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Wacker zerlegt Falkenheim nach allen Regeln der Kunst / Frankonia: Wie gewonnen, so zerronnen / Sporch schickt Ammerndorf in die A-Klasse

Ein Spiel dauert nicht immer 90 Minuten: Rangers nach 86 Zeigerumdrehungen in Relegation

Bernd Schüller und sein ESV Rangierbahnhof (gestreifte Trikots) sicherten sich mit Schützenhilfe aus Großweismannsdorf die Teilnahme an der Kreisliga-Relegation. | Foto: Marcel Kröning
Bernd Schüller und sein ESV Rangierbahnhof (gestreifte Trikots) sicherten sich mit Schützenhilfe aus Großweismannsdorf die Teilnahme an der Kreisliga-Relegation. | Foto: Marcel Kröning

Eine einzige Entscheidung ließ der 24. Spieltag für die verbleibenden beiden Runden bis Saisonende übrig, reichte doch dem ESV Rangierbahnhof ein 1:1-Remis samt Abpfiff nach 86 Minuten bei der DJK Fürth und dem Patzer des TSV Altenberg gegen Großweismannsdorf (2:2) zur Kreisliga-Relegation. Mehr als nur ein Schützenfest feierte Meister SV Wacker mit dem 14:2 beim TSV Falkenheim auf dem Rasen, während die SG 1883 II gegenüber dem Primus "mit halber Kraft" den ESV Flügelrad beim 7:0 stutzte. Im Kampf um den Relegationsplatz im Tabellenkeller durfte sich der ATV 1873 Frankonia zwar über den knappen 2:1-Heimsieg gegen Worzeldorf freuen, ist aber aufgrund des Punktgewinnes der Concorden noch nicht sicher in den "Play-Offs". Trauer herrschte hingegen in Cadolzburg, wo die Gäste aus Ammerndorf nach der 0:5-Pleite den Gang in die A-Klasse antreten müssen. Außerdem teilten sich der SV Maiach und der KSD Croatia beim 1:1 schiedlich-friedlich die Punkte.

TSV Falkenheim - SV Wacker 2:14 (0:8) 

Die Heimelf war mit einem stark ersatzgeschwächten Kader angetreten und verlor am Ende haushoch. Der Gegner, bereits sicher Meister der Kreisklasse, konnte über 90 Minuten frei schalten und walten und ließ den Falkenheimer keinerlei Chance. Bereits nach sieben Minuten klingelte es das erste Mal im Kasten der Gastgeber, welcher heute noch öfter beansprucht werden sollte. In der ersten Halbzeit erhöhten die Wackeraner auf 8:0, Falkenheim kam zu keiner nennenswerten Großchance.

Auch wenn der TSV Falkenheim gegen den SV Wacker kein Land sah, mangelnde Einsatzbereitschaft konnte man der Steinbach-Elf nicht attestieren. | Foto: Christian GüntherAuch wenn der TSV Falkenheim (in weiß) gegen den SV Wacker kein Land sah, mangelnde Einsatzbereitschaft konnte man der Steinbach-Elf nicht attestieren. | Foto: Christian Günther
Zweiter Durchgang, gleiches Bild - Wacker, besonders McCargo, machten das Spiel und schossen die Tore. Als es dann 14:0 stand, ließen die Gäste etwas nach und der heimische TSV kam zu einigen Offensivaktionen. Löslein trug sich mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern in die Torschützenliste ein. Das letzte Tor des Tages erzielte dann wieder ein Gäste-Akteur: Wacker-Keeper Stampka konnte einen Rückpass von Patrick Danziger nicht stoppen, weshalb dieser nun auch zum Torerfolg kam. Alles in allem ein hochverdienter Sieg für den SV Wacker - sogar in der Höhe in Ordnung - gegen tapfer kämpfende Gastgeber, die sich trotz der erheblichen Unterlegenheit nie aufgaben.

Im zweistelligen Bereich musste auch die Anzeigetafel der Wacker-Torflut Tribut zollen. | Foto: fussballn.deIm zweistelligen Bereich musste auch die Anzeigetafel der Wacker-Torflut Tribut zollen. | Foto: fussballn.de

ESV Flügelrad - SG 1883 II 0:7 (0:2) 

Die Flügelräder Jungs gingen im Heimspiel gegen die SG 1883 II am Stock und verloren deutlich mit 0:7. In der ersten Halbzeit konnte der ESV noch gut dagegen halten, musste aber dennoch eine 0:2-Hypothek durch Treffer von Sabsiz (7.) und Schreiber (40.) mit in die Kabine nehmen. Nach dem Seitenwechsel schnürte Sabsiz einen Doppelpack für die bärenstarken "SG-ler", sodass der Bann gegen die mit drei Jugendspielern angetretenen "Räder" spätestens dann gebrochen war.

Mert-Ali Sabsiz (in weiß, gegen Stefan Witkowitsch) befindet sich seit Wochen in Topform und hat entscheidenden Anteil am Erfolg der SG 1883 II. | Foto: fussballn.deMert-Ali Sabsiz (in weiß, gegen Stefan Witkowitsch) befindet sich seit Wochen in Topform und hat entscheidenden Anteil am Erfolg der SG 1883 II. | Foto: fussballn.de

Doch die SG-Reserve hatte ihren Torhunger noch nicht gestillt und so legten Lennert, Schaller und Lorenz zum 7:0-Endstand aus Gäste-Sicht nach. Der Lämmermann-Truppe fehlt nun nur noch ein Zähler, um die Saison auf Rang zwei zu beschließen. Beim ESV Flügelrad genießt hingegen das Ligapokal-Endspiel am Mittwoch (18:30 Uhr) gegen den TB Johannis 88 Priorität, für das Coach Wolfgang Diehm auf einige Rückkehrer hoffen darf. 

SV Maiach - KSD Croatia 1:1 (1:0) 

Von Anfang an hatte man heute am Finkenbrunn das Gefühl, dass beide Mannschaften die Saison wohl schon weitgehend abgehakt haben. So war zwar vereinzelt immer wieder das Bemühen zu erkennen, ein Tor zu erzielen, doch der letzte Biss fehlte wohl auf beiden Seiten. Die Hausherren, über weite Strecken das etwas aktivere Team, gingen durch einen von Spielertrainer Oguz sicher verwandelten - an Özgen verschuldeten - Foulelfmeter in Führung (31.).

Im Duell zwischen dem SV Maiach und dem KSD Croatia (in rot) kristallisierte sich kein Sieger heraus. | Foto: Florian GitzingIm Duell zwischen dem SV Maiach und dem KSD Croatia (in rot) kristallisierte sich kein Sieger heraus. | Foto: Florian Gitzing

Diese Führung hielt dann bis zur 72. Minute, als Dogkas, wohl clever gezogen und weggedrückt von Marabaoglu, den Ball im eigenen Sechzehner mit der Hand spielte. Marabaoglu verwandelte den Elfer sicher. Dann tat sich bis zum Abpfiff des sicheren Schiris Werner nicht mehr viel, so dass das Spiel mit einem Alles in Allem gerechten Unentschieden endete. 

DJK Fürth - ESV Rangierbahnhof 1:1 (0:0) 

In einem schwachen Kreisklassen-Match trennten sich die Gäste vom ESV Rangierbahnhof und die Hausherren der DJK Fürth mit 1:1. Die Rangers übernahmen schnell das Kommando und spielten sich in den ersten Minuten gute Chancen raus. Letzten Endes fehlten aber einige Zentimeter oder DJK-Schlussmann Patrick Jarasch war zur Stelle. Von den Hausherren war zunächst nicht viel zu sehen. Mit einer harten, aber nicht unfairen Art versuchten sie das Aufbauspiel des ESV schnell zu unterbinden. Mitte der ersten Hälfte kam dann auch die abstiegsbedrohte DJK vor das Gehäuse von Christian Oriwoll. Doch auch hier fehlte die Genauigkeit in den Abschlüssen.

Im Duell der Törjager zwischen Daniel Birkner (Rangierbahnhof, im Hintergrund) und Sascha Pak (DJK Fürth, in hellblau) traf innerhalb der 86 Minuten Spielzeit keiner der beiden ins Schwarze. | Foto: Marcel KröningIm Duell der Torjäger zwischen Daniel Birkner (Rangierbahnhof, im Hintergrund) und Sascha Pak (DJK Fürth, in hellblau) traf innerhalb der 86 Minuten Spielzeit keiner der beiden ins Schwarze. | Foto: Marcel Kröning
Der zweite Durchgang bot zunächst kein anderes Bild. Die Hausherren „mauerten“ in der Abwehr und versuchten ihr Glück mit Kontern und langen Bällen. Gerade der agile Alexander Pak war stets erste Anspielstation und Ausgangspunkt, wenn es gefährlich für die Rangers wurde. Etwas überraschend dann die DJK-Führung während einer Drangphase der Eisenbahner. Johannes Rüther nutze eine Unaufmerksamkeit in der ESV-Defensive und netzte für sein Team zur 1:0-Führung ein (57.). Die Gäste drückten weiter und ließen sich nicht beirren.

Ein schwaches Duell zwischen der DJK Fürth und dem ESV Rangierbahnhof hatte letztlich keinen Sieger verdient. | Foto: Marcel KröningEin schwaches Duell zwischen der DJK Fürth und dem ESV Rangierbahnhof hatte letztlich keinen Sieger verdient. | Foto: Marcel Kröning

Nach feinem Diagonalzuspiel von Christopher Bauer jagte Demian Truetsch den Ball an DJK-Schlussmann Patrick Jarasch in die Maschen (66.). Fortan bestimmten die Rangers die Partie und kamen zu weiteren Chancen. Doch Daniel Birkner, Demian Truetsch und Selamet Aydin konnten den starken Keeper der DJK nicht mehr überwinden. Wie schwach die Partie war, zeigte auch die Reaktion von Schiedsrichter Berthold Kestel. Zur Überraschung aller Beteiligten pfiff er die Partie bereits nach 86 Minuten ab. Auch er konnte es wohl nicht mehr ertragen. 

TSV Altenberg - SV Großweismannsdorf 2:2 (0:1) 

Bericht folgt!

ATV 1873 Frankonia - SC Worzeldorf 2:1 (1:0) 

Beide Teams gingen bei schönem Fußballwetter ersatzgeschwächt in die Partie. Der Gast reiste mit einem Auswechselspieler an, die Heimmannschaft hatte zumindest ab der zweiten Halbzeit zwei Ersatzspieler zur Verfügung. Die Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel ohne große Torszenen, da sich das Match überwiegend im Mittelfeld abspielte. Die Offensivbemühungen beider Teams waren eher schwach anzusehen. Der ATV nutzte in Person von Wittmann einen Fehler der SC-Hintermannschaft in der 17. Minute zum umjubelten Führungstreffer der Frankonen. Vielmehr sollten beide Teams in der 1. Halbzeit nicht zustande bringen. Lediglich eine Kopfballchance durch Sorg in der 43. Minute, doch der junge Keeper Kötteritz konnte den Ball geschickt halten.

Die 2. Halbzeit gehörte von Beginn an den Gästen. Diese spielten schnell auf, kombinierten sicher und unterbanden die Konter der Frankonen frühzeitig. Doch ein Tor wollte nicht gelingen. Der Ball blieb meist in der vielbeinigen Abwehr hängen oder ging deutlich neben das Tor. Vor allem der eingewechselte Schwendinger brachte die ATV-Abwehr gehörig ins Schwitzen. Mit der Einwechslung von Stigliano und Lacovara konnte der ATV wieder das Spiel an sich reißen, weil auch den Gästen diese Druckphase viel Kraft gekostet hatte. Der ATV erspielte sich ebenfalls ein paar Chancen, die jedoch leichtfertig vergeben wurden.

Als ein aussichtsreicher Angriff kurz vor dem Abschluss stand, konnte Wittmann nur noch mit Foul im Sechzehner gestoppt werden. David Hecker vollstreckte diesen in der 82. Minute unhaltbar zum 2:0. Der SC versuchte nochmal alles und in der 92. Minute klärte Kizal im eigenen Strafraum mit der Hand. Mayer vollstreckte sicher zum 2:1-Anschlusstreffer. Danach war Schluss und die Akteure des ATV konnten durchatmen. Der Abstand zur Abstiegszone bleibt bei vier Punkten, da die DJK gegen die Rangers unerwartet einen Punkt holten.

TSV Cadolzburg – TSV Ammerndorf 5:0 (3:0)

Im Nachbarschaftsderby hatte Ammerndorf in der 10. Minute die erste Möglichkeit zu verzeichnen, nachdem Rodriguez allein vor Göss auftauchte, der aber gewohnt souverän das Gegentor vereitelte. Cadolzburg nutzte allerdings drei Zeigerumdrehungen später seine Chance und markierte durch Lukas Meyer das 1:0. Ebenfalls Meyer machte fünf Minuten später das 2:0, nach einem Querpass durch den Strafraum von Domagala, brauchte er nur noch einzuschieben. Der heimische TSV hielt das Tempo hoch und ließ das 3:0 in der 22. Minute folgen. Domagala vollendete sehenswert mit einem Heber über den Torwart.

In der zweiten Halbzeit machte Cadolzburg weiter mit dem Tore schießen, indem Franko Hummel in der 50. Minute auf 4:0 stellte. Danach verwaltete man das Ergebnis und ließ es etwas ruhiger angehen. Erst fünf Minuten vor Schluss kam Michael Stiller dem nächsten Tor näher, doch sein Schuss ging an die Latte. Besser machte es in der 88. Minute Domagala, der mit seinem zweiten Tor auf 5:0 erhöhte und somit den Endstand erzielte. Ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg der Sporcher, der gleichzeitig den Abstieg der Ammerndorfer endgültig besiegelte.

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