Florian Bauer freut sich mit seinem SC Großschwarzenlohe auf das Heimspiel am Freitag und hofft auf einen wieder einmal besonderen "SCG-Abend".
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SC Großschwarzenlohe
Wird es wieder einmal ein SCG-Freitagabend?
"Unsere Leistung in Regensburg war nicht gut, dennoch hätte es ein wunderbar dreckiger Sieg werden können, eigentlich sogar müssen, wenn man in der 93. Minute nach einer Ecke den Gegentreffer kassiert", schaut SCG-Coach Florian Bauer auf das 1:1 bei Jahn Regensburg II vom Ostermontag zurück. Im Spiel gegen den Ball gab es Lob, im Spiel mit dem Ball Tadel in einer an sich nicht gerade berauschenden Partie. "Unterm Strich ist es schade, dass es mit dem Dreier nicht gereicht hat. Wir sind dennoch in der Rückrundentabelle über dem Strich, auch wenn sich das vielleicht gar nicht so anfühlt. Wir sammeln fleißig unsere Punkte, da wollen wir am Freitag gegen Bayern Hof weitermachen", so Bauer, für den das Auswärtsspiel in Hof an der altehrwürdigen Spielstätte ein Highlight nach dem Aufstieg war. Im Heimspiel soll es ein "SCG-Freitagabend" werden, wie der Trainer mit Blick voraus sagt und weiter ausführt: "Es wird hoffentlich ein Spiel mit viel Emotionen vor guter Kulisse, wie wir es schon x-fach hatten. Wir wollen unser A-Game zeigen. Trotz einiger fehlender Spieler sind wir gut drauf, die Jungs haben die notwendige Lockerheit. Wir wissen auch, dass es nicht mehr Spiele werden, freuen uns aber einfach auf das nächste Bayernliga-Heimspiel, darauf haben wir alle Lust. Und wir können uns noch realistisch auf der Zielgeraden da unten raus bugsieren."
Fraglich: Takacs (muskuläre Probleme)
Aufgebot letztes Spiel SC Großschwarzenlohe (SpVgg Bayern Hof, 10.04.2026):
Gerlach,
Sperber (88.
Stahl),
Chatzioglou,
Müller,
Schwarz P.,
Schwarzer (76.
Heinloth),
Klose,
Schäll (68.
Ruiu),
Takmak,
Kräftner T.,
Wessner (84.
Kräftner S.) /
Thöle,
Bauer F.,
Heinlein,
Schallmayer
Expertentipp von Marco Galuska
2:1
Laurenz Skrabalek (li.) ist einer der Gewinner der letzten Wochen: In der Viererkette gehört der 20-Jährige derzeit zum festen Stamm.
Maik Schneider / anpfiff.info
SpVgg Bayern Hof
Härtetest für Bayern Hofs neue Stabilität
Mit einem weiteren Erfolg wäre der Klassenerhalt zum Greifen nahe. Auf eine Stärke kommt es dabei an. Bei der SpVgg Bayern Hof wurde in dieser Woche das Navigationsgerät bemüht. Denn an diesem Freitag, 19 Uhr, kommt es zu einer Premiere: Noch nie haben die Hofer beim SC Großschwarzenlohe gespielt. Das Hinspiel, als die Hofer knapp mit 2:1 gewannen, war das erste Duell beider Teams. Das Rückspiel könnte aller Voraussicht nach auch das vorerst letzte Duell der beiden sein. Denn die Gastgeber stehen mit 19 Punkten am Ende der Tabelle der Fußball-Bayernliga – und haben damit schon fünf Punkte Rückstand auf den vorletzten Platz, der vermutlich die Relegation bedeuten wird. Und das bei einem Spiel mehr als der FC Coburg, der derzeit Vorletzter ist. Die Entwicklung am Tabellenende wird auch auf der Grünen Au mit Interesse verfolgt. Denn die Hofer Bayern sind noch längst nicht aus dem Gröbsten raus, auch wenn die vier Punkte vom Oster-Wochenende für Entspannung gesorgt haben. Mit den drei Duellen gegen Großschwarzenlohe, dem als stark einzuschätzenden TSV Kornburg am Dienstag sowie dem zweiten Heimspiel innerhalb weniger Tage gegen den schwächelnden FSV Stadeln wartet auf das Team von Trainer Henrik Schödel ein Schlüsselspiel-Trio. Für Großschwarzenlohe sei das Spiel wohl die „letzte Chance“, hatte Schödel unlängst vermutet. „Sie wollen den Anschluss schaffen“, sagt er und überträgt damit den Druck vor allem auf die Gastgeber.
Die hatten sich zuletzt berappelt: In diesem Jahr holte Großschwarzenlohe bisher sieben Punkte, zuletzt siegte der SC gegen Mitaufsteiger Stadeln mit 2:1 und holte einen Punkt gegen den SSV Jahn Regensburg II. Die vier Punkte bringen die Mittelfranken wieder die Chance auf den Klassenerhalt über die Relegation. Eine Ausgangslage, die den Hofer Bayern entgegenkommt. Denn in den zwei Spielen ohne Gegentor in Neumarkt (3:0) und gegen den FC Eintracht Bamberg (0:0) hatte Schödel auf ein etwas kompakteres Defensivzentrum gesetzt – mit den zwei Sechsern Tim Scherbaum und Niklas Stadelmann. Dafür musste Maximilian Weiß, der die Rolle im Zentrum offensiver interpretiert, auf die Bank. „Der Gedanke war, die Defensive zu stabilisieren. Vorn sind wir mit unseren schnellen Leute immer für ein Tor gut“, sagt Schödel.
Ein weiterer Faktor, weshalb die Hofer zu alter defensiver Stabilität zurückgekehrt sind, ist auch die Abwehr-Viererkette. Mittlerweile haben sich im Zentrum mit Johannes Hamann und Laurenz Skrabalek zwei gefunden, die harmonieren. Gerade der 20-jährige Skrabalek legte nach der Winterpause eine erstaunliche Entwicklung hin. Fehlte er noch in Teilen der Vorbereitung, gehört er nun zum festen Stamm. Im Jahr 2026 hat er noch keine Spielminute verpasst. „Wir sind jetzt ein eingespieltes Team. Mit Joe harmoniere ich ganz gut“, sagt er, der im Sommer 2025 von Borea Dresden nach Oberfranken wechselte. „Schere nimmt viel vor uns weg. Ich bin extrem froh, dass er vor uns spielt.“ Aber auch Skrabalek übernimmt Verantwortung, sagt auf dem Platz auch mal ein Wort – und glänzte vor allem gegen Bamberg auch in den Luftduellen.
Aufgebot letztes Spiel SpVgg Bayern Hof (SC Großschwarzenlohe, 10.04.2026):
Guyon,
Skrabalek,
Scherbaum,
Pöhlmann,
Hamann J.,
Schubert,
Gezer K.,
Stadelmann N. (62.
Weiß),
Seidel L. (80.
Hertel),
Durkan,
Frank (76.
Saalfrank) /
Kycek L.,
Wunderlich,
Kinder,
Vollert,
Hofmann,
Kauer
Expertentipp von Maik Schneider
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