Vater/Sohn-Kombi im Unterbau: ASV Buchenbühl peilt die Top Fünf an - fussballn.de
Artikel vom 17.07.2026 09:00 Uhr
Vater/Sohn-Kombi im Unterbau: ASV Buchenbühl peilt die Top Fünf an
Trainer Francesco Restino will mit seinem ASV Buchenbühl ins obere Tabellendrittel vorstoßen.
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Der ASV Buchenbühl wird seit der Winterpause von Trainer Francesco Restino geführt und war mit dem Abschneiden in der A-Klasse 7 auf Tabellenplatz acht nicht komplett zufrieden. Während man mit einigen Verstärkungen mit der 1. Mannschaft die oberen Tabellenregionen ansteuert, ergibt sich bei der 2. Mannschaft in der B-Klasse nun eine bemerkenswerte Familienkonstellation.
Von Fabian Strauch / MS
Der ASV Buchenbühl besetzte in der Winterpause nach einer nahezu ausgeglichenen Bilanz von sieben Siegen und acht Niederlagen inklusive komfortablem Ruhepolster zur Abstiegszone seinen Trainerstuhl neu, nachdem Interims- sowie Aufstiegstrainer Nick Gross wieder ins zweite Glied rücken wollte und den Staffelstab an seine Wunschlösung Francesco Restino weitergab, der über einen ehemaligen Mannschaftskollegen aus Feuchter Zeiten im Nürnberger Nordosten anbandelte.

Wie bereits zur Winterpause belegten die ASV-Kicker auch zum Saisonende den siebten Tabellenplatz und konnten sich souverän den Klassenerhalt sichern. „Die vergangenen sechs Monate seit meinem Amtsantritt waren für mich sehr spannend und positiv. Besonders überrascht hat mich, wie ausgeglichen die A-Klasse 7 in Nürnberg tatsächlich ist. Viele Mannschaften sind auf einem ähnlichen Niveau und man merkt, dass kein Spiel von vornherein entschieden ist. Wir konnten gegen einige starke Gegner für die eine oder andere Überraschung sorgen und haben gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt“, blickt der 40-jährige Restino auf seine erste nahezu komplette Halbserie in neuer Umgebung zurück und hadert gemeinsam mit seinen Schützlingen zum Teil mit dem Endresultat: „Mit dem abschließenden achten Tabellenplatz können wir leben, aber nicht zufrieden sein. Innerhalb der Mannschaft sind wir uns einig, dass am Ende noch mehr möglich gewesen wäre.“ 

Kader bleibt nahezu komplett zusammen – Mit Überzeugung den nächsten Schritt gehen

Nachdem sich Trainer und Mannschaft in ruhigen Gefilden ausgiebig beschnuppern konnten, scheint die Chemie zu stimmen, was sich in den wenigen Kaderveränderungen während der aktuellen Sommerpause widerspiegelt. "Personell haben wir eine gute Basis geschaffen. Mit lediglich zwei Abgängen bleibt der Kern der Mannschaft erhalten“, freut sich Restino über Konstanz beim Spielermaterial trotz der Wechsel von Gennaro Sepe und Louis Spann zum Tuspo Nürnberg, die mit drei neuen Gesichtern kompensiert werden sollen: "Gleichzeitig konnten wir uns mit Thomas Gigis, Philipp Plank sowie Niklas Schumm gezielt verstärken. Besonders freut uns auch, dass unsere Vereinslegende Soner Gülbas nicht nur als Standby-Spieler zur Verfügung steht, sondern wieder aktiv mit dabei ist. Dies ist nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich eine Bereicherung für das Team.“

Vereinslegende Soner Gülbas (in rot) will es zur neuen Saison noch einmal wissen und gehört in Buchenbühl wieder fest zum Kader der 1. Mannschaft.
Christos Pernagidis

Nachdem man nahezu den kompletten Kader der Vorsaison zusammenhalten konnte, will man in Buchenbühl nach dem bereits erwähnten siebten Rang im Endtableau ein Jahr später eine deutlich definierte Steigerung ablesen können. „Unser klares Ziel ist es, unter die Top 5 zu kommen. Wir sind überzeugt davon, dass dieses Ziel realistisch ist, wenn wir weiterhin so konzentriert arbeiten und unsere Entwicklung konsequent fortsetzen. In der Vorbereitung merkt man, dass die Jungs sehr gut mitziehen und bereit sind, den nächsten Schritt zu machen“, sieht der erfahrene Spielertrainer seine Mannen nach den Eindrücken vor Saisonbeginn auf einem guten Weg zum auserkorenen Ziel.

2. Mannschaft mit positiver Entwicklung – Vater/Sohn-Konstellation mit Seltenheitswert

Auch beim Unterbau in der B-Klasse gibt es positive Signale zu vermelden, die gemäß Restino nach oben in Richtung A-Klassen-Truppe als Bereicherung wirken können: „Sehr erfreulich ist zudem die Entwicklung unserer 2. Mannschaft. Dort konnten wir einige Neuzugänge gewinnen und sehen großes Potenzial. Einige Spieler aus der 2. Mannschaft können sich perspektivisch auch für die Erste empfehlen und den nächsten Schritt machen.“

Eine eher seltene Konstellation soll derweil bei der „Zweiten“ zum Erfolg beitragen. Denn mit dem 18-jährigen Julian Schopper wechselt ein verlorener Sohn nach elf Jahren Juniorenzeit vom TB Johannis 88 zurück nach Buchenbühl und wird fortan gemeinsam mit seinem Vater Christian im selben Team gegen das runde Leder treten. Bereits in der F-Jugend hat Julian das Fußballspielen beim ASV Buchenbühl begonnen. Leider musste nach einem Jahr die Mannschaft wieder auseinandergerissen werden, weil es keine E-Jugend gab. „Des Öfteren durfte ich nun schon beim ASV mittrainieren. Schon dabei hatte ich das Gefühl, wieder nach Buchenbühl zurückkehren zu wollen. Aber auch ein großer Wunsch ist es natürlich, mit meinem eigenen Vater in einem Team spielen zu können“, freut sich Julian Schopper auf die Rückkehr zu seinen fußballerischen Wurzeln mit einem besonderen Hintergrund.

Vater Christian Schopper (r.) und Sohn Julian laufen ab der Saison 2026/2027 gemeinsam für den ASV Buchenbühl auf.
Privat

Julians Vater Christian Schopper ist seit 2016 beim ASV Buchenbühl. Er hatte seine Jugend, wie sein Sprössling, beim TB Johannis 1888 verbracht, allerdings nur bis zur C-Jugend, ehe Fußball etwas nebensächlich geworden war. Im Herrenbereich kickte Christian beim TV Glaishammer, Rapid Nürnberg sowie dem FC Stein und hatte auch eine eigene Privatmannschaft, bis er die längste Zeit seiner Laufbahn beim ASV Buchenbühl verbrachte.

„Julian hat sich in den Jahren wirklich gut entwickelt, aber wenn ich verteidige, kommt er noch nicht so einfach an mir vorbei“, schickt der Vater mit einem Augenzwinkern einen kleinen Seitenhieb in Richtung des Filius, welcher sich auch für höhere Aufgaben empfehlen soll, wenn es nach seinem Vater geht: "Nun muss er Trainer Francesco Restino zeigen, dass er in die 1. Mannschaft gehört. Ich dagegen kicke mit 40 Jahren noch etwas in der 2. Mannschaft. Persönlich finde ich die 1. Mannschaft mit einem ausgeglichenen Durchschnittsalter sehr gut, da ist für mich der Zug leider schon abgefahren. Aber Julian muss nun im Herrenbereich Erfahrungen sammeln und somit haben wir eine Möglichkeit, noch ein paar Spiele in der 2. Mannschaft gemeinsam auf dem Platz zu stehen oder gemeinsam zu trainieren. Welcher Vater wünscht sich nicht so ein Erlebnis?"

Die Gruppengestaltung für die 1. Mannschaft ergibt sogar ein Wiedersehen gegen die 2. Mannschaft des TB Johannis 1888, wodurch sich ehemalige Trainer und auch Teamkollegen auf dem Platz wiedersehen werden. „Insgesamt blicken wir sehr positiv auf die neue Saison. Wir haben eine gute Grundlage geschaffen, wollen uns weiterentwickeln und gemeinsam als Verein den nächsten Schritt gehen“, blickt Restino zuversichtlich in Richtung der kommenden Spielzeit. Ob die eingespielten Buchenbühler ihre ambitionierten Ziele in der A-Klasse erreichen können und welche Rolle dabei das besondere Vater/Sohn-Duo einnehmen kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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