabschiedet.
Der Trainer hatte sich freilich einen etwas anderen Abschied vom Röslauer Publikum vorgestellt. „Personell war das nochmal ein richtiger Tiefpunkt“, konnte er sich am Ende über die lobenden Worte gar nicht so richtig freuen. „Die vielen Ausfälle und auch die Ergebnisse sind für mich seit Wochen eine große Belastung und bescherten mir auch einige schlaflose Nächte“, räumte er ein und sprach Klartext: „Diese Saison war einfach von A bis Z beschissen. Klar, hätte ich mir sportlich einen schöneren Abschied gewünscht. Aber es einfach nicht sollen sein.“
Spielbericht eingestellt am 11.05.2026 16:56 Uhr