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Türk Genc mit 3:1-Erfolg bei Hellas II / Vatan müht sich beim 3:2 gegen Trafowerk / Moorenbrunn und Zabo mit Remis

Türkische Favoriten siegen im Duett

Über den Sieg freute man sich natürlich bei Vatanspor. Darüber, dass es am Ende noch einmal spannend wurde, wohl eher weniger. | Foto: fussballn.de
Über den Sieg freute man sich natürlich bei Vatanspor. Darüber, dass es am Ende noch einmal spannend wurde, wohl eher weniger. | Foto: fussballn.de

Den Aufstieg hat man beim SC Türk Genc noch nicht abgeschrieben - mit dem 3:1-Sieg beim SSV Elektra Hellas II untermauerte die Elf von Neu-Trainer Meyti Gürcan ihre Kampfansage auch direkt und sprang damit auf Rang drei. Desweitern mühte sich Favorit Vatanspor beim 3:2-Erfolg über den FC Trafowerk deutlich mehr als noch beim kürzlichen Pokalsieg (8:0) und zu guter Letzt trennte sich der nunmehr vorläufig erstplatzierte VfR Moorenrunn mit einem 1:1-Remis von der SpVgg Zabo Eintracht. Der restliche Spieltag fiel buchstäblich ins Wasser.

SSV Elektra Hellas II - SC Türk Genc 1:3 (1:1)

"Unser Ziel für die Restsaison ist natürlich die Tabellenführung oder Relegation und natürlich der Aufstieg." Und mit einem kleinen Augenzwinkern schickte man hinterher: "Natürlich werden wir Meister!" Die selbstbewussten Aussagen aus Reihen des SC Türk Genc vor dem Spiel beim SSV Elektra Hellas II bestätigten die Gäste im Laufe der Partie.

Die Anfangsminuten in diesem Spiel gestalteten beide Mannschaften zunächst nervös. Die Heim-Elf war um Spielkontrolle bemüht, fand aber kein Mittel gegen die kompakte Elf der Gäste. In der 15. Minute gelang Ibrahim Kiremisti nach einer Unaufmerksamkeit der Heimabwehr das 0:1. Keine drei Minuten später konnte Kitsakis mit einem direktem Freistoß den Ausgleich erzielen. So ging es auch in die Halbzeitpause.

schritt zu spaetGeschenkt hatten sich beide Teams nichts, am Ende siegte der Favorit aber mit 3:1, auch weil die Hausherren offensiv schlichtweg zu harmlos waren. | Foto: H. Leigeber

Nach Wiederanpfiff wurde das Spiel ruppiger und beide Mannschaften agierten mit sportlichen Unschönheiten. Die Gäste in Person von Bugrahan Aslantas holten sich nach einer Tätlichkeit eine Rote Karte ab. Kurz darauf entschied der Unparteiische auf einen diskussionswürdigen Elfmeter für die Gäste, Cafer Yildiz war abgehoben. Diesen verwandelte Mustafa Habib souverän. Die Heimelf versuchte mehr Druck auf das Gäste-Tor zu machen, war aber zu harmlos - in der 75. Minute gelang Yildiz gar noch das 1:3. So bleibt der Heimelf nur zu hoffen, dass in der Offensive in den nächsten Wochen etwas mehr passiert, sonst wird das schwierig mit dem frühzeitigen Klassenerhalt - und es wird zur Zitterpartie.

VfR Moorenbrunn - SpVgg Zabo Eintracht 1:1 (1:1)

Die starken Regenfälle hatten auch dem C-Platz in Moorenbrunn schwer zugesetzt und so stand das Spiel zwischen dem Tabellenzweiten vom VfR Moorenbrunn und der fünftplatzierten SpVgg Zabo Eintracht unter keinen guten Vorzeichen. Es entwickelte sich, wie zu erwarten, ein fußballerisch wenig ansehnliches Spiel, dass dafür aber umso mehr von Intensität, hart geführten Zweikämpfe und extremen Pressing beider hoch motivierten Mannschaften geprägt war. Die Gastgeber kamen dabei in den ersten Minuten deutlich besser ins Spiel und hatten bereits in der 2. Minute die Chance zur Führung, doch der Schuss von Wirth ging knapp übers Tor. Zabo haderte zu Beginn offensichtlich mit dem Platz und hatte den druckvollen Angriffen der Moorenbrunner nur wenig entgegenzusetzen. In der 9. Minute belohnte sich die Heimelf dann für ihren Aufwand. Fernando konnte einen Zweikampf gegen Wirth zwar für sich entscheiden, doch der zweite Ball landete bei Top-Torjäger Bauer, der den Ball annahm, ihn sich zweimal vorlegte und dann ansatzlos aus 22 Metern abzog. Der Ball flatterte leicht und schlug dann unhaltbar für Sonnenschein rechts oben ein - im wahrsten Sinne des Wortes ein Sonntagsschuss.

Zabo antwortete antwortete anschließend mit klarerer Zweikampführung, blieb allerdings im Ballvortrag zu unpräzise. Zehn Minuten später landete ein Befreiungsschlag des VfR bei Griechenbaum, der ins Laufduell mit Schwegler startete. Die Zaboraner reklamierten zuerst auf Abseits, dann Stürmerfoul von Griechenbaum, es ertönte aber schließlich ein Elfmeterpfiff von Demir, nachdem Sonnenschein den Stürmer klar am Fuß getroffen hatte - Notbremse. Bauer schnappte sich den Ball, trat an und schoss, doch Sonnenschein ahnte die Ecke und parierte den Ball, auch beim Nachschuss konnte er mit einer Hand parieren, der dritte Nachschuss von Höhre landete dann über dem Tor. Die Zaboraner brauchten diesen emotionalen Schub offensichtlich und fanden anschließend deutlich besser ins Spiel, wenngleich zwingende Torchancen Mangelware blieben. Die Gastgeber hingegen erarbeiteten sich immer wieder Standardsituationen, bei welchen sie praktisch immer als Sieger aus den Kopfballduellen hervor gingen. Trotz des schlechten Platzes schafften sie es zudem, Höhre auf dem linken Flügel ein ums andere Mal gefährlich freizuspielen. In der 44. Minute dann aber der Schock für die Elf von Daniel Weber. Nach einem Einwurf von Kiefer sorgte Lopez für Unruhe im Strafraum und der Ball landete bei Zabo-Torjäger Ahmed. Der Ex-Moorenbrunner nahm den Ball kurz an und schoss aus der Drehung. Der Schuss wurde von Wirth noch abgefälscht und rollte ins Toreck. Aufgrund der Chancenplus für den VfR sicherlich ein schmeichelhafter Ausgleich für die Gäste.

zabo am bodenHatte der VfR Moorenbrunn im Hinspiel mit 5:0 noch einen Kantersieg einfahren können, teilte man sich nun bei einem 1:1 die Punkte. | Foto: fussballn.de

Nach der Pause erwischte Zabo dann den besseren Start und konnte eine Vielzahl von Ballgewinnen verbuchen, die die Gastgeber zwar vor Probleme stellten, aber nur zu selten aus Sicht der Gäste zu gefährlichen Chancen führten. Außer einer Chance von Liewald, der sich nach Pass von Fernando gegen Steilers durchsetzte, dann aber vor Schäfer knapp daneben zielte, blieb man zu harmlos. Die Gastgeber hingegen hatten zwar weniger Entlastungsangriffe, da Zabo inzwischen im Mittelfeld die Oberhand gewonnen hatte, blieben allerdings trotzdem enorm gefährlich. Bauer und Wirth kamen so zweimal durch, trafen alleine vor Sonnenschein aus spitzem Winkel aber jeweils nur das Außennetz. Zudem blieben die Gastgeber bei Standards brandgefährlich. Zabo hatte in den 80. Minute dann allerdings auch den Torschrei auf den Lippen, nachdem der Ball nach Fehler von Schäfer einen Meter vor der Torlinie rumkullerte und Singh mit einer beherzten Grätsche versuchte den Ball über die Linie zu drücken. Doch Steilers hielt dagegen und der Ball ging so nur Zentimeter am Tor vorbei. Nachdem auch Fernando einen Nachschuss aus 17 Meter zu hoch ansetzte und Zabo auch aus vier Ecken in einer Minute kein Kapital schlagen konnte, einigten sich beide Mannschaften auf das Untentschieden nach einem extrem intensiven und aufreibenden Spiel, bei dem beide Mannschaften mit offenem Visier agierten - jedoch sollten beide in der Offensive noch zulegen, will man weiter in der Verlosung bleiben.

Vatanspor - FC Trafowerk 3:2 (1:1)

Sicherlich schwerer als erwartet, immerhin schlug Vatan denselben Kontrahenten erst kürzlich im Pokal mit 8:0, tat sich Vatanspor beim 3:2-Heimsieg über den FC Trafowerk. Zwar konnte Punktspiel-Debütant Leo Lugbunari seinen neuen Verein schon nach 20 Minuten in Front schießen, doch egalisierte Trafowerks Maurizio Stigliano den Rückstand recht bald (30.). Mit diesem Ergebnis ging es dann auch zum Pausentee.

lugbunari spielt ballNeuzugang Leonardo Lugbunari (Nummer 6) erzielte die Führung für seinen neuen Verein. | Foto: fussballn.de

Nach dem Seitenwechsel konnte der zweite Debütant, Engin Kalender, seine Farben wieder in Führung bringen, ehe der Neuzugang per Ampelkarte das Feld verlassen musste (80.). Akif Arici machte dann vermeintlich den Deckel auf die Partie (85.), ehe Stigliano seinen Doppelpack schnürte und noch einmal Spannung aufkommen ließ - am Ende ließ der Favorit dann aber nichts mehr anbrennen und heimste die ersten drei Punkte in 2017 ein.

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