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Sechs Teams am Freitag gefordert / Fehlstarter vor schweren Aufgaben / Topspiel steigt in Hersbruck

Serien werden reißen

Während es unter anderem für Türkspor darum geht, den Erfolgsweg weiterzugehen, stemmt sich nicht nur Cagrispor mit vollem Einsatz gegen die Negativserie. | Foto: fussballn.de
Während es unter anderem für Türkspor darum geht, den Erfolgsweg weiterzugehen, stemmt sich nicht nur Cagrispor mit vollem Einsatz gegen die Negativserie. | Foto: fussballn.de

Schon am Freitagabend startet die Bezirksliga Nord mit drei Partien, die ab 18:30 Uhr mit jeweils viertelstündigem Abstand angepfiffen werden, in den v4. Spieltag. Den Anfang machen dabei der immer noch verlustpunktfreie ASV Zirndorf und der starke Aufsteiger ASV Weisendorf, ehe der FSV Stadeln den SC Adelsdorf empfängt und schließlich auch das Derby zwischen dem SK Lauf und dem SV Schwaig folgt. Am Sonntag dann stehen vor allem die wenig erfolgreich gestarteten Cagrispor (bei der SG 83), TV 48 Erlangen (bei Türkspor), TSV Kirchehrenbach (in Kalchreuth) und FC Bayern Kickers (in Herzogenaurach) vor schwierigen Aufgaben, während es im Derby zwischen Hersbruck und Hüttenbach darum geht, sich oben festzusetzen.

Zum Auftakt des 4. Spieltages kommt es bereits am Freitagabend um 18:30 Uhr in Zirndorf zu einem hochinteressanten Duell zwischen dem heimischen ASV und dem ebenfalls stark in die Saison gestarteten ASV Weisendorf, in dem sogleich die erste Serie an diesem Wochenende reißen wird. Denn während die Zirndorfer in ihren bisherigen Spielen noch keinen einzigen Zähler abgeben mussten, konnten auch die Weisendorfer nach ihrer Auftaktniederlage gegen Herzogenaurach zweimal in Folge gewinnen.

Eine Viertelstunde später greift mit dem SC Adelsdorf ein weiterer Aufsteiger ins Geschehen ein, der am Kronacher Wald beim FSV Stadeln vorstellig wird. Im Gegensatz zu Zirndorf und Weisendorf hätte der Saisonstart für diese beiden Teams allerdings besser laufen können. Mit vier Punkten und der zuletzt überraschend deutlichen Niederlage in Weisendorf (0:4) konnte der FSV Stadeln, der seit dieser Saison vom Adelsdorfer Aufstiegscoach Manfred Dedaj trainiert wird, die von der Konkurrenz ausgeteilten Vorschusslorbeeren bislang noch nicht bestätigen und auch die Elf vom Ex-Stadelner Florian Gräf und Heiko Pfeifer hätte sich aus den ersten drei Partien wohl mehr erhofft als den einen bislang gesammelten Zähler, wenngleich die Messlatte beim Aufsteiger freilich etwas niedriger hängt.

Im letzten Spiel des Abends treffen dann im Derby der SK Lauf und der SV Schwaig aufeinander, deren Saisonstart exakt gegensätzlich verlief. Denn während der SK Lauf mit einem 5:0-Kantersieg in Kirchehrenbach gleich die Tabellenführung erobert hatte, danach allerdings zwei Niederlagen in Folge einstecken musste, unterlag der SV Schwaig zum Auftakt 1:2 gegen Hersbruck, fuhr anschließend aber zwei beeindruckende, weil etwas überraschende Siege gegen die SG 83 und den FC Kalchreuth ein.

Apropos SG 83: Gemessen am eigenen Anspruch, die starke Platzierung der Vorsaison zu bestätigen, kam die Fusionself ziemlich holprig aus den Startlöchern, holte "nur" vier Punkte aus drei Spielen und blieb zuletzt zweimal in Folge sieglos. Da kommt der Truppe von Leo Swierczynski am Sonntag Cagrispor wohl gerade recht, denn die Nürnberger Türken bekommen zu Beginn der Saison noch keinen Fuß in die Tür. Drei Niederlagen setzte es bislang für die Karali-Elf, die diese Serie schleunigst beenden muss, damit jene Negativerlebnisse nicht die komplette Spielzeit bestimmen.

Selbiges gilt für den TV 48 Erlangen. In der vergangenen Saison noch bis zum letzten Spieltag um den Aufstiegs-Relegationsplatz kämpfend, finden sich die "48er" plötzlich am anderen Tabellenende wieder. Viel Grund zur Hoffnung gibt es aus Erlanger Sicht aber leider nicht, denn mit Türkspor Nürnberg wartet am Sonntag eine der vier Mannschaften, die bislang noch verlustpunktfrei sind, auf den TVE. Zudem musste die Kuygun-Elf erst am vergangenen Sonntag ihre ersten beiden Gegentreffer hinnehmen und stellt damit eine der besten Defensivreihen der Liga, während bei den Erlangern der Offensivmotor unüberhörbar stottert und insgesamt nur ein Torerfolg heraussprang.

Noch ungefährlicher zeigte sich bislang nur Aufsteiger Kirchehrenbach, die in der Bezirksliga noch keinen einzigen Treffer bejubeln durften, trotz dessen aber immerhin am vergangenen Spieltag ihren ersten Punkt ergatterten (0:0 gegen die SG 83). Aber auch für den TSV sieht die Mehrzahl der neutralen Beobachter wohl wenig Chancen auf Besserung, denn auf der Kalchreuther Alm (Anstoß: 16 Uhr) erwartet die Kirchehrenbacher eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, die nach zwei knappen Niederlagen in Folge zudem auch noch eine Portion Wut im Bauch hat und diese an Kirchehrenbach auslassen will, um auf die Erfolgsspur zurückzukehren.

Alles andere als rund läuft es derzeit auch beim FC Bayern Kickers, vor allem vor dem gegnerischen Gehäuse. Zwar fehlt es der Halilic-Elf nicht an den spielerischen Fähigkeiten, Chancen zu kreieren, Ali Alhassan und Co. versagen jedoch vor dem Tor immer wieder die Nerven, sodass erst zwei Treffer heraussprangen. Da kommt im Lager von BaKi nun wohl auch nicht die größte Freude auf, dass man am Sonntag ausgerechnet zum Tabellenführer nach Herzogenaurach reisen muss, der sich seinerseits nicht nur vollkommen sattelfest im Defensivverbund präsentiert (erst ein Gegentor mussten die Pumas hinnehmen), sondern mit beeindruckenden elf Torerfolgen auch die beste Offensive der Liga stellt, sodass die Favoritenrolle klar verteilt scheint.

Spannendere Duelle - jedoch mit etwas unterschiedlichen Vorzeichen - versprechen im Vorfeld die Duelle zwischen dem ASV Fürth und dem ASV Pegnitz sowie das Derby zwischen dem FC Hersbruck und der SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf. Während der ASV Fürth, der am vergangenen Wochenende immerhin seinen ersten Dreier verbuchen konnte (2:0 in Adelsorf), und der ASV Pegnitz, der bislang noch sieglos ist, immerhin aber schon zwei Unentschieden verbuchen konnte, wohl erst nach ihrem Aufeinandertreffen wissen, in welche Richtung die Saison verlaufen wird, geht es für Hersbruck und Hüttenbach im Derby darum, sich schon jetzt in der Spitzengruppe zu etablieren. Dabei sollte der noch ungeschlagene FCH, der sich zuletzt allerdings erstmals mit nur einem Punkt begnügen musste (2:2 in Pegnitz), möglichst zusehen, die persönliche Serie von Hüttenbachs Top-Torjäger Matthias Gruner, der in jeder der bisherigen drei Partien mindestens einmal traf, zu durchbrechen, um der noch verlustpunktfreien Spielvereinigung vielleicht die ersten Zähler abzuluchsen. 

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