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Falke empfängt Post / Burgfarrnbach will gegen Poppenreuth nachlegen / Markt Erlbach in Eibach gefordert

Wiedersehen macht Freude

Die DJK Falke (in lila) warf schon am 1. Spieltag alles in die Waagschale und freut sich nun auf das erste Aufeinandertreffen mit dem Post SV seit einer gefühlten Ewigkeit. | Foto: Botzenhardt
Die DJK Falke (in lila) warf schon am 1. Spieltag alles in die Waagschale und freut sich nun auf das erste Aufeinandertreffen mit dem Post SV seit einer gefühlten Ewigkeit. | Foto: Botzenhardt

Zu einem Wiedersehen der besonderen Sorte kommt es am Sonntag zwischen der DJK Falke und dem Post SV Nürnberg. Nicht nur, dass sich selbst Abteilungsleiter Thorsten Weber nicht mehr an das letzte Aufeinandertreffen der beiden erinnern kann, die DJK hat zudem auch noch drei Ex-Poster in ihren Reihen. Ganz anders sieht es da bei den beiden Fürther Kontrahenten Burgfarrnbach und Poppenreuth aus, die sich erst vor zwei Wochen noch im Rahmen des Tucher-Cups in Cadolzburg duellierten. Neben Wiedersehensfreude bietet der 2. Spieltag der Kreisliga Nürnberg allerdings vor allem eines, nämlich Spannung. Denn am 1. Spieltag gab es sage und schreibe fünf Unentschieden zu verzeichnen, sodass die Mehrzahl der Teams noch nicht einmal ahnen kann, wo die Reise in der neuen Spielzeit hingehen wird.

Mit Maurice Blanton, Daniel Maderer und nicht zuletzt Spielertrainer Giovanni Marciano finden sich in den Reihen der DJK Falke gleich drei Akteuere, die ihre Schuhe auch schon für den kommenden Gegner, Post SV Nürnberg, schnürten und somit wohl keine Extra-Motivation brauchen werden, wenn sie am Sonntag gegen die ehemaligen Weggefährten, oder zumindest die bekannten Farben, antreten. Doch auch aus anderer Sicht bietet das Duell des Aufsteigers gegen den ersten Tabellenführer der Saison eine kleine Besonderheit. Denn dass sich diese beiden Teams in einem Punktspiel gegenüberstanden, ist schon so lange her, dass sich selbst DJK-Abteilungsleiter Thorsten Weber nicht mehr daran erinnern kann und sich auch deshalb auf das Wiedersehen mit dem "großen Nachbarn" freut, mit dem man ein gutes Verhältnis pflegt.

Ungleich kürzer mussten der TSV Burgfarrnbach und der SV Poppenreuth warten, ehe sie sich wieder auf dem Platz gegenüberstehen. Genau zwei Wochen ist es nämlich erst her, dass die Neunsinger-Elf dem SVP im Rahmen der Saisonvorbereitung beim Tucher-Cup die Grenzen aufzeigte und mit einem klaren 4:1-Sieg in jenes Turnier startete. Bekanntlich spiegelt die Saisonvorbereitung aber nicht immer die wahren Kräfteverhältnisse wider. Das weiß auch Uwe Neunsinger und sah am vergangenen Sonntag noch einmal ganz genau hin, als die Heininger-Elf gegen den SV Wacker in doppelter Unterzahl noch einen Zähler rettete.

Neben den bereits genannten Post SV und TSV Burgfarrnbach ist es am 1. Spieltag einzig noch dem TSV Markt Erlbach gelungen, die volle Punktzahl einzustreichen (3:1 gegen Eyüp Sultan). Das "Comeback" in der Kreisliga Nürnberg ist den Männern von Sebastian Kamberger also schon einmal gut gelungen, nachdem man in den vergangenen beiden Spielzeiten in der Kreisliga Frankenhöhe aktiv war. Bei der DJK Eibach, die immerhin mit einem torlosen Remis gegen den TB Johannis 88 startete, will der TSV nun freilich nachlegen und den Saisonstart perfekt machen.

Ganz anders sieht es derweil beim SC Germania aus. Drei Gegentore, darunter ein Eigentor, kein eigener Treffer, ein verschossener Elfmeter und der letzte Platz in der Tabelle stehen nach dem 1. Spieltag für den SCG zu Buche - das hatte sich die Dinc-Truppe sicherlich anders vorgestellt. Allerdings befinden wir uns natürlich noch ganz am Anfang einer langen Saison, in der das sicherlich nur eine Momentaufnahme bleibt. Den ersten Schritt in die richtige Richtung können Kartalis und Co. gegen Stein gehen, wenngleich der FC freilich alles andere als einen Aufbaugegner darstellt, sondern wohl auch in diesem Jahr ein Kandidat für die vorderen Plätze ist.

Zu diesen zählt auch Aufsteiger SV Wacker, dem nicht von wenigen sogar der Durchmarsch in die Bezirksliga zugetraut wird. Zwar stockte der Motor zum Auftakt gegen Poppenreuth noch ein wenig, die spielerische Klasse war jedoch unübersehbar. Am Sonntag feiert der SV nun seine Heimpremiere in der Kreisliga gegen den TB Johannis 88, der wohl auch weiß, dass die Alm in den vergangenen Jahren eine Festung darstellte und nicht so leicht einzunehmen sein wird.

Wie der SV Wacker startete auch der ASC Boxdorf mit einem Unentschieden in die erste Kreisliga-Saison nach dem Wiederaufstieg. Gegen den letztjährigen Tabellendritten FC Stein stand am Ende ein respektables 2:2-Remis, auf dem sich sicherlich aufbauen lässt. An die spielerische Klasse des FC Stein kommt der kommende Gegner, SpVgg Nürnberg, zwar nicht ganz heran, es wird jedoch auch interessant sein zu sehen, wie sich der Aufsteiger auf die disziplinierte und kampfbetonte Spielweise der Gebersdorfer Jungs einstellt.

Im Gegensatz zu den restlichen Aufsteigern wartet der hoch gehandelte SV Gutenstetten-Steinachgrund bislang noch auf seinen ersten Kreisliga-Zähler, wenngleich dieser zugegebenermaßen mit Bezirksliga-Absteiger TSV Burgfarrnbach zum Auftakt die wohl schwerste Aufgabe hatte. Viel einfacher wird es aber auch am kommenden Wochenende nicht werden, denn Gutenstetten muss dann zum TSV Fischbach, der sich in den vergangenen Jahren zu einem der gefürchtetsten Teams in Nürnbergs höchster Spielklasse entwickelte und zuhause traditionell schwer zu schlagen ist.

Gefährlich ist und bleibt auch der SV Eyüp Sultan, wie der Moschee-Klub zuletzt unter der Woche wieder unter Beweis stellte, als man den Bezirksligisten FC Bayern Kickers mit einem 8:6-Erfolg nach Elfmeterschießen aus dem Pokal warf. Zwar missglückte zuvor der Kreisliga-Auftakt gegen Markt Erlbach, der SV Burggrafenhof dürfte aber durchaus gewarnt sein und wird alles einbringen müssen, um auf der Steinplatte zu bestehen.

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