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Croatia setzt sich ins gesicherte Mittelfeld ab / Cadolzburg entführt den Dreier vom Finkenbrunn / Worzeldorf watscht das Schlusslicht ab

Altenberg und SG 83 II spielen Wacker in die Karten

Aufgrund der Witterung der letzten Tage gingen in der Kreisklasse 5 am Sonntag lediglich vier Partien über die Bühne. Im Verfolgerduell zwischen dem TSV Altenberg und der SG 1883 II konnte durch die 2:2-Punkteteilung kein Sieger ermittelt werden, anders als beim knappen 3:2-Auswärtssieg des TSV Cadolzburg beim SV Maiach. Zudem entfernte sich der KSD Croatia mit einem wichtigen 4:1-Erfolg gegen den TSV Falkenheim weiter von der Abstiegsregion, während am Tabellenende die Luft für den TSV Ammerndorf nach der 0:7-Abreibung beim SC Worzeldorf immer dünner wird. Die Partien Rangierbahnhof - Falkenheim, DJK Fürth - ATV 1873 Frankonia sowie SV Großweismannsdorf - SV Wacker fielen den unbespielbaren Sportplätzen zum Opfer. Die jeweiligen Nachholtermine hierfür sind noch nicht bekannt.

TSV Altenberg - SG 1883 II 2:2 (1:1)

Die Rückrunde startete in Altenberg gleich mit einem Spitzenspiel zwischen den Gästen der SG Nürnberg-Fürth II (2. Platz) und dem gastgebenden TSV Altenberg (3. Platz). Beide Mannschaften starteten bei windigen Wetterbedingungen sehr konzentriert ins Spiel und neutralisierten sich die ersten Minuten gegenseitig. Die SG Nürnberg kam mit etwas mehr Ballbesitz besser ins Spiel, doch die erste torgefährliche Aktion hatten die Altenberger Jungs in der 19. Spielminute durch David Schmidt, der nach einer gut getretenen Ecke von Luca Scharrer knapp am Tor vorbei köpfte. So war es wieder der rasante Schmidt in der 26. Spielminute, der durch einen starken Sprint aus dem Halbfeld den Ball eroberte und vor dem Gäste-Keeper die Nerven behielt – 1:0 für den TSV Altenberg!

Fast im Gegenzug gab es eine sehr kritische Szene. Die SG kombinierte sich sicher durch das Mittelfeld, mit einem langen Pass auf die Grundlinie und direkter Flanke in den Strafraum konnten die Gäste vermeintlich ausgleichen – doch der sichere Schiedsrichter sah zuvor den Ball im Aus und pfiff Abstoß für den TSV Altenberg.

Das 2:2-Remis im Spitzenspiel zwischen dem TSV Altenberg und der SG 83 II (in schwarz) dürfte Spitzenreiter SV Wacker mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben. | Foto: TSV AltenbergDas 2:2-Remis im Spitzenspiel zwischen dem TSV Altenberg und der SG 83 II (in schwarz) dürfte Spitzenreiter SV Wacker mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben. | Foto: TSV Altenberg

Nach dieser Situation übten die Gäste starken Druck auf die Hintermannschaft des TSV Altenberg aus und konnte so durch einen Nachschuss in der 36. Spielminute verdient in Person von Andre Brunner zum 1:1 ausgleichen. Bis zur Halbzeit ergab sich keine nennenswerte Aktion mehr und so verabschiedeten sich beide Mannschaften zum Pausentee.

Beide Teams starten in die zweiten 45 Minuten mit viel Ehrgeiz und Tempo, um das Spiel möglichst schnell zu entschieden. 20 Minuten nach Wiederanpfiff nutzte SG-Akteur Martin Lorenz einen Abstimmungsfehler in der Altenberger Hintermannschaft eiskalt aus und konnte dadurch auf 2:1 erhöhen. In der Schlussphase konnten die Altenberger das Spiel nochmal komplett an sich reißen und ließen keine nennenswerte Aktion der Gäste mehr zu. In der 81. Minute wurde der kurz zuvor eingewechselte Tim Böhm schön von Florian Riegel geschickt, der auf Strafraumhöhe den Ball satt traf und zum 2:2 ausglich. Nach dem Ausgleichstreffer konnte Altenberg sich nicht mehr entscheidend durchsetzten und so blieb es letztendlich bei einem gerechten 2:2 für beide Mannschaften. 

KSD Croatia - TSV Falkenheim 4:1 (1:0)

Gegen Angstgegner Falkenheim - den man noch nie besiegen konnte - gelang es Croatia nun doch, den Fluch zu durchbrechen, einen deutlichen Sieg einzufahren und damit Revanche für die Hinspiel-Niederlage in gleicher Höhe zu nehmen. Das gegenseitige Abtasten dauerte fast 20 Minuten, danach übernahm Croatia immer mehr das Kommando. Die Gäste operierten meistens mit hohen Bällen - diese waren selten ein Problem für die Abwehr der Kroaten mit dem überragendenen Hünen Masic in der Innenverteidigung. In der 25. Minute war Dragicevic auf links durch, bediente den mitgelaufenen Ergin, der den Ball nicht richtig traf, auch der starke Gegenwind spielte dabei eine Rolle. Dadurch konnte ein Abwehrspieler den Ball noch von der Linie kratzen. Aber in der 30. Minute war es so weit: Eine Hereingabe von rechts verlängerte Marabaoglu sehenswert mit der Hacke auf Probst und dieser konnte aus zehn Metern ins linke untere Eck vollenden. Kurz vor der Halbzeit das vermeintliche 2:0, aber Marabaoglus Tor fand wegen Abseits keine Anerkennung.

Einen Luftsprung war dem KSD Croatia (in blau) der 4:1-Sieg gegen Angstgegner TSV Falkenheim wert. | Foto: Florian GitzingEinen Luftsprung war dem KSD Croatia (in blau) der 4:1-Sieg gegen Angstgegner TSV Falkenheim wert. | Foto: Florian Gitzing

Die zweite Hälfte begann furios. Die Gastgeber spielten wie aufgedreht, die Gäste hatten wohl Schlafmittel im Tee gehabt - sie kamen nun immer einen Schritt zu spät. Kishmishian konnte fast ungehindert durch den Sechzehner spazieren und fand in der Mitte Probst, der keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz zu treffen. In der 50. Minute die Entscheidung: Marabaoglu verlängerte einen Ball direkt in den Lauf von Ergin. Dieser veredelte die Vorlage mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze ins linke untere Ecke und sorgte für Jubelstürme bei den Anhängern der Heimelf. Als dann Abwehrchef Rein verletzungsbedingt passen musste, übertrug sich die Nervosität auch auf den Keeper der Gäste, der einen Ball vor die Füße von Marabaoglu fallen ließ und dieser gedankenschnell zu Dragicevic passte, welcher keine Probleme hatte, zum 4:0 zu vollenden.

Falkenheims Jonathan Zimpel verwandelte in dieser Szene den wiederholten Strafstoß zum 1:4-Endstand aus Sicht der Gäste. | Foto: Florian GitzingFalkenheims Jonathan Zimpel verwandelte in dieser Szene den wiederholten Strafstoß zum 1:4-Endstand aus Sicht der Gäste. | Foto: Florian Gitzing

Kurz danach sorgte der Schiri nochmals für Spannung, als er den Gästen einen Foulelfmeter zusprach, der nach Ansicht der Kroaten zumindest umstritten war. Keeper Bilir war gegen sein Ex-Team motiviert und hielt den Elfer. Doch der Referee ließ ihn wiederholen, weil ein Spieler des KSD zu früh in den Sechzehner lief. Zimpel ließ sich die Chance nicht noch einmal entgehen und traf mit dem zweiten Torschuss der Gäste (nach dem ersten Elfmeter). Die Spannung war aber schnell wieder verflogen, weil sich der TSV selbst dezimierte. Ergin foulte Ciftci an der Außenlinie hart und der Gäste-Akteur ließ sich danach zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah folgerichtig Rot. Danach hatten die Gastgeber noch mehrere Möglichkeiten, das Ergebnis noch weiter zu erhöhen, aber Keeper Rödel und einige Abseitspfiffe verhinderten eine deutlich höhere Niederlage für Falkenheim. Damit ergibt sich eine kleine Vorentscheidung im Abstiegskampf, weil die letzten drei Plätze nun deutlich zementiert sind. Die Kroaten überholen Falkenheim und kommen ihrem Saisonziel des einstelligen Tabellenplatzes einen Schritt näher. 

SV Maiach - TSV Cadolzburg 2:3 (1:2)

Die Partie auf dem schwer bespielbaren Maiacher B-Platz begann mit einem Paukenschlag. Beim Versuch, den Ball zu klären, war Özgen den Bruchteil einer Sekunde zu spät und traf den Fuß von Rauch statt den Ball. Den fälligen Elfer verwandelte der Gefoulte sicher. In der Folge mühten sich die Gastgeber redlich gegen defensiv klug eingestellte Gäste, zum Ausgleich zu kommen, waren bis dato überlegen, aber auch fast in zwei Konter durch Rauch und Ghinda gelaufen, die jedoch beide knapp verfehlten.

Über den Kampf mussten der SV Maiach (in schwarz) und der TSV Cadolzburg auf schwerem Geläuf in die Partie finden. | Foto: fussballn.deÜber den Kampf mussten der SV Maiach (in schwarz) und der TSV Cadolzburg auf schwerem Geläuf in die Partie finden. | Foto: fussballn.de

Aufgrund der Feldüberlegenheit verdiente man sich dann den Ausgleich nach gut einer halben Stunde, Hokula verwandelte sicher. Dann geschah zunächst nicht mehr viel, bis zur kuriosen erneuten Führung der Gäste. Der Maiacher Keeper Papadopoulos wehrte einen Flankenball mit dem Fuß ab, traf aber einen Mitspieler, von dem der Ball vor die Füße von Ghinda prallte, der aus einem halben Meter keine Mühe hatte, zu vollstrecken.

Die Schlussoffensive der Oguz-Truppe (hier Hakija Hokula beim Torschuss) war nicht von Erfolg gekrönt. | Foto: fussballn.deDie Schlussoffensive der Oguz-Truppe (hier Hakija Hokula beim Torschuss) war nicht von Erfolg gekrönt. | Foto: fussballn.de

Nach der Pause versuchten die Hausherren erneut massiv zum Ausgleich zu kommen, Gümüs mit einem Pfostenschuss und Özgen hatten aber Pech im Abschluss. Die Gäste nutzten die aufgelockerte Maiacher Abwehr zum Konterfußball und hatten in der 64. Minute durch Bieber Erfolg. Den Hausherren musste man attestieren, dass sie nie aufsteckten und sich noch einige gute Möglichkeiten erspielten, die aber ungenutzt blieben. Erst in der 85. Minute fiel der Anschlusstreffer durch einen Foulelfmeter von Aydogdu, der Gäste-Keeper kam zu spät und brachte Gümüs zu Fall. Nochmals erhöhten die Hausherren den Druck, aber mit dem Glück des Tüchtigen, Einsatz und Geschick brachten die Gäste die Führung über die Runden. 

SC Worzeldorf - TSV Ammerndorf 7:0 (2:0)

Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr kam Schlusslicht Ammerndorf mit einer sehr jungen Mannschaft nach Worzeldorf. Sie standen in der ersten Halbzeit sehr nah an den Gegenspielern, dadurch konnte die Heimelf nicht so richtig ins Spiel finden und es wurde ein recht zerfahrenes Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Zwei davon nutzte dann allerdings Stephan Schwendinger mit seinem Doppelpack in der 29. und 31. Minute, was zugleich den Halbzeitstand ergab.

Der SC Worzeldorf (in grün) war vom TSV Ammerndorf beim 7:0-Heimsieg nicht zu bremsen. | Foto: fussballn.deDer SC Worzeldorf (in grün) war vom TSV Ammerndorf beim 7:0-Heimsieg nicht zu bremsen. | Foto: fussballn.de

In der zweiten Hälfte erhöhte dann der SCW den Druck und die junge Mannschaft der Gäste musste jetzt auch langsam der laufintensiven Deckungsarbeit der ersten 45 Minuten Tribut zollen. Worzeldorf übernahm nun immer mehr das Spiel und konnte auch etwas besser kombinieren. Trotzdem dauerte es bis zur 66. Minute, dass mit dem 3:0 durch Philipp Schwendinger etwas Zählbares daraus wurde. Zu allem Unglück erhöhte in der 71. Minute Markus Pohl mit einem Eigentor den Spielstand. Philipp Maier erzielte in der 76. Minute durch einen Foulelfmeter das 5:0. Daniel Kraus (82.( und Roman Sedmera (85.) stellten dann den 7:0-Endstand her. 

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